FWG Piding auf der Zielgeraden

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Piding - Die FWG-Gemeinderatskandidaten stellten auf einer Wahlveranstaltung nochmals ihre Ziele vor und behandelten Problemthemen wie die Verschuldung der Gemeinde.

Kurz vor der Kommunalwahl am 16. März hat die FWG Piding ihre zweite Wahlveranstaltung im Albrecht Dürer absolviert. Josef Dendl begrüßte die Besucher und bedankte sich für das Interesse. Hatte man doch einen Tag nach der Podiumsdiskussion der Bürgermeisterkandidaten mit deutlich weniger Teilnehmern gerechnet. Dann gab er einen kurzen Überblick über die 45-jährige Geschichte des gemeinnützigen Vereins FWG Piding e.V. und leitete an den amtierenden Zweiten Bürgermeister Walter Pfannerstill weiter.

Pfannerstill umriss kurz den geplanten Verlauf des Abends und ging dann auf die Grundsätze der FWG ein. F wie fair und frei, W wie Wissen und Weitblick, G wie gemeinsam und gesunder Menschenverstand. Anschließend gab er das Wort an seine Gemeinderatskandidaten weiter.

Gemeinderatskandidaten

Es begann Georg Dufter, der kurz erklärte, warum er nach zwölf Jahren Gemeinderats-Tätigkeit noch einmal zur Wahl antrete. Zum einen, weil Walter Pfannerstill als Bürgermeisterkandidat die allerbeste Wahl sei. Zum anderen, weil für ihn die Gemeinderäte mit der bisherigen Vorgehensweise zu wenig Einfluss auf die Gestaltung des Haushalts hätten und der Vermögenshaushalt immer noch zu wenig transparent sei.

Es folgten Bärbel Schöndorfer, mit ihrem Ziel, die landwirtschaftlichen Flächen Pidings unbedingt zu erhalten und Christian Kleinert mit einer Darstellung der Wechselwirkungen zwischen Tourismus, Gewerbe, Wohnen und Landwirtschaft und dem Ziel diese in Einklang zu bringen. Franz Geigl gab einen kurzen Abriss der Erfolge seiner bisherigen Gemeinderatstätigkeit, zu denen der 2002 gestellte Antrag zum Hochwasserschutz in der Saalachau gehörte, der - 2008 umgesetzt - im vorigen Jahr schwerwiegendere Schäden verhindert habe. Dann erläuterte er sein aktuelles Projekt als Verkehrsbeauftragter des Gemeinderats, die B21 für den Schwerlastverkehr zuzulassen, um Piding vom LKW-Verkehr zu entlasten.

Manfred Beranek will sich als Gemeinderat weiterhin für die Vereine und die Unterstützung der Jugendarbeit stark machen. Susanne Scholze wurde, da sie einen anderen Termin wahrnehmen musste, von Walter Pfannerstill kurz vorgestellt.

Im Anschluss sprach Christian Wagner von seiner Kindheit in Piding und dass er die Gemeinde auch für seine Kinder und kommende Generationen erhalten wolle. Brigitte Kagleder erklärte die Wahl ihrer Kernthemen: Verkehrsbelastung, Umwelt und Flächenerhalt.

Bernhard Staller will Traditionen wie bei der Bewirtschaftung seines Biohofes und die moderne Betriebsführung, die er aus seiner Tätigkeit als Molkereimeister kennt, auch in der Gemeindepolitik vereinen. Wolfgang Koch steht als Vater von drei Buben für die Vereins- und Jugendarbeit ebenso wie für den Tourismus in Piding.

Hubert Dießbacher ist als Bautechniker für eine vernünftige Ortssatzung, um der Gemeinde mehr Einfluss auf die Bebauung zu geben und strebt eine optimale Lösung für das Feuerwehrhaus an. Patrick Goldbrunner, der als Finanzexperte bei Lidl Österreich tätig ist, steht für eine konsequente Finanzplanung und will den Tourismus in Piding stärken.

Cem-Markus Öztunc sieht die Gewerbeentwicklung als Kernthema und vertritt außerdem die Themen Natur und Soziales. Michael Scheil setzt sich für den Erhalt der Volkskultur und der Pidinger Traditionen ebenso wie für die Landschaftspflege ein. Er plädiert außerdem für ein stärkeres Selbstvertrauen der Pidinger und endet mit dem Satz: „Eigenart und Originalität zu erhalten und sich gleichzeitig dem Neuen nicht zu verschließen“.

