Ist ein Budgethotel die Lösung aller Probleme?

Piding, wo Milch und Honig fließen

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Honigbiene

Piding - Was ist los mit dem Tourismus in Piding, die Übernachtungszahlen sind auch im letzten Jahr gesunken, was tun? - Diese Frage stellten sich die Grünen.

Die Pidinger Grünen stehen zu 100 Prozent zum Ortsentwicklungskonzept und damit auch zu den dort formulierten Zielen: „der Tourismus in der Gemeinde Piding soll sich durch die Entwicklung neuer Konzepte sowie die Stärkung bestehender Strukturen weiterentwickeln“.

Bedeutet die Entwicklung neue Konzepte zwingend den Bau neuer Hotels? Die Pidinger Grünen beschäftigen sich seit längerem in kleinen Arbeitsgruppen mit dem Thema und sie sind davon überzeugt, dass Piding zwar die Zusammenarbeit mit der BGLT im Bereich des Destinationsmanagments braucht, aber sich ansonsten nicht auf die BGLT verlassen darf. Wer dieser Tage „Piding“ in Google eingibt, der bekommt an Platz eins die Seite der BGLT angeboten, das ist die gute Nachricht. Wer draufklickt versteht, was die Grünen in Piding zu recht kritisieren: erstes Angebot sind die Skigebiete des südlichen Landkreises, zweites Angebot ist der Dorfritt am 1. Juni in Piding.

Wenn ein Tourismusort seine Startseite derart belegt, dann darf er sich nicht wundern. In Piding ist von März bis Mai offensichtlich nichts geboten. Wo sind die Angebote für unsere Gäste, wo ist der Högl als Wandergebiet mit tollen Ausblicken, wo die hervoragenden Möglichkeiten für Pferde- und Naturliebhaber. Das Internet ist ein schnelles Medium, seit Wochen haben wir keinen Schnee und denkbar schlechte Schneeverhältnisse, aber wir umwerben auch im Internet den Skitouristen.

„Dreiviertel aller Gäste kommen zu uns, weil es hier so schön ist, weil sie sich erholen wollen und weil wir im Vergleich zu anderen Regionen im Winter so viele klare Sonnentage haben“ zitiert Christiane Fischer-Urlbauer eine Studie, die auf einem Workshop der BGLT von Prof Bausch von der Hochschule München vorgestellt wurde. Die Bettenkapazität geht zurück, weil viele Betriebe und Vermieter aufgrund der geringen Auslastung aufgeben müssen. Neue Konzepte für Piding bedeutet für die Grünen vor Ort vor allem das Angebot sichtbarer und die Besonderheiten Pidings erlebbar zu machen. Den Gästen zeigen, dass es in Piding genau das gibt, was sie suchen: eine schöne Landschaft und Erholung.

Das FOC Piding war 2008 das meistdiskutierte Wahlkampfthema, was haben wir, die Gemeinde Piding durch die Outlets gewonnen? Arbeitsplätze? Fehlanzeige, denn pro 1000m² Verkaufsfläche hat Piding die niedrigsten Werte in der ganzen Region. Zusätzliche Übernachtungen? Auch Fehlanzeige, denn der durchreisende „Schnäppchenjäger“ ist gar nicht unsere Zielgruppe.

2014, kurz vor der Wahl bringt der Gmeinderat wieder ein neues Projekt auf den Weg: ein Budgethotel. Was wird es Piding bringen? Wir wollen bestehende Strukturen stärken, wo werden die „Einnachtler“, die jetzt schon in Piding unterkommen in Zukunft übernachten? Mangelt es wirklich an Hotelkapazitäten im Sektor „Budget-Hotels“ und was hat Piding als Gemeinde langfristig davon?

Die Pidinger Grünen fordern fundiertes Zahlenmaterial und ein sachliche Analyse, um entscheiden zu können. Neue Angebote, wie das in der Umsetzung befindliche Projekt „Pidinger Bienenweg“, sind die Bausteine einer nachhaltigen Entwicklung im Tourismus. Milch und Honig, zwei hochwertige Lebensmittel, die eine intakte Natur- und Kulturlandschaft brauchen, sind in Piding zu Hause. Das Land wo Milch und Honig fließen, mit diesem Bild sollte es auch heute noch möglich sein für Qualität zu werben. Wenn das im Tourismus in enger Kooperation mit der Gemeinde Anger gelingen sollte, ist es den Grünen um die Entwicklung nicht bange.

Pressemitteilung Bündnis 90 Die Grünen

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