Besondere Bauabwicklung am Fuderheuberg

Hubschrauber fliegt Teile für Steinschlagschutzzaun in Piding

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Der Hubschrauber fliegt die Teile für den Steinschlagschutzzaun von einem errichteten Zwischenlager an die richtige Stelle.
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Piding - Seit 2017 sind das Staatliche Bauamt Traunstein, die Bayerischen Staatsforsten und die Gemeinde Piding am Fuderheuberg am Bauen. Jetzt soll die Lücke des Steinschlagschutzzaunes oberhalb der B20 geschlossen werden. Keine alltägliche Maßnahme.

Bereits vor zwei Wochen haben die Arbeiten am Steinschlagschutzzaun am Fuderheuberg erneut begonnen. 2017 errichtete das Staatliche Bauamt Traunstein bereits auf einem ersten Abschnitt in Piding Mauthausen einen etwa 300 Meter langen Schutzzaun und investierten damals 220.000 Euro. 2018 sicherten die Gemeinde Piding und die Bayerischen Staatsforsten gemeinsam den Bereich oberhalb des Campingplatzes. Aufgrund eines Windwurfs im Oktober 2018 muss nun die Lücke zwischen diesen beiden Zäunen geschlossen werden.

Christian Rehm zeigt den Bereich, in dem derzeit zwei neue Steinschlagschutzzäune am Fuderheuberg entstehen.

"Der Schutzwald erfüllt seine Funktion hier nicht mehr", betonte der Leiter des Staatlichen Bauamtes Christian Rehm bei einem Ortstermin. "Deshalb errichten wir auf einer Länge von 180 Metern zwei weitere Steinschlagschutzzäune mit einer Energieaufnahme von 2000 kJ." Die Ziele für das Staatliche Bauamt sind dabei klar: "Die sichere Bewirtschaftung des Waldes herstellen, die Verkehrssicherheit auf der B20 gewährleisten und auch die der Firma Ziemer", so Rehm.

Kosten von 200.000 Euro werden aufgeteilt

Pidings Bürgermeister Christian Holzner, Geschäftsführer Horst Schönfelder von der Firma Ziemer, der stellvertretende Leiter des Forstbetriebes Berchtesgaden Armin Haberl und der Leiter des Staatlichen Bauamtes Christian Rehm freuen sich auf die erhöhte Sicherheit unterhalb des Fuderheubergs.

Die Firma befindet sich direkt unterhalb des Bereichs, in dem der Windwurf gewütet hat. Deshalb hat sich Geschäftsführer Horst Schönfelder bereit erklärt, einen Teil der Kosten von etwa 200.000 Euro zu übernehmen. Den Löwenanteil bestreiten das Staatliche Bauamt und die Bayerischen Staatsforsten. Vor allem die Bayerischen Staatsforsten sind froh, das Bauamt in diesem Bereich wieder im Boot zu haben. "Es war absolutes Neuland für uns, zusammen mit der Gemeinde den Abschnitt oberhalb des Campingplatzes zu planen und durchzuführen", bestätigte der Stellvertretende Leiter des Forstbetriebes Berchtesgaden, Armin Haberl.

Diesmal obliegt vor allem die Planung und Durchführung des Projektes beim Staatlichen Bauamt, das für solche Projekte mittlerweile eine eigene Gruppe für Geo-Risiken und Sonderbauweisen hat. Bis zu 13 Mitarbeiter planen dort unter anderem Steinschlagschutzzäune und Ähnliches. Die Umsetzung der Projekte liegt derzeit im finanziellen Bereich von rund sechs Millionen Euro.

Steinschlagschutzzaun am Fuderheuberg entsteht

"Der Fuderheuberg ist für uns keine alltägliche Baumaßnahme", bestätigte Behördenleiter Rehm. "Für die Bauabwicklung benötigen wir einen Hubschrauber." Dieser ist seit Donnerstagvormittag (13. Juni 2019) in Piding im Einsatz, um von einem vorher errichteten Zwischenlager die Teile zu ihrem Bestimmungsort zu fliegen. In den kommenden zwei Wochen soll der Zaun dann fertiggestellt werden. "Ohne Beeinträchtigung des Verkehrs auf der B20", versprach Christian Rehm.

cz

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