Frist für Stellungnahmen verlängert

Viele Zweifel an Fotovoltaik-Großanlagen - und welche kommen noch?

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Petting - Drei große Fotovoltaik-Freiflächen sind südwestlich von Petting geplant - vor allem die Nachbarn haben viele Zweifel. Nun wurde die Frist, um Stellungnahmen abzugeben, nochmal verlängert. *Mit Voting*

Insgesamt wäre es eine Fläche von über 16 Fußballfeldern - drei Fotovoltaik-Freiflächen sind südwestlich von Petting geplant: zwischen Aich und Kraxenest, zwischen Schweighausen und Stötten und südlich von Altofing (siehe Karte unten). Rund sechs Megawatt sollen sie produzieren können. Die Pläne liegen nun zum zweiten Mal im Rathaus aus. Eigentlich hätte die Frist für Stellungnahmen zu den Fotovoltaikanlagen am Freitag geendet, nun gibt die Gemeinde Petting bekannt, dass die Frist bis 14. Februar verlängert wird. 

Vor allem die Nachbarn rebellieren

Bereits bei der ersten Auslegung ist eine Reihe von kritischen Stellungnahmen eingegangen, von Bürgern und Behörden. Eine Nachbarin aus Aich beispielsweise wäre "todunglücklich" über die Anlage, weil das "schöne Fleckchen Natur" verschwinden würde und sorgt sich über Schäden für die Gesundheit durch vermeintliche "Magnetfelder der Anlage"

Hier sollen die drei Anlagen entstehen: Zum Vergrößern oben rechts klicken.

In weiteren Stellungnahmen wurde der Verlust der hochwertigen landwirtschaftlichen Flächen oder auch die Beeinträchtigung der Lebensräume von Tieren bei Altofing beklagt. Außerdem wurde eine befristete Nutzung und eine Eingrünung der Anlagen angemahnt. Auch solle überprüft werden, inwieweit sich die Anlage auf einen denkmalgeschützten Bauernhof in Aich auswirkt. 

Auch Gutachten zur möglichen Blendung liegt aus

Die Pläne gingen zuletzt Anfang Oktober 2017 durch den Gemeinderat: Nur bei der Anlage Aich gab es keine Gegenstimmen, bei Altofing und Schweighausen stimmten einige wenige Gemeinderäte dagegen. Im Rathaus liegen nun nicht nur die Pläne für die Fotovoltaikanlagen aus, sondern auch Gutachten zur zu erwartenden Blendung in Schweighausen und Aich, als auch zum Artenschutz. 

In Schweighausen kam man den Nachbarn mit einer geplanten "maximalen Eingrünung" schon entgegen, auch in Altofing, mit einer kleineren Fläche. Wenn die Stellungnahmen nach der zweiten Auslegung ausgewertet sind, kommt das Thema wieder in den Pettinger Gemeinderat. 

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xe

Quelle: chiemgau24.de

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