Eine Perle für den Landkreis

Pidinger Grüne zu Besuch in der Pidinger Werkstätten GmbH

Piding - "Begleiten, fördern, produzieren" ist der soziale Auftrag des Unternehmens formuliert und genau das durften die Pidinger Grünen bei ihrem Besuch auch erleben.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

"Begleiten, fördern, produzieren" ist der soziale Auftrag des Unternehmens auf der Internetseite formuliert und genau das durften die Pidinger Grünen bei ihrem Besuch im Unternehmen auch erleben. "Durch eine betriebswirtschaftliche Unternehmensführung schaffen wir die Ressourcen zum notwendigen Ausbau unserer Handlungsspielräume und zur Zukunftssicherung" heißt es im Leitbild der Pidinger Werkstätten. Und, dass dieses Leitbild auch gelebt wird, das konnten der Geschäftsführer Markus Spiegelsberger und Hans Schuhböck, der Leiter der internen Dienste, der Besuchergruppe eindrucksvoll zeigen.


Nach dem Umbau, in den neuen Räumlichkeiten, in der "neuen Wäscherei" ist voller Betrieb und man kann sich kaum vorstellen, was für Anstrengungen hinter dem Leitungsteam und hinter all den Mitarbeiter*innen liegen.In vollem Betrieb umzubauen, ist für jedes Unternehmen eine große Herausforderung, aber unendlich schwieriger wenn dort Menschen arbeiten, die einen erhöhten Betreuungs- und Förderbedarf haben. Während des Umbaus war die Wäscherei quasi stillgelegt und startet jetzt nach der Sanierung mit einem völlig neuen Konzept durch. Weniger ist manchmal doch Mehr - weniger Wäsche, aber eine deutlich bessere Wirtschaftlichkeit und verbesserte Arbeitsbedingungen bei gleichzeitig geringerem spezifischen Energieverbrauch. "Mit 100% erneuerbaren Energieträgern bei der Wärmeerzeugung ist das Unternehmen wahrscheinlich eines der klimafreundlichsten im Landkreis" merkte Gemeinderat Dr. Bernhard Zimmer an und freute sich zu hören, dass die Pidinger Werkstätten GmbH auch dem "Unternehmensnetzwerk Verantwortungsvoll Wirtschaften" beigetreten ist.

Der Mensch mit Behinderung steht im Mittelpunkt des Handelns und er wird in seiner gesamten Persönlichkeit angenommen und wertgeschätzt, das zeigte auch der Rundgang durch alle Abteilungen des Unternehmens.Christine Unger, die beruflich engen Kontakt pflegt und auf der Grünen Liste für den Kreistag und Gemeinderat kandidiert, hob die besondere Bedeutung des Unternehmens für den Landkreis hervor.


Leider liegt diese Pidinger Perle, der zweitgrößte Arbeitgeber nicht im Zentrum des Ortes, ein Fehler, der in der Vergangenheit liegt und auch nicht mehr rückgängig gemacht werden kann. "Mit dieser Lage müssen wir jetzt zurechtkommen, aber an der verkehrlichen Anbindung müssen wir dringend und schnellstmöglich etwas verändern" bemerkte Andreas Argstatter, 2. Bürgermeister und erkundigte sich nach dem Stand der Planung. Die miserable Anbindung der Werkstätten an die B20 birgt ein tägliches, hohes Risiko, welches beseitigt werden müsse. Das Straßenbauamt arbeitet seit Jahren an einer Lösung berichtet Argstatter und ist überzeugt, dass sich hier ein Bürgermeister deutlich intensiver einsetzen und kümmern muss.

Ein Zukunftsthema von Geschäftsführer Spiegelsberger, nämlich die direkte Anbindung der Werkstätten an die Bahn durch einen zusätzlichen Haltepunkt in Bichlbruck unterstützen die Grünen sehr gerne. Was auf den ersten Blick etwas verwunderlich klingt, erklärt sich wenn man die täglichen, betreuten Pendlerfahrten aus Freilassing betrachtet. Dieser Haltepunkt bringt Selbstbestimmtheit und ein großes Stück Freiheit für Menschen und spart sehr viele tägliche Kfz-Fahrten. Barrierefrei zur Arbeit, Inklusion ist eben auch im Bereich der Mobilität ein wesentliches Thema. Die Grünen werden dieses Thema gerne aktiv weiterverfolgen. Es passt doch auch perfekt zum 2013 beschlossenen Pidinger Ortsentwicklungskonzept wonach die Gewerbeentwicklung eben in Bichlbruck und nicht in Urwies stattfinden soll. Die Nachbarschaft zu den Pidinger Werkstätten ist sicherlich ein guter Platz für Unternehmen aus dem Netzwerk "Verantwortungsvoll Wirtschaften" mit Bahnanbindung ein absolut zukunftsfähiger Standort.

Die Grünen bedanken sich für die Einblicke in den Betrieb, für die wunderbare Arbeit im Unternehmen und Piding kann stolz sein auf diesen sozialen Arbeitgeber.

Pressemitteilung Bündnis 90/Die Grünen Piding

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

Kommentare