Grüne für den Wahlkampf aufgestellt

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Der neue Kreisvorstand v.l. Georg Linner, Elisabeth Barth, Elisabeth Hagenauer, Gisela Bechmann, Edwin Hertlein, Dr. Bernhard Zimmer, Michael Drummer

Piding - Der Grünen-Kreisverband startet in den Wahlkampf. Mit einem neu gewählten Vorstand aus alten und neuen Gesichtern wollen sie ihre Arbeit in Stimmen umsetzten.

„Wir sind gut aufgestellt und wollen die erfolgreiche Arbeit des Grünen-Kreisverbandes bei den kommenden Wahlen in Stimmen umsetzen“, so der alte und neue Kreisvorsitzende Dr. Bernhard Zimmer. Er und Gisela Bechmann aus Teisendorf wurden für die kommenden zwei Jahre an die Spitze der Kreis-Grünen gewählt. Neben der turnusgemäßen Neuwahl des Kreisvorstandes waren die bevorstehenden Landtags- und Bundestagswahlen Thema der Kreisversammlung auf der Neubichler Alm.

Über 2000 Kilometer zurückgelegt

In seinem Rechenschaftsbericht ging Bernhard Zimmer auf die vielfältigen Aktivitäten des Kreisverbandes ein. „Ich kann nicht alle unsere Veranstaltungen auflisten, aber dass ich allein im letzten Jahr über 2000 Kilometer in meiner Funktion als Kreissprecher im Landkreis unterwegs war, zeigt, dass wir sehr aktiv sind.“ Das zentrale Thema der letzten beiden Jahre sei die Energiewende gewesen. Hier hätten vor allem die Mandatsträger aktiv und konstruktiv am Klimaschutzkonzept des Landkreises mitgearbeitet. Auch der weiterhin ungehemmte Flächenverbrauch sei von den Kreis-Grünen immer wieder thematisiert worden. Als aktuelle Beispiele nannte Bernhard Zimmer das „Aventura“ in Neukirchen und die geplante Globus-Erweiterung in Freilassing.

Als großen Erfolg für die Grünen wertete der Kreisvorsitzende den Bürgerentscheid gegen die Ausweisung des Baugebietes „Kressenfeld“ in Berchtesgaden. „Auf Landesebene sind wir vor allem in den Bereichen Land- und Forstwirtschaft, Tierschutz und Verbraucherschutz sehr aktiv“, schloss Zimmer seinen Bericht. Da Elisabeth Barth als Kreiskassiererin erst seit kurzem im Amt ist, trug Bernhard Zimmer den Kassenbericht vor. Er bescheinigte dem Kreisverband solides Wirtschaften und eine gute Kassenlage. Allerdings werde die Kassenführung durch komplizierte Vorgaben und die Umstellung auf das SEPA-Verfahren immer schwieriger. Die Entlastung des Vorstands erfolgte einstimmig. Bei den anschließenden Neuwahlen wurde Dr. Bernhard Zimmer als Kreissprecher bestätigt.

Der neue Kreisvorstand

Für die ausscheidende Marie-Luise Thierauf rückte Gisela Bechmann aus Teisendorf als gleichberechtige Kreissprecherin nach. Kassiererin bleibt weiterhin Elisabeth Barth aus Piding. Ebenso wurde der Teisendorfer Edwin Hertlein als Schriftführer und Pressesprecher wiedergewählt. Zu Beisitzern wurden Elisabeth Hagenauer aus Freilassing, Michael Drummer aus Berchtesgaden und Georg Linner aus Laufen gewählt. Die kommenden Wahlen waren Thema im weiteren Verlauf der Versammlung. Dr. Bartl Wimmer erläuterte ausführlich die Wahlsysteme bei Landtags- und Bundestagswahlen und fasste als wichtigstes Unterscheidungsmerkmal zusammen: „Bei den Landtagswahlen haben beide Stimmen die gleiche Gewichtung, beim Bundestag entscheidet ausschließlich die Zweitstimme über den prozentualen Anteil der Parteien.“ Allerdings habe die Zweitstimme bei den Landtagswahlen auch eine wichtige Funktion, denn mit ihr könne man Kandidatin und den Kandidaten auf der von den Parteien erstellten Wahlkreisliste nach vorne häufeln.

Heimische Abgeordnete bei der Landtagswahl

Dass dieser Möglichkeit in der hiesigen Region große Bedeutung zukommt, erwies die anschließende, teilweise kontrovers geführte Diskussion, in der es darum ging, Gisela Sengl, die Direktkandidatin im Stimmkreis Traunstein, mit der Zweitstimme zu unterstützen. „Gisela Sengl hat einen aussichtsreichen Listenplatz und wenn wir zusammenhelfen, hat sie durchaus eine Chance, in den Landtag zu kommen“, meinte Georg Linner. Dem widersprach Edwin Hertlein: „Niemals haben wir eine Chance, gegen die „stimmgewaltigen“ Münchner Bezirke.“ Die große Mehrheit der Anwesenden plädierte aber doch dafür, Gisela Sengl in die Wahlwerbung des hiesigen Stimmbezirks, der ja auch Teile des östlichen Landkreises Traunstein umfasst, miteinzubeziehen. „Es würde uns natürlich freuen, wenn die Region nach Sepp Daxenberger wieder durch eine Abgeordnete im Landtag vertreten wäre“, fasste Bernhard Zimmer zusammen.

Zimmer wies dann noch auf die zahlreichen Veranstaltungen hin, bei denen sich die Kandidatinnen und Kandidaten mit ihren thematischen Schwerpunkten vorstellen werden. „Wir wollen im Wahlkampf Präsenz auf allen Ebenen zeigen und unser Profil ganz klar herausarbeiten“, schloss der alte und neue Kreisvorsitzende die Versammlung.

nh

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