Aus unserem Pinweis-Leserforum

"Durch die Ampel staut sich der Verkehr bis auf die Autobahn"

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Die Kreuzung vor der Errichtung der Ampeln.
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Piding - An der B20 zur Einmündung nach Anger gibt es seit Oktober eine neue Ampel. 160.000 Euro hat sie gekostet und notwendig war sie, da hier eine sogenannte Unfallhäufungsstelle vorlag. Aber nicht alle sind zufrieden:

Kreisverkehr oder Ampel? Oder gar eine Unterführung? Im Vorfeld der Baumaßnahmen wurde in der Gemeinde Piding ausgiebig darüber diskutiert, wie man den Unfallschwerpunkt an der Einmündung der Bundesstraße 20 und Staatsstraße 2103 entschärfen könne

Während die Gemeinde Piding einen Kreisverkehr bevorzugte, verwies das Bauamt auf ein Gutachten, das neben den deutlich höheren Kosten wie bei einer Ampelanlage und auf geringere Leistungsfähigkeit eines Kreisverkehrs. „Ein Kreisel lässt sich nicht steuern wie eine Ampel“, erklärt Sebald König und ergänzt: "Schließlich könne es auch mit der Kreisel-Lösung zu Rückstauungen kommen". Und auch eine Unterführung scheiterte an den hohen Kosten und dem Grunderwerb.

Moderne Ampelanlage

Knapp vier Wochen hat es gedauert, dann waren die Bauarbeiten für die neue Ampelanlage in Piding abgeschlossen. Neben dem Aufstellen der Ampelanlage, musste auch die Straße neu markiert und beschildert werden. Aufgrund zu erwartender Rückstaus wurde sowohl die Linksabbiegespur für die Autofahrer, die von Bad Reichenhall in Richtung Teisendorf fahren, als auch die Rechtsabbiegespur in umgekehrter Richtung verlängert. „Bis auf ein paar kleinere Behinderungen ist alles reibungslos abgelaufen“, freute sich nach den abgeschlossenen Baumaßnahmen Sebald König, der Leiter der Traunsteiner Behörde. 

Gesteuert wird die neue Ampelanlage von sogenannten „Induktionsschleifen“, die in der Fahrbahn eingebaut sind. Diese funktionieren ähnlich wie ein Bewegungsmelders. Die Ampel erhält ein Signal, wenn ein Fahrzeug von dem Bewegungsmelder registriert wird. Ist auf der Straße gerade kein Auto unterwegs, dann schaltet die Ampel auf Dauergrün. Zusätzlich sollen Kameras dabei helfen, den Verkehr zu überwachen, "um in Spitzenzeiten auf den Verkehr besser zu reagieren", so König. 

Und was sagen die Einwohner?

Laut Aussage des Staatlichen Bauamts reagieren die Autofahrer sehr positiv auf die neue Ampelanlage. So erklärt uns der Amtsleiter: "Im Staatlichen Bauamt sind bislang nur positive Rückmeldungen seitens der Autofahrer eingegangen", als wir ihn mit einem Kommentar auf unserem Meldeportal "Pinweis" konfrontierten, der die Sinnhaftigkeit der Ampelanlage in Frage stellt und den wir nachfolgend auszugsweise veröffentlichen.

So kritisiert der Leser wie folgt: "...Seit dem diese Ampel steht, staut sich der Verkehr auf beiden Autobahnspuren in Piding auf den Ausfahren (von Österreich kommend) und Abfahrten (von Traunstein kommend) teilweise mehrere Kilometer zurück auf der Autobahn. Es ist ja auch nicht gefährlich, wenn man plötzlich auf der Autobahn stehenbleiben muss wenn die Auf-/ Abfahrt schon besetzt ist! Da hätte ein Kreisverkehr hin gemusst oder man hätte alles so lassen wie vorher..."

Antwort vom Staatlichen Bauamt

Auf diese Kritik antwortet uns das Staatliche Bauamt ebenfalls mit einem E-Mail-Feedback, dass beim Bauamt eingegangen ist: „Da ich in Piding wohne und täglich von der St. 2103 nach links in die B20 einfahren muss, kann ich Ihnen nach Fertigstellung der Ampelanlage nur Gratulieren und Danken. Allen vorausgeeilten Unkenrufen zum trotz, funktioniert die Verkehrsregelung bisher weitgehend gut. Die Ampel schaltet relativ schnell, auch eventuelle Rückstauungen in den Stoßzeiten halten sich in Grenzen.“

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