Ringen um neuen Bebauungsplan

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Knackpunkt im neuen Bebauungsplan „Mitterfelden Südost", Teilfläche A: Eine Zustimmung des Bauausschusses zum Bauleitverfahren hängt nunmehr von einem Bauwerber ab. Das unentschiedene Abstimmungsergebnis verdeutlichte, dass im Gremium nach ausgiebigen Beratungen unterschiedlich beurteilt wurde. Im Bild das jetzige Gebäude (früher Kino, zuletzt Drogerie-Filiale von Schlecker) mit dem Zwischenbau an der Salzburger Straße. An dieser Stelle soll ein Mehrfamilienhaus mit Tiefgarage entstehen. Links das Wohnhaus des östlichen Nachbarn.

Mitterfelden - Schon länger steht zur Diskussion, ein neues Mehrfamilienhaus an der Stelle des ehemalige Schleckergebäudes zu bauen. Jetzt tagte der Bauausschuss:

Eine längere Beratung mit Pattergebnis bei der Abstimmung erforderte gleich der erste Tagesordnungspunkt in der Sitzung des Bauausschusses:

Top-Thematik war ein erforderlicher Bebauungsplan-Aufstellungsbeschluss für das Mitterfeldener Wohnquartier zwischen Bahnlinie im Osten. Kirchenwegstraße im Westen und der Salzburger Straße im Norden sowie der Bahnunterführung im Süden.

Auslöser des möglichen Bauleitplanverfahrens für die sogenannte „Teilfläche A" im Bereich ehemaliges Schleckergebäude an der Salzburger Straße 17 ist an dieser Stelle der geplante Bau eines Mehrfamilienhauses mit Tiefgarage. Eine entsprechende Bauvoranfrage hatte der Bauausschuss im Oktober des Vorjahres bereits abgesegnet.

Vermutlich werden diese Genossenschaftswohnungen entlang der Bahnlinie in den nächsten Jahren durch Neubauten ersetzt. Die Häuserzeile wurde in das Quartier im Rahmen der Neuaufstellung des neuen Bebauungsplanes Mitterfelden aufgenommen.

Der für die Planung beauftragte Architekt Flori Magg stand dem Gremium für Informationen und auf Nachfrage für entsprechende Auskünfte zur Verfügung. Von ihm konnte somit auch der als Zuhörer anwesende östlich angrenzende Grundstücksnachbar von den geplanten Baumaßnahmen gleich aus erster Hand die angedachte Planung erfahren. Dies vor allem auch unter dem Aspekt einer bereits durchgeführten Vorprüfung durch das Kreisbauamt mit dem Hinweis einer notwendigen Änderung des Bebauungsplanes.

Nachdem dies aber bereits die 104. Änderung des Bebauungsplanes Mitterfelden bedeuten würde, und insbesondere bereits Bedürfnisse im Bereich der südlich anschließenden, in die Jahre gekommenen Geschosswohnungsbebauung angemeldet wurden, bot sich an, die ohnehin geplante Neuaufstellung des gesamten Bebauungsplanes Mitterfelden speziell für das oben bezeichnete Wohnquartier komplett neu aufzustellen.

Auf Anraten von Bürgermeister Hans Eschlberger soll dieser künftige Bebauungsplan als „Mitterfelden Südost" bezeichnet werden. „Um im konkreten Bauwunsch für die Salzburger Straße 17 schneller voranzukommen, könnte für den entsprechenden Bereich eine Teilfläche A gesondert und vorgezogen dem Bauleitplanverfahren unterzogen werden, jedoch ohne den Gesamtüberblick über die Entwicklung in diesem Quartier zu verlieren", erläuterte der Bürgermeister.

„Entsprechende Vorgespräche zwischen unserem Planungsbüro, dem Kreisbauamt und der Bauamtsverwaltung sind hier im Rathaus intensiv geführt worden", so Architekt Flori Magg. Grundsätzlich bestehe Einigkeit darin, dass entlang der Salzburger Straße eine dreigeschossige Bebauung städtebaulich passen würde. Für das Grundstück Salzburger Straße 17 sei die Bauabsicht genau bekannt, der Bebauungsplan könne also demnach exakt auf diese Planung abgestimmt werden. Freilich, Überlegungen, ob auch der östlich angrