Wird Todeskreuzung jetzt endlich entschärft?

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Tyrlaching/Oberbuch - Die Oberbucher Kreuzung forderte in den letzten drei Jahren bereits zwei Menschenleben. Aber nach dem tödlichen Unfall vom Samstag, soll nun endlich etwas geschehen.

Nach dem tödlichen Unfall von Viktoria W. am Samstag steht fest, dass an der Oberbucher Kreuzung etwas geschehen muss. Zu viele Marterl stehen schon an der Strecke zwischen Oberbuch und Hennthal. Allein in den letzten drei Jahren verloren zwei junge Menschen an dieser Stelle ihr Leben. Zwei weitere Marterl stehen daneben. Die Schrift ist schon bereits so verblasst, dass die Namen nicht mehr zu entziffern sind.

"Die Kreuzung ist schon seit Jahren als Unfallhäufungsstelle bekannt", sagt Friedrich Kübler von der Polizeiinspektion Burghausen. "Insgesamt 14 Unfälle mit Personenschäden ereigneten sich in den letzten zehn Jahren an der Oberbucher Kreuzung. Dabei wurden elf Personen schwer und über 20 leicht verletzt."

Ein Grund für die vielen Unfälle ist die Verkehrsinsel an der Kreuzung. Diese wurde vor einigen Jahren errichtet, um die Oberbucher Kreuzung zu entschärfen. Die bauliche Maßnahme brachte aber nicht den gewünschten Erfolg. "Viele Verkehrsteilnehmer fahren nicht wie beabsichtigt rechts, sondern links an der Insel vorbei. Und das kann sehr gefährlich sein. Zwar gab es in den letzten zwei Jahren keine Unfälle mehr an dieser Stelle. Aber der tödliche Verkehrsunfall vom Samstag zeigt deutlich, dass die Kreuzung nach wie vor sehr gefährlich ist," so Kübler.

Daher soll nun ein Kreisverkehr die Unfallstelle entschärfen. "Erfahrungsgemäß verringert sich zwar dadurch nicht die Anzahl der Unfälle, aber ihre Schwere. Meist kommt es in Kreisverkehren nur zu Blechschäden."

Viktoria W., die 20-jährige Einzelhandelskauffrau aus Kirchweidach, war am Samstag gegen 2.20 Uhr an der Oberbucher Kreuzung von der Fahrbahn abgekommen. Sie prallte mit ihrem Ford Fiesta gegen einen Baum und wurde dadurch im Fahrzeug eingeklemmt. Aufgrund ihrer schweren Verletzungen verstarb sie noch an der Unfallstelle. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist bislang noch unklar. "Der Staatsanwalt hat sich noch nicht entschieden, ob die Verstorbene obduziert werden soll," so Kübler.

Traurige Parallelen - Bilder vom Unglücksort

Viktoria war nicht die Erste, die an der gefährlichen Stelle gestorben ist: Nur wenige Meter neben dem Ort des Unfalls vom Samstag erinnert ein Marterl an Christoph G.: Wie Viktoria war er Mitglied der Jugendfeuerwehr Tyrlaching, als er vor drei Jahren verunglückte. Auch Christoph wurde von seinen Kameraden aus dem Auto geholt, auch für ihn kam jede Hilfe zu spät.

Der geplante Umbau könnte aber die Leben von Anderen retten.

Quelle: innsalzach24.de

Rubriklistenbild: © fib/Eß

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