Sandra Fraaz weist auf die Besonderheit der FWG hin. Im Gegensatz zu den Parteien sehe sie in der FWG die Meinungsfreiheit, das Vertrauen zu den Kollegen und absolute Ehrlichkeit sowohl untereinander als auch in allen Veröffentlichungen als hohes Gut an. Als Pressereferentin der FWG stehen Sie und die Vorstandschaft für jeden veröffentlichten Satz gerade.

ASV-Fußballvereinswirt Hans Schinko betonte sein Engagement in Vereins- und Jugendarbeit und lobte ebenfalls die Freiheit der FWG „ohne Parteibuch“. Udo Heusler führte sein Plädoyer zu Gunsten der Vereine und strebt darüber hinaus eine vorausschauende und nachhaltige Planung aller Projekte in der Gemeinde an, um Piding für die nächsten Generationen lebenswert zu erhalten.

Birgit Hoffmann sprach über den Erhalt der Schule und den Ausbau der Ganztagsbetreuung in Piding. Josef Haiker, der sich nun seit Abschluss seines Studiums Diplomjurist nennen darf, schloss die Vorstellung der Kandidaten ab. Er referierte kurz zu den Themen vielfältiges Dorfleben, Zusammenhalt in der Gemeinde, fundierte Finanzplanung und Verbesserung der Bauleitplanung. Darüber hinaus wolle er die Finanzierung des Feuerwehrhauses und ggf. des Rathauses sichern.

Landratskandidaten

Im Anschluss übernahm wieder Walter Pfannerstill das Wort. Er wies kurz auf die für Piding im Kreistag  kandidierenden Kandidaten hin. Das seien Wolfgang Koch, Michael Scheil  und er selbst. Er bat darum, die Gemeinde durch die Wahl der Pidinger Vertreter im Kreistag zu stärken.

Es folgte die Vorstellung der Themen, die bereits nach der Veranstaltung im Altwirt veröffentlicht wurden. Wer dazu noch nähere Informationen benötigt, findet diese auf den Internetseiten www.fwg-piding.de und www.walter-pfannerstill.de.

Verschuldung Pidings

Die Verschuldung in Piding, die sich seit der letzten Wahl verfünffacht habe, strich Pfannerstill dabei noch einmal besonders heraus. Es sei klarzustellen, dass es sich bei den im Gemeindereport als „Sparbuch“ bezeichneten Rücklagen von 2,7 Millionen Euro keinesfalls um frei verfügbare Gelder handle. Vielmehr seien Rücklagen zweckgebunden und gemäß der Planung bereits bis Ende 2015 zu einem großen Teil verbraucht. Die Schulden stiegen jedoch weiter, bis 2015 seien bereits weitere 800.000 Euro vorgesehen. Hier sieht Pfannerstill dringenden Handlungsbedarf.

Autobahnplanung

Im Anschluss gab er dem Publikum die Möglichkeit, Fragen zu stellen. Wie erwartet, kam eine Frage zum aktuellen Stand der Autobahnplanung. Hier wies Pfannerstill darauf hin, dass es jetzt darauf ankomme, bei der Autobahndirektion Präsenz zu zeigen und nicht abzuwarten, bis Piding vor vollendete Tatsachen gestellt werde. Ein anderer Besucher wollte wissen: „ Brauchen wir wirklich ein Budget-Hotel in Piding?“

Budget-Hotel

Pfannerstill erklärte, dass ein solches Projekt durchaus sinnvoll sei. Es sei bereits seit langem in der Planung vorgesehen, daher gebe es auch bereits ein Grundstück für das Projekt. Man müsse keine neuen Flächen angreifen. Zum anderen seien die rückläufigen Übernachtungszahlen in Piding alarmierend. Mit einem Budgethotel könnte dem entgegengewirkt werden. Dabei unterstrich Pfannerstill noch einmal die hohe Wertschöpfung, die ganz Piding aus dem Tourismus erhält.

Christian Kleinert stellte dar, dass das Budget Hotel eine Ergänzung des bestehenden Angebotes darstelle und ein solches Vorhaben in einer Studie als "hervorragend geeignet" bewertet wurde. Walter Pfannerstill bedankte sich schließlich bei den Besuchern und bat noch einmal um Unterstützung für die Wahl. Anschließend bildeten sich kleinere Gesprächsgruppen, die den Abend entspannt ausklingen ließen.

Pressemitteilung FWG Piding

Rubriklistenbild: © FWG Piding

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