Fahndung bei Piding in Theorie und Praxis

Gefälschter Führerschein, Drogen und Haftbefehl

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Piding - Das Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Ainring und die Polizeiinspektion Fahndung Traunstein führten am Donnerstagnachmittag eine gemeinsame überaus erfolgreiche Kontrollaktion auf dem Lkw-Vorstauraum am Grenzübergang Bad Reichenhall-Autobahn in Fahrtrichtung Salzburg durch.

Aus guter Tradition durften die Seminarteilnehmer ihr neu erlerntes Wissen in die Praxis umsetzen. Neben den erfahrenen Schleierfahndern unterstützte auch ein Team des Bayerischen Landeskriminalamtes die Ainringer Polizeischule mit Rat und Tat. Wie bereits in der Vergangenheit, führte die Gemeinschaftsaktion zu einigen „Aufgriffen“. 

Diverse Verkehrsdelikte, ein verfälschter Führerschein, Drogenbesitz und ein zu vollstreckender Haftbefehl zeigten dabei das weitgefächerte Arbeitsspektrum einer Fahndungsdienststelle auf. Nach Aufbau der Kontrollstelle - inklusive der Abfragestellen und Dokumentenprüfgeräte - lieferten bereits die ersten Kontrollen greifbare Ergebnisse. 

Zuerst erwischte es einen 48-jährigen US-Amerikaner mit einem verfälschten internationalen Führerschein. Vermutlich aus Bequemlichkeit - eine Neuausstellung hätte lediglich rund 10 US-Dollar gekostet - hatte der Mann mit russischer Abstammung den „Lappen“ insgesamt 6-mal eigenhändig verlängert. Da er über einen gültigen nationalen US-Führerschein verfügte, durfte er nach Anzeigenaufnahme und Hinterlegung einer angemessenen „Kaution“ nach Österreich weiterreisen. Den ungültigen „Internationalen“ stellten die Fahnder als Beweismittel sicher. 

Nur wenig später, gegen 15 Uhr, musste ein 40-jähriger Mazedonier seinen mit französischen Kennzeichen ausgestatteten Mercedes Benz „zwangsparken“. Es stellte sich heraus, dass die Limousine weder versichert noch zugelassen war. Die anstehende Sachbearbeitung wegen Fahrens ohne Versicherung und Zulassung übernahm - wie in den anderen Fällen - die Ermittlungsgruppe der PI Fahndung. 

Nahezu zeitgleich eskortierte eine Fahndungstreife einen internationalen Fernreisebus in die Kontrollstelle. Hier wurde ein Seminarteilnehmer im „Trolley“ eines 20-jährigen Deutschen fündig. Der gelernte Kellner hatte sich für die anstehende Busreise mit rund 3 Gramm Cannabis eingedeckt. Die Folge: Anzeige nach dem Betäubungsmittelgesetz. Die geringe Menge Haschisch und „Gras“ landete in der Asservatenkammer der Fahnder. 

Kurz vor Ende der Gemeinschaftsaktion musste dann noch eine 39-jährige Ungarin ihr letztes Bargeld zusammenkratzen um einer drohende zweiwöchige Haftstrafe wegen Diebstahls zu entgehen. Da ihre eigenen Mittel nicht ausreichten, half ihr ein mitreisender Landsmann aus der finanziellen Notlage. Nachdem die knapp 300 Euro kassiert waren, durfte die Dame in dem Kleinbus die Weiterreise nach Budapest fortsetzen.

Pressemitteilung Polizeiinspektion Fahndung Traunstein

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