Ungewohnte Entscheidung der Pidinger CSU

Weder Argstatter noch Holzner CSU-Bürgermeister-Kandidat

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Beide treten als Bürgermeister-Kandidaten an, aber keiner für die CSU: Andreas Argstatter (l.) und Hannes Holzner (r.).
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Piding - Eine Entscheidung des CSU-Schiedsgerichts, ob die Nominierung Andreas Argstatters zum CSU-Bürgermeister-Kandidaten rechtens war, lässt weiter auf sich warten. Ein Grund für die Ortsvorsitzende Sabine Wolf, zu handeln.

"Nachdem wegen der immer noch fehlende Entscheidung des Schiedsgerichts zur Nominierung der Kandidaten zur Kommunalwahl 2020 möglicherweise Fristen zur Abgabe von Wahlvorschlagslisten nicht eingehalten werden können, konnte in gemeinsamen Gesprächen eine alternative Lösung gefunden werden", teilt Sabine Wolf in einer Presseaussendung mit.

Und erklärt gleichzeitig, wie die Lösung aussieht: "Die beiden CSU-Kandidaten für das Bürgermeisteramt werden den Wahlkampf 2020 als jeweils unabhängige Einzelbewerber bestreiten." Gegenüber BGLand24 erklärt Wolf noch: "Andreas Argstatter hat mich um eine Lösung gebeten. In Absprache mit allen Gremien haben wir so entschieden."

Kein CSU-Bürgermeister in Piding

Das bedeutet, dass die CSU Piding bei der Kommunalwahl 2020 keinen eigenen Bürgermeister-Kandidaten stellen und auch keinen unterstützten wird. Für den eigentlich nominierten Argstatter und den amtierenden Bürgermeister Hannes Holzner bedeutet es, Unterstützer-Unterschriften sammeln zu müssen, um bei der Wahl als Kandidat zugelassen zu werden.

Argstatter war bei der ursprünglichen Nominierungsversammlung im Juli kurzfristig als Gegenkandidat zu Holzner angetreten und mehrheitlich nominiert worden. Ein Einspruch beim CSU-Kreisvorstand gegen die Nominierung war erfolgreich und endete mit der Revision vor dem Parteischiedsgericht in München.

CSU Piding: Eigenständige Kandidatur schon länger entschieden?

Bereits Anfang November hatten die Wolf, Argstatter und Holzner die Situation als unbefriedigend bezeichnet. "Man streckt seine Fühler soweit aus, wie es eben geht", erklärte der amtierende Bürgermeister gegenüber BGLand24.de. Andreas Argstatter rechnete damals noch mit einer raschen Entscheidung. Ob er damit bereits die Lösung der eigenständigen Kandidatur meinte?

"Diese Situation ist der Nicht-Entscheidung des Schiedsgerichts geschuldet", bedauert Wolf diesen ungewöhnlichen Weg. Sie selbst will noch im Dezember die CSU-Gemeinderatsliste aufstellen. "Wir werden in einer zeitnahen Nominierungsveranstaltung unsere starke, junge und vielfältige Kandidatenliste bestätigen. Die Pidinger CSU freut sich, mit einem tollen Team in das Wahljahr 2020 zu starten."

cz/Pressemitteilung CSU Piding

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