Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Salzburg reguliert Urlaubsverkehr

Drohende Blockabfertigung am Walserberg: Wehrt sich Piding?

„Warum sollten wir uns immer still halten und warten?“ Pidinger Gemeinderäte warnen vor der drohenden Blockabfertigung am Walserberg. Denn Piding wird es wohl am meisten treffen.

Piding/Walserberg - Sommer, Sonne, Stau - ein Bild, das sich vielen Auto-Reisenden sicherlich schon ins Gedächtnis gebrannt hat. Doch ist der Verkehr für den Urlaubsreisenden eine einmalige Belastung, trifft es Gemeinden in den Stauzonen permanent.

Die Gemeinde Piding kämpft seit jeher mit viel Verkehr: Die wichtige B20 führt durch das Gemeindegebiet, eine Hauptstrecke des Pendlerverkehrs nach Bad Reichenhall und in Richtung des Kleinen Deutschen Ecks nach Österreich. Doch auch die A8 liegt direkt am Ort, die Autobahnauffahrt sozusagen direkt vor der Haustür.

Sorgen bereitet deswegen eine drohende Blockabfertigung am Walserberg - durchgeführt durch Österreich. Salzburgs Verkehrslandesrat Stefan Schnöll hat zuletzt laut darüber nachgedacht. Denn auch die Salzburger kämpfen mit verstopften Straßen.

Stefan Schnöll (ÖVP), Landesrat für Verkehr, Infrastruktur und Sport in Salzburg.

Wehrt sich Piding gegen drohende Blockabfertigung?

Im Gemeinderat Piding am Dienstag (9. November) wurden deswegen Stimmen laut. Was eigentlich mit der Androhung von den Österreichern sei, dass man am Walserberg eine Blockabfertigung mache, frägt Christine Brüderl (Grüne) in der Sitzung. „Sollten wir uns da auf die Füße stellen?“

Auch interessant: Campen verboten: Piding reguliert Wanderparkplätze

Das Landratsamt sei bereits im Gespräch mit den österreichischen Kollegen, erklärt Bürgermeister Hannes Holzner (CSU). „Da stellen wir uns als betroffene Gemeinden und Städte dahinter.“ Wenn die Gespräche abgeschlossen seien, gebe es weitere Schritte. Zum jetzigen Zeitpunkt sei es ja nur eine Androhung und nichts konkretes. „Wenn es konkret ist, ist es meistens schon zu spät“, entgegnet Brüderl.

„Keine einseitigen Maßnahmen“: Das sagt Landrat Kern

Zuletzt hieß es von Landrat Bernhard Kern in einem Statement:

„Im Umgang mit dem steigenden Verkehrsaufkommen in der Region braucht es dringend gemeinsame grenzüberschreitende Lösungen – keine einseitigen Maßnahmen, wie Blockabfertigungen an der Autobahn, die den Verkehr auf die Landstraßen im Berchtesgadener Land umlenken. Derartige Vorstöße tragen nichts zur Entspannung der Situation bei. Mit Herrn Landesrat Stefan Schnöll habe ich hierzu bereits ein klärendes Gespräch geführt. Gemeinsam mit Vertretern der zuständigen Bayerischen Staatsministerien werde ich mich Mitte Dezember zu einem weiteren Termin mit Herrn Landesrat Schnöll treffen. Spätestens dann wird auch dieses Thema nochmals ausführlich zur Sprache kommen.“

Auch interessant: Jetzt auch in Piding: „Ja“ zum Klinik-Neubau

„Die machen das einfach!“

Auch Walter Pfannerstill (FWG) beschäftigt die Androhung des Nachbarlandes. „Wenn das wirklich kommt, dann sind die Pidinger am allermeisten betroffen.“ Doch der ganze Landkreis werde es zu spüren bekommen. Als Betroffene sollte man sich melden. Denn „die machen das einfach“. Pfannerstill bittet deswegen den Bürgermeister, sich mit Anger und Teisendorf, also den hauptbetroffenen Gemeinden, in Verbindung zu setzen. Auch Michaela Kaniber und Markus Söder solle man informieren. „Warum sollten wir uns immer still halten und warten?“ Pfannerstill sei sich nicht sicher, wie sich eine Blockabfertigung auf die Gemeinde auswirke. „Dann müssen wir alle mit dem Rad fahren, weil mit dem Auto kommen wir überhaupt nicht mehr weg.“

Blockabfertigung durch Tirol belastet die Region

Österreich prüft derzeit, wie man insbesondere den Urlaubsreiseverkehr von Bayern nach Salzburg kommend besser steuern könnte. Die Blockabfertigung ist dabei eine Möglichkeit. Auf der A93 am Grenzübergang Kiefersfelden belastet die Lkw-Blockabfertigung durch das österreichische Bundesland Tirol zunehmend die Region. Teilweise führt die Maßnahme sogar zu Staus auf der anschließenden A8 rund um Rosenheim. Zuletzt summierte sich der Stau auf rund 70 km Länge, wie die Verkehrspolizei Rosenheim mitteilt.

Zum Weiterlesen: Blockabfertigung sorgt für Frust in Rosenheim – Kommt die Klage gegen Österreich?

ce

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/APA | Barbara Gindl

Kommentare