Hochwasserschutz

Mühlstätter Graben: Gibt es eine Lösung?

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Diskutierten eine neue Lösungsmöglichkeit im Grund- und Hochwasserschutz für Perach/Heidenpoint: v.l.n.r.: Johann Waldhutter, Stefan Eberl, Dietrich Nowak, Friedrich Eckenroth, Michael Breu, Martin Öttl, Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml und Ludwig Braun

Ainring - Die Überparteiliche Wählergruppe (ÜPW) hat den Mühlstätter Graben besichtigt. In Sachen Hochwasser sei hier Entspannung in Sicht.

Die Grund- und Hochwasserprobleme in Perach und Heidenpoint sind nicht nur den Betroffenen hinlänglich bekannt. In der Vergangenheit haben sich eine Initiative aus betroffenen Bürgern und ÜPW Ainring für eine Verbesserung oder Lösung der Probleme stark gemacht. Obwohl immer wieder behauptet wurde, es gäbe keine Lösung, ist nun doch eine Entspannung in Sicht.

Es sind zwei Gräben, welche den Perachern und Heidenpointnern das Leben schwer machen: der Sonnwiesgraben und der Mühlstätter Graben. Gemeinsam haben Bürgerinitiative und ÜPW Ainring Lösungsansätze für den Sonnwiesgraben entwickelt, welche nun größtenteils vom Gemeinderat beschlossen wurden. „Beim Sonnwiesgraben sind wir auf einem guten Weg, Verbesserungen herbeizuführen, nun wollen wir uns dem Mühlstätter Graben zuwenden", so ÜPW-Vorsitzender Dietrich Nowak.

Aus diesem Grund besichtigte die ÜPW nun den Unterlauf des Mühlstätter Grabens ab Ainring. Bei Starkregen tritt das Wasser des Mühlstätter Grabens zwischen Mitterfelden und Heidenpoint regelmäßig über die Ufer, fließt zum Teil in den Sonnwiesgraben und verschärft dort die Situation. Der andere Teil gelangt in eine viel zu kleine und ungünstig positionierte Sickergrube bei Heidenpoint (Demei-Grube) und wird dann über einen viel zu kleinen Durchlass durch die B304 in Richtung freies Feld zwischen Perach und Schaiding abgeleitet. Dort versickert der Bachlauf schließlich. Große „Seen" und überstaute Felder vor Heidenpoint sind die Ursache für eine verschärfte Grundwassersituation.

Beim Lokalaugenschein mit der Peracher Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml wurden die „Überparteilichen" zunächst von Fraktionssprecher Martin Strobl über den derzeitigen Stand der Planungen informiert. Demnach hat die Gemeinde Ainring zwischen Mitterfelden und Heidenpoint („Erdbeerfeld") eine große Fläche erwerben können, um dort für den Hochwasserfall eine Sickermöglichkeit zu schaffen. „Der Gemeinderat hat beschlossen eines Sachverständigen damit zu beauftragen, die Fläche dahingehend zu untersuchen, ob eine Versickerung an dieser Stelle negative Auswirkungen auf den ohnehin schon gefährdeten Grundwasserspiegel hat", so Strobl.

In den vergangenen Wochen entstand bei der ÜPW Ainring nun eine Idee, wie man den Mühlstätter Graben nachhaltig entschärfen könnte. Die Kandidatinnen und Kandidaten diskutierten mit den Gemeinderäten vor Ort diese Möglichkeit und kamen zum Entschluss, dass diese Option weiterverfolgt und geprüft werden sollte.

„Die Intitiative des Bürgermeisters auf Schaffung eines großen Staubauwerkes im Bereich Mühlstatt oberhalb von Ainring sind vom Wasserwirtschaftsamt bzw. den zuständigen Behörden derzeit auf Eis gelegt worden. Grundsätzlich handelt es sich ja beim Mühlstätter Graben um einen ausgebauten Wildbach, der im Gewässerunterhalt des Wasserwirtschaftsamtes steht. Nachdem im Oberlauf leider nichts vorwärts geht, müssen wir eine intelligente Lösung für den Unterlauf finden. Unser Ziel muss sein, so wenig Wasser wie möglich nach Perach und Heidenpoint zu bringen.", so Fraktionssprecher Martin Strobl.

Michaela Kaml bekräftigte dies und schilderte aus eigener Erfahrung die teilweise dramatischen Szenen, die sich in Perach abspielen, wenn es wieder zu überfluteten Kellern kommt.

Die Gemeinderäte wurden gebeten, im Sinne aller Betroffenen das Thema in der nächsten Sitzung des Gemeinderates anzusprechen und entsprechende Anträge zu stellen. „Der ÜPW geht es um einen schnellst- und bestmöglichen Schutz der Peracher und Heidenpointner Bevölkerung vor Grund- und Hochwasser, ohne dass andere Bürger oder Ortsteile negativ beeinträchtigt werden.", so Nowak in seinem Schlusswort.

Pressemitteilung Überparteiliche Wählergruppe Ainring

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