"Nordumfahrung wäre eine immense Entlastung!"

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Breite der Bestandsstraße auf Höhe des Fußballgeländes und des Kindergartens Zum Vergrößern hier klicken.

Piding - Die durch die Gemeinde verlaufende Autobahn stellt für viele Bürger ein Problem dar. Eine Nordumfahrung soll Abhilfe schaffen. Wird es sie geben und was bringt sie?

Darin sind sich die Mitglieder der Interessensgemeinschaft „Chance für Piding“ einig. Im Rahmen ihrer letzten Sitzung anlässlich der von der Gemeinde Piding durchgeführten nicht öffentlichen Klausurtagung am 28. Februar befasste sich die Interessensgemeinschaft mit dem Fachbereich „Ortsentwicklung und Städteplanung für Piding“. Dabei wurde schnell deutlich, dass eine Innenverdichtung bei einem Bestandsausbau nicht mehr möglich ist.

Im Laufe der letzten Jahrzehnte näherten sich die bebauten Gebiete und die Infrastruktur der bestehenden Autobahn ohne jeglichen Schutz an. Lärm, Abgase und das Ortsteile trennende Autobahnbauwerk beeinträchtigten so das Leben und Arbeiten zunehmend stark.

Durch eine Nordumfahrung könnte nunmehr in absehbarer Zukunft für den größten Teil der Bevölkerung eine immense Entlastung geschaffen werden.

Eines der für den Ort wichtigsten, jedoch bei den bisherigen Planungen so gut wie nicht berücksichtigten Themen ist die zukünftige Entwicklung der Gemeinde als Heimat für Menschen zum Wohnen und Arbeiten. Für Piding als flächenmäßig kleinste Gemeinde im Landkreis spielt die langfristige Planung eine gewichtige Rolle.

Da Außenbereiche geschont werden müssen, liegt wegen der geringen Flächen das Hauptaugenmerk auf der Verdichtung des Innenbereichs. Diese Verdichtung mit Wohnbebauung oder Gewerbebetrieben erfordert Flächen, die bei einem Ausbau der Bestandstrasse nicht mehr verfügbar wären.

Bei einer Verlegung der Autobahn als Nordumfahrung eröffnen sich im Gegensatz dazu beste Möglichkeiten für eine gesunde langfristige Entwicklung für Piding. Es steht unter anderem durch den Rückbau und dem geringeren Flächenverbrauch in Mitte des Ortes genügend Platz zur Verfügung. Damit könnte eine tragfähige Basis für die Lebensgrundlage zukünftiger Generationen geschaffen werden.

Die Ortsteile können mittel- bis langfristig zusammenwachsen

„Zusammenwachsen“ heißt hier explizit nicht, dass zwangsläufig eine zusammenhängende oder/und massive Bebauung mit Gebäuden erforderlich ist. Eine zur Freizeitnutzung geeignete Flutmulde, ein Sport- oder Erholungsgelände oder auch ein Bach stellen natürliche, nicht zwangsweise unüberwindbare Grenzen für die Betrachtung als einheitlicher Bereich dar. Insofern verhinderten nicht einmal die Stoißer Ache oder andere Bachläufe mitten durch Piding das Zusammenwachsen der Gemeinde. Anders ist dies zweifelsfrei bei einer größtenteils auf Dammlage verlaufenden und mit künstlichen Lärmschutzwänden versehenen Autobahn zu sehen.

Durch die mit dem Ausbau verbundene Ausweitung der Baubeschränkungszone (jeweils 100 Meter links und rechts des Fahrbahnrades) und der Bauverbotszone (jeweils 40 Meter links und rechts der Fahrbahnrandes) ist eine Ortsentwicklung in Form der Innenverdichtung nur noch sehr eingeschränkt beziehungsweise gar nicht mehr möglich. Eine zudem bis zu 100 Meter breite Autobahn mitten im Ort (siehe Abbildung) verschärft diesen Effekt nochmals.

Für eine gerechte Abwägung der Interessen der Gemeinde Piding ist es aber nicht unerheblich, in welchem Maße eine künftige sinnvolle Entwicklung des Ortes Piding ermöglicht (Nordumfahrung) oder eben innerorts faktisch für immer so gut wie unmöglich gemacht wird (Bestandsausbau).

Zu den von der Planung betroffenen Grundstücken ist festzuhalten, dass die Umgebung im Außenbereich (Nordumfahrung) im Gegensatz zum Innenbereich (Bestandsvariante) wegen des grundsätzlichen Bauverbots im Außenbereich gerade nicht für eine weitere Entwicklung zusätzlicher Wohn- oder Gewerbebetriebe zur Verfügung steht.

Die A8 zerschneidet den Luftkurort mittig auf einer mindestens 5 Meter hohen Dammlage. Ein Sonderfall im gesamten Bundesgebiet. Die Interessensgemeinschaft ist sich bewusst, dass es keine Variante für Piding geben wird, die keinerlei Betroffenheiten hervorruft. Gerade deshalb ist die Optimierung der vorgelegten Planung bei einer Nordumfahrung mit bestmöglichem Schutz für die Anwohner und Minimierung der negativen Auswirkungen erklärtes Ziel. Den Gemeindeverantwortlichen war es stets wichtig, dass der Ortscharakter erhalten bleibt. Bei einem Bestandsausbau wären diese Bemühungen vergebens gewesen.

Pressemitteilung Interessensgemeinschaft "Chance für Piding"

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