Gemeinderat hebt Nicht-Öffentlichkeit auf

Neue Gewerbeflächen für Pidinger Unternehmen an der Autobahn?

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Was hat Max Aicher in Piding vor?
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Piding - Ein Beschluss aus dem nicht-öffentlichen Teil der jüngsten Gemeinderatssitzung (11. November) soll öffentlich gemacht werden. Da sind sich die Räte einig. Doch nur langsam werden nähere Details bekannt.

Bernhard Zimmer von den Grünen ist bereits am Montagabend nach der Pidinger Gemeinderatssitzung vorgeprescht. "Die Katze ist endlich aus dem Sack: Max Aicher möchte in Piding seine Wiesen vergolden. Mehr als 45.000 Quadratmeter sollen baureif gemacht werden", schreibt er auf Facebook und ergänzt, "Ade Ortsentwicklung, ade Flächensparen, entgegen aller Gemeinderatsbeschlüsse. Als ob es sie nicht gäbe ..."

Auf Nachfrage bei Bürgermeister Hannes Holzner ist nur zu erfahren, dass "die Gründe für die Geheimhaltung des Beschlusses im nicht-öffentlichen Teil nicht mehr gegeben sind". Der Gemeinderat hat die Nicht-Öffentlichkeit in Bezug auf dieses Thema demnach aufgehoben. "Erst in derDezembersitzung werde ich den Beschluss bekannt geben", erklärte Holzner gegenüber BGLand24.de. "Dann ist es für alle gleich."

Dass es sich um Pläne von Max Aicher handelt, der auf seinem Grund zwischen Piding und Urwies Gewerbeflächen errichten will, ist mittlerweile durchgesickert. Bernhard Zimmer zeigt auf Facebook auch konkret, um welche Flächen es sich handelt:

Zimmer verweist in einem Leserbrief darauf, dass der Wunsch an die Gemeinde Piding herangetragen worden sei, "auf inzwischen 45.000m² landwirtschaftlichem Grund Baurecht für Gewerbe zu schaffen". Dieser Wunsch ist auch aus seiner Sicht legitim. Er ergänzt aber: "Diese Grundstücke sind sowohl im gültigen Flächennutzungsplan als auch im 2013 verabschiedeten Ortsentwicklungskonzept auch künftig als Produktionsflächen für die Erzeugung von Lebensmitteln vorgesehen und so sollen sie erhalten werden."

Neue Gewerbeflächen in Piding: "davon sind alle betroffen"

Max Aicher scheint andere Pläne zu haben. Wird aber auch dem Reichenhaller Tagblatt gegenüber nicht konkreter. Er bestätigt lediglich: "Ich habe hier Flächen, ich möchte also bauen, das ist keine Frage." Die Zeitung will auch erfahren haben, dass es zwei ortsansässige Unternehmen sind, die Interesse zeigen, auf Aichers Flächen ihre Betriebe erweitern zu wollen. Darunter sollen eine Spedition und ein großes Autohaus sein.

Fakt sei, laut Zimmer, sollte der Gemeinderat den Plänen Aichers zustimmen, müsse er in einem ersten Schritt den Flächennutzungsplan ändern und danach einen Bebauungsplan aufstellen. "In beiden Verfahren ist zwingend eine Beteiligung der Öffentlichkeit sicherzustellen, denn letztlich sind alle Bürgerinnen und Bürger von dieser Planänderung betroffen." Denn die Pläne entsprächen nicht dem gültigen Ortsentwicklungskonzept.

cz

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