Oskar und sein Octokopter

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Ainring - Bei den Ostertagen des Fortbildungsinstitutes der Bayerischen Polizei in Ainring durfte Sprengstoffsuchhund Oskar sein Können vorführen - unterstützt vom Octokopter.

Die 100 Teilnehmer der 9. Ainringer Ostertage haben sich an einer Wiese neben dem Haus der Kultur versammelt. Mittendrin steht Christoph Görgen von der Schule für Diensthundewesen der Bundeswehr. Er hat eine Fernsteuerung in der Hand, vor ihm auf dem Boden steht ein Octokopter. Das Fluggerät soll Sprengstoffsuchhund Oskar über die Wiese führen ohne dass sein Herrchen ihn begleitet.

"Es geht darum, Soldaten und Polizeibeamte im Einsatz zu schützen, wenn es um die Detektion von Sprengfallen mit Hunde geht. Da zählt jeder Meter Abstand", erklärt Görgen die Idee dahinter. "Wir haben sehr früh begonnen, junge Hunden in der Prägungsphase auf das Fluggerät einzustellen. Für sie bedeutet das Fluggerät Futtergabe." Der Octokopter gibt nämlich alle paar Meter ein Leckerli ab. So folgt der Hund dem Fluggerät und wartet nicht auf sein Herrchen.

Bis zu 300 Meter soll das Führen des Hundes mit dem Octokopter möglich sein. "Wir haben 2008 mit dem Projekt begonnen und es im Dezember 2010 beendet. Im Einsatz ist es noch nicht. Das entscheidet der Bedarfsträger, wo er sich diese Einsatzform vorstellen kann", so Görgen. Das Gerät könnte beispielsweise in Afghanistan zum Einsatz kommen, wo Soldaten täglich der Gefahr von Sprengfallen ausgesetzt sind.

Auch bei der Polizei sind Diensthunde mittlerweile ein unverzichtbares Hilfsmittel. Der Erfahrungsaustausch habe aber gefehlt, weiß Johann Peter Holzner, der Leiter des Fortbildungsinstitutes der Bayerischen Polizei in Ainring. "Deshalb haben wir die 9. Ainringer Ostertage unter das Motto 'Diensthunde als Einsatzmittel' gestellt und haben Erfolg damit." Die 100 Teilnehmer aus 14 Ländern tauschten sich an drei Tagen über ihre Erfahrungen aus und konnten voneinander lernen.

Christine Zigon

Rubriklistenbild: © cz

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