Bayerischer Innenminister im Gespräch mit Pidinger Polizei

150 zusätzliche Schleierfahnder?

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Piding - Innenminister Joachim Herrmann auf Einladung von MdL Michaela Kaniber zu Gast bei der Polizeiinspektion Fahndung in Piding: Austausch mit den Beamten und Wunsch nach zusätzlichen Einsatzkräften.

Rede und Antwort stand Bayerns Innenminister Joachim Herrmann den Beamten der Polizeiinspektion Fahndung in Piding/Urwies bei seinem Besuch im Berchtesgadener Land.

Er war der Einladung der Stimmkreisabgeordneten Michaela Kaniber gefolgt, die den Polizeibeamten damit den Gedankenaustausch mit ihrem obersten Dienstherren ermöglichte.

In erster Linie ging es Kaniber darum, den Schleierfahndern für ihren engagierten Einsatz während der Flüchtlingskrise zu danken. „Ihr habt gerade in den vergangenen zweieinhalb Jahren Übermenschliches geleistet“, so Kaniber. „Kompetenz bemisst man nicht daran, wenn man nur das notwendigste Maß an Arbeitsaufwand vornimmt, sondern Kompetenz zeigt sich dann, wenn man in Krisensituationen polizeidienstrechtlich aber auch menschlich die richtigen Entscheidungen trifft.“ 

Die Beamten hätten eine überragende Einsatzbereitschaft an den Tag gelegt, die weit über den Dienstrahmen hinausgeht. „Das ist keinesfalls selbstverständlich. Dafür möchte ich euch von ganzem Herzen Dankeschön sagen.“

Ein großes Lob sprach Michaela Kaniber auch Bernhard Resch aus, der die Mannschaft beisammen halte und stets motiviere. Der Leiter der Polizeiinspektion Fahndung Traunstein hatte Beamte aus allen Bereichen zum Minister-Besuch nach Piding eingeladen.

Er sprach von einer Top-Ausstattung und modernen Fahndungsfahrzeugen, über die seine Dienststelle verfüge. Resch war es aber auch ein Anliegen, Joachim Herrmann über drohende personelle Engpässe zu informieren.

Die Beamten seien im Schnitt 50 Jahre alt, es gelte in Zukunft, Fachwissen zu erhalten. Diese Forderung brachte auch Michaela Kaniber zum Ausdruck: „Wir brauchen eine beachtliche Zahl an Unterstützung.“

Als Grenzregion nehme das Berchtesgadener Land eine ganz besondere Rolle ein: „Wir waren nicht nur das Einfallstor der Balkan-Flüchtlingsroute. Man darf nicht vergessen, dass wir tagtäglich den gesamten süd-osteuropäischen Personenverkehr über die A8 abwickeln.“ Man sehe sich mit Bandenkriminalität konfrontiert, Drogen- und Waffenschmuggel. Und im Hinblick auf die Geschehnisse in der Türkei, könne niemand sagen, ob es zu einer erneuten Flüchtlingswelle kommt, so Kaniber.

150 zusätzliche Schleierfahnder

Eine konkrete Stellenzusage konnte der Innenminister nicht aussprechen. Denn die erforderliche Verstärkung müsse schließlich erst ausgebildet werden.

Erst dann könne man festlegen, wie viele zusätzliche Beamte in Piding den Dienst antreten werden. „Aber fest steht, dass es 150 zusätzliche Schleierfahnder geben wird“, so Herrmann.

„Das ist strategisch wichtig für die Sicherheit im Land.“ Bayern sei seit jeher das Bundesland mit der höchsten Sicherheit. Und diese Spitzenstellung werde man auch halten, betonte der Innenminister.

„Wir können nur so sicher leben, weil wir eine großartig arbeitende Polizei haben.“ Polizeivizepräsident Harald Pickert hob dazu die Bedeutung der Polizeiinspektion Fahndung hervor: „Die Schleierfahndung stellt das Bollwerk der bayerischen Polizei dar.“

Die Beamten nutzten die Gelegenheit, um mit dem Innenminister in Dialog zu treten. Dabei ging es unter anderem um Baumaßnahmen, das neue Schichtmodell und Themen, die die Ausbildung betreffen.

Herrmann dankte den Beamten für ihr Engagement und ging noch auf die Grenzkontrollen ein, die dringend notwendig seien, solange die EU-Außengrenzen nicht gesichert sind. Er erinnerte an den Grundsatz, der seit der Einführung des Schengen-Raums gelte: Mehr Freiheit dürfe nicht zu weniger Sicherheit führen. Bayern demonstriere dies eindrucksvoll, weil die Politik hinter der Polizei stehe. „Die Schleierfahnder sorgen dafür, das Sicherheitsniveau so hoch wie möglich zu halten.“

Pressemitteilung Abgeordnetenbüro Michaela Kaniber, MdL

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