Funklöcher bleiben

Warum Petting und Anger neue Mobilfunkmasten ablehnen

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Petting/Anger - Jeweils ein "Nein" setzte es von den Gemeinderäten am Donnerstag zu neuen Mobilfunkmasten - die Hintergründe sind in Petting und Anger aber unterschiedlich. 

In Petting war es Vodafone, die bei der Gemeinde konkret anfragten: Kann und will die Gemeinde eines ihrer Dächer für einen Mobilfunkmasten zur Verfügung stellen? Am Donnerstag entschied sich der Gemeinderat einstimmig dagegen.

Petting: Gemeinderat folgt kritischen Bürgern

Am ehesten wäre das Dach des Schlauchturms der Feuerwehr in Frage gekommen, auch weil sich in der direkten Umgebung keine Wohnhäuser befinden - denn genau hier liegt das Problem: "Der Gemeinderat ist den Bürgern verpflichtet und weil bei den Bürgern die Skepsis überwiegt und ein Mobilfunkmasten nicht gewollt ist, hat man sich danach gerichtet", so Geschäftsleiter Reinhard Melz im Gespräch mit der Redaktion. 

Vodafone muss seine Suche in Petting nun bei Privatleuten fortsetzen, die Gemeindedächer stehen nicht mehr zur Verfügung. Genau mit Hinblick darauf meinte 2. Bürgermeister Prechtl in einer vergangenen Sitzung noch: "Ein Privater wird angefeindet, wir sind immerhin 15." 250 Euro pro Monat hätte die Gemeinde bekommen, hätte sie dem Mobilfunkanbieter ein Dach zur Verfügung gestellt.

Anger: 25-Meter-Masten fällt zu sehr auf

Der rot markierte Funkturm-Standort an der A8 wurde vom Angerer Gemeinderat abgelehnt.

Ein weiterer Mobilfunkmasten wurde am Donnerstag auch vom Angerer Gemeinderat abgelehnt. Vier Räte stimmten zu, die anderen zwölf dagegen. Die "Deutsche Funkturm GmbH" wollte einen Funkmasten direkt neben die Autobahn westlich von Anger bauen. "Für viele war die exponierte Lage des Standortes ein Problem. Der Funkmasten wäre schließlich 25 Meter hoch", so Geschäftsleiter Albert Mauerer gegenüber der Redaktion.

Das Unternehmen solle nun einen anderen Platz vorschlagen, dann könne mit der Gemeinde nochmal verhandelt werden. Außerdem interessant: Das Unternehmen hat vor allem im Stau stehende Autofahrer im Blick, um sie mit einem guten Empfang zu versorgen, wenn der Verkehr auf der A8 steht. Deshalb wird ein Platz möglichst nah an der Autobahn gesucht. 

xe

Quelle: chiemgau24.de

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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