Auch Piding stemmt sich gegen Aichers Steinbruch

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Piding - Genauso klar wie in Bad Reichenhall wurde nun auch in Piding der geplante Steinbruch von Max Aicher abgelehnt. Welche Bedenken die Gemeinderäte dort plagen:

"Die B20 ist mit 32.000 Fahrzeugen derzeit schon überlastet. Wir befürchten dann nochmal einen weiteren Anstieg", so Bürgermeister Hannes Holzner im Gespräch mit BGLand24.de. Die Pläne von Bauunternehmer Max Aicher stießen schon tags zuvor in Bad Reichenhall auf Ablehnung, am Mittwoch sagte auch der Gemeinderat in Piding "Nein". 4,7 Millionen Kubikmeter Gestein will Aicher aus dem Poschberg zwischen Reichenhall und Schneizlreuth holen. Das Abbruchprojekt ist auf 50 Jahre angelegt. Im zweiten Schritt sollte an dieser Stelle dann ein Pumpspeicherkraftwerk entstehen.

"Natürlich sind wir in Piding nicht direkt an dem Raumordnungsverfahren der Regierung von Oberbayern beteiligt", so Holzner. Aber der Bürgermeister glaubt eben kaum, dass die Lkw-Fuhren zum Abtransport des Materials über Schneizlreuth erfolgen wird - sondern über die B20 bei Piding: "Die Auswirkungen auf den Tourismus oder die Luftqualität in Bad Reichenhall trifft uns nicht - der Verkehr aber schon." Einstimmig wurde in einer Stellungnahme das Projekt abgelehnt.

Ob die Regierung von Oberbayern die Einsprüche gegen die Pläne berücksichtigt, bleibt aber abzuwarten. "Auch nach dem Raumordnungsverfahren ist das Projekt damit ja noch nicht genehmigt", so Pidings Bürgermeister. Daran anschließend müsste schließlich erst noch das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden. Aber auch dann gelte: "Kommunen haben in solchen Fällen meistens weniger Einfluss als Einzelpersonen, wenn beispielsweise deren Eigentum betroffen ist", weiß Holzner.

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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