Jugendrotkreuz-Gruppe Palling

Jugendliche Begeisterung für das Rote Kreuz

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Die Jugendrotkreuz (JRK)-Gruppe Palling übt Erste Hilfe: Unter Anleitung der Gruppenleiter Andi Obermaier (fünfter von links) und Berni Langreiter (vierter von rechts) lernen die Jugendlichen die Wiederbelebung. Immer wieder beweist das JRK Palling sein Können bei JRK-Wettbewerben.

Palling - Das Bayerische Rote Kreuz findet auch jugendliche Anhänger. Die Jugendrotkreuz-Gruppe übt fleißig und begeistert so die Kinder und Heranwachsenden:

Gebannt blicken die Jugendlichen auf die Leinwand – ein Film erzählt die Geschichte des Roten Kreuzes. Eng sitzen die Buben und Mädchen des Jugendrotkreuzes (JRK) Palling in ihren blauen T-Shirts auf Matratzen und Sitzsäcken nebeneinander. Zwei Mal im Monat treffen sie sich in ihrem Jugendraum mitten im Ort und lernen mit Begeisterung theoretische und praktische Dinge rund ums Rote Kreuz. Wie gut sie ihr Wissen beherrschen zeigt die Pallinger JRK-Gruppe immer wieder bei Wettbewerben – vor knapp zwei Jahren sogar auf Landesebene.

Als der Film endet reiben sich die Jugendlichen die Augen. Gruppenleiter Andi Obermaier beginnt mit seiner Fragerunde: „Was hat Henry Dunant für das Rote Kreuz gemacht?“ Viele Finger schnellen in die Höhe und Alina erzählt die Geschichte des Rotkreuz-Gründers. Bei den vielen Jahreszahlen helfen sich die Jugendrotkreuzler gegenseitig: Wann war die Schlacht von Solferino, wann wurde welche Genfer Konvention unterzeichnet? Wann schrieb Dunant sein Buch über die Erinnerungen an die grausame Schlacht? Wenig später demonstriert ein lustiger Zeichentrickfilm die sieben Grundsätze des Roten Kreuzes. „Das ist alles Basiswissen“, erklärt Andi Obermaier, der selbst mit 12 Jahren JRK-Mitglied wurde und sich Jahre später zusammen mit Berni Langreiter dazu entschloss, die Jugendarbeit für das Rote Kreuz in Palling weiterzuführen. Anfangs waren es gerade mal vier bis fünf Jugendliche, aber bald wurden es immer mehr – heute sind es16 Jugendliche zwischen 10 und 15 Jahren, die sich zur Gruppenstunde treffen. Die beiden JRK-Gruppenleiter bringen ihren Schützlingen vieles bei, was diese immer wieder unter Beweis stellen. Oft stand die Pallinger JRK-Gruppe auf dem Siegertreppchen bei Jugendrotkreuz-Wettbewerben. So war sie in den beiden letzten Jahren die beste beim JRK-Kreiswettbewerb in ihrer Altersgruppe, schaffte 2012 sogar den Sprung über den Bezirks- in den Landeswettbewerb, wo sie einen beachtlichen 10. Platz belegte. Letztes Jahr reichte es ebenfalls zu einem Wanderpokal auf Bezirksebene. „Aber die Wettbewerbe sind nicht unser einziges Jahresziel,“ erklärt Andi Obermaier, „denn wir wollen allen Mitgliedern der Gruppe vor allem Selbstvertrauen mitgeben und sie für den Rotkreuz-Gedanken begeistern.“

Stabile Seitenlage und Wiederbelebung

Schließlich wird die Theorie in der Gruppenstunde von der Erste-Hilfe-Praxis abgelöst: Zunächst üben die Jugendrotkreuzler in verschiedenen Gruppen die stabile Seitenlage. Gruppenleiter Berni Langreiter, der seine Zivildienstzeit im BRK-Rettungsdienst verbracht hatte, beobachtet die Handgriffe genau und gibt immer wieder Tipps. Danach wird eine Puppe auf den Boden gelegt und die Jugendlichen knien neben ihr. Jeder übt jetzt die Wiederbelebung: Beatmen und Herzdruckmassage - spielerisch helfen sich die Jugendlichen dabei gegenseitig. Veronika und Julian Sommer sind bereits seit knapp drei Jahren feste Mitglieder der Pallinger JRK-Gruppe. Die ältere Schwester folgte ihrem Bruder, der nach einem Erste Hilfe Kurs in der Schule völlig begeistert war und schließlich mit Hilfe seiner Mutter auf die JRK-Gruppe stieß. Die 15-jährige Veronika gehört zu den Ältesten der Gruppe und hat inzwischen viel Rotkreuz-Wissen gelernt. Auch jetzt, bei der Wiederbelebung und Beatmung, hilft sie den Jüngeren. „Ab und zu üben mein Bruder und ich auch zu Hause das Verbinden und die Wiederbelebung.“ Beide freuen sich auf jede Gruppenstunde und Veronika plant demnächst die Sanitätsausbildung beim Roten Kreuz zu machen, um später als BRK-Bereitschaftsmitglied die Sanitätsdienste unterstützen zu können. Angst vor Blut oder einem Ernstfall kennt sie nicht. „Ich durfte schon öfters Sanitäter begleiten und hab schon Unfälle, wie etwa beim Judo, gesehen. Wir lernen ja wie man reagieren muss.

Pressemitteilung BRK Traunstein / cs

Quelle: chiemgau24.de

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