Überparteiliche Wählergruppe (ÜPW) Ainring diskutierte Ergebnisse einer Ortsbesichtigung mit Betroffenen

Hoch- und Grundwasser: Verbesserungen sind möglich

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ÜPW-Vorsitzender Dietrich Nowak leitete die Diskussionsveranstaltung im Gasthaus Gumping in Feldkirchen zum Thema der Hochwasser- und Grundwasserproblematik in Heidenpoint/Perach.

Feldkirchen - Ist eine Lösung des Hoch- und Grundwasserproblems in Perach/Heidenpoint möglich? Diese Frage brannte den Bewohnern bei einer Diskussionsveranstaltung auf den Nägeln.

Es war eine stattliche Anzahl von Besucherinnen und Besuchern, die sich im Gasthaus Gumping in Feldkirchen zur Diskussionsveranstaltung mit dem Thema „Ist eine Lösung des Hoch- und Grundwasserproblems in Perach / Heidenpoint möglich?“ einfanden. Nicht nur die Anzahl der Gäste, sondern auch die intensive Diskussion zeigte, dass den Perachern und Heidenpointnern das Thema weiterhin auf den Nägeln brennt.

Der ÜPW-Vorsitzende Dietrich Nowak begrüßte die Besucher und verwies darauf, dass die ÜPW gemeinsam mit der Bürgerinitiative aus Perach den Sonnwiesgraben am 12. Oktober besichtigte. Dabei entstanden im Dialog viele gemeinsame Lösungsansätze und Ideen, welche nun diskutiert werden sollten. Nowak verdeutlichte, dass die ÜPW zunächst die Probleme am Sonnwiesgraben thematisieren will, um dann in einem nächsten Schritt die Hochwasserthematik am Mühlstätter Graben anzugehen.

„Die ÜPW Ainring setzt sich seit vielen Jahren für eine Lösung des Hochwasser- bzw. Grundwasserproblems in Perach / Heidenpoint ein. Wie sich beim Starkregenereignis Anfang Juni diesen Jahres zeigte, haben die Maßnahmen der vergangenen Jahre noch nicht die gewünschte Wirkung gezeigt. Wir brauchen konkrete Maßnahmen, die auch schnell umsetzbar sind – einfache Lösungen, die eine Entlastung versprechen! Es muss möglich sein, auch einmal etwas auszuprobieren.“, so ÜPW-Vorsitzender Nowak.

Fraktionssprecher Martin Strobl veranschaulichte anhand von Bildern den Teilnehmern die „Brennpunkte“ am Sonnwiesgraben. Gleich auf den ersten Metern seines Bachlaufes entlang des Ainringer Moores lassen sich zahlreiche Drainagen feststellen, welche die angrenzenden Felder und Wiesen entwässern. Bei Starkregenereignissen bereiten diese Wassermengen, welche zum ohnehin schon großen Einzugsgebiet des Baches (Entwässerung großer Teile des Högls) noch hinzukommen, große Probleme.

Die Entwässerung des neuen Radweges nach Thundorf und das geplante Bauvorhaben am Campingplatz beim „Berger Bad“ mit einer großflächigen Entwässerung werden das Problem nicht erleichtern.

Auch an anderen Stellen am Sonnwiesgraben können punktuell noch kleine Verbesserungen mit großer Wirkung herbeigeführt werden. In der Diskussion zeichneten sich verschiedene Lösungen ab, welche kostengünstig zu realisieren sind, keine großen Antragsverfahren benötigen und schnell umgesetzt werden können. Es handelt sich dabei um Vorhaben, welche die Gemeinde in Absprache mit Ainringer Grundeigentümern selbst umsetzen kann. Erste Gespräche mit einem Grundbesitzer verliefen bereits positiv.

Die ÜPW-Fraktion wurde von allen Teilnehmern gebeten, in der nächsten Gemeinderatssitzung diesbezüglich konkrete Anträge zu stellen. „Die ÜPW ist bereit die Gemeindeverwaltung zu unterstützen. Wir können und wollen die Basis für eine sachgerechte Problemlösung legen. Die Vorgespräche verlaufen sehr positiv, nach Antragstellung ist die Gemeinde am Zug.“, so Martin Strobl.

„Seit Juni sind keine konkreten Schritte mehr erkennbar. Es gab wieder viel Schriftverkehr mit Behörden und anderen Stellen, konkrete Hilfe für die Betroffenen gibt es aber nicht. Die ÜPW möchte nicht, dass das Thema wieder einschläft und man beim nächsten Starkregenereignis vor den gleichen Problemen steht. Deshalb fordern wir nun Taten und nicht wieder nur Worte, die wenig bringen.“, ergänzte ÜPW-Vorsitzender Dietrich Nowak.

Eine Feststellung nach Ende der Diskussion war, dass man sich im Falle des Sonnwiesgrabens nicht auf die Stadt Freilassing als Unterlieger verlassen kann und darf. Das zeigt der Umstand, dass zum wiederholten Male im Hochwasserfall der Sonnwiesgraben von der Stadt abgesperrt wurde. Somit muss die Gemeinde Ainring eine Lösung finden, das anfallende Wasser soweit wie möglich am Oberlauf zurückzuhalten, um es dann zeitlich verzögert und dosiert abzugeben. Das wird, so die Meinung aller Anwesenden, zumindest eine Entlastung für Perach und Heidenpoint bringen.

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