Nach Ausbootung von Hannes Holzner

Darf Andreas Argstatter Bürgermeister-Kandidat der Pidinger CSU bleiben?

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Andreas Argstatter wartet weiterhin auf die Entscheidung, ob seine Nominierung zum CSU-Bürgermeister-Kandidaten in Piding gültig ist.
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Piding - Noch immer gibt es keine Entscheidung des Schiedsgerichtes der CSU in München, ob die Nominierung Andreas Argstatters zum CSU-Bürgermeister-Kandidaten gültig ist oder nicht. Für alle Beteiligten eine unbefriedigende Situation.

Seit 11. Juli hängt die Pidinger CSU in der Luft und mit ihr Andreas Argstatter als eigentlich nominierter Bürgermeister-Kandidat für die Kommunalwahl 2020 und der amtierende Bürgermeister Hannes Holzner. Gleich nach der Nominierungsversammlung, auf der sich Argstatter kurzfristig als Gegenkandidat zu Holzner aufstellen hat lassen und letztlich mehrheitlich nominiert wurde, herrschte bereits eine gedrückte Stimmung.

Dann die Entscheidung einiger CSU-Mitglieder, die Nominierung bei der Kreis-CSU anzufechten, da der amtierende Bürgermeister keine Chance gehabt hätte, seine Anhänger zu mobilisieren. Und der Beschluss der Kreis-CSU, dass die Wahl tatsächlich ungültig sei, weil die Geheimheit der Wahl nicht gegeben gewesen sei.

"Noch nichts neues" zur Nominierung von Andreas Argstatter

Letztlich blieb nur der Weg vor das Partei-Schiedsgericht in München. Das lässt mit einer Antwort allerdings auf sich warten. "Es gibt noch nichts neues", erklärte die Ortsvorsitzende Sabine Wolf gegenüber BGLand24.de. "Es scheint wohl auf eine erneute Nominierungs-Versammlung hinauszulaufen, aber so lange wir keine schriftliche Entscheidung vorliegen haben, können wir nichts tun."

Auch Hannes Holzner kann seine Bürgermeister-Kandidatur derzeit nicht genauer planen.

Eine unbefriedigende Situation, auch für den amtierenden Bürgermeister Hannes Holzner. Er hatte bereits angekündigt, eigenständig bei der Wahl anzutreten, sollte die CSU letztlich tatsächlich Argstatter nominieren. Allerdings könne auch er in diese Richtung nicht tätig werden, so lange es keine Entscheidung vom Schiedsgericht gebe. "Man streckt seine Fühler soweit aus, wie es eben geht", sagte er gegenüber BGLand24.de.

Andreas Argstatter rechnet mit einer baldigen Entscheidung. Auch er scheint erste Informationen aus München zu haben. Aber so lange keine schriftliche Entscheidung des Schiedsgerichts vorliegt, geht es auch für ihn in Sachen Wahlkampf nicht weiter. Selbst die anderen Parteien und Gruppierungen scheinen auf eine Entscheidung zu warten, denn bisher hat keine von ihnen einen Bürgermeister-Kandidaten nominiert. Die Aufstellunsversammlungen sind zumindest bei Grünen und FWG für Ende November terminiert.

cz

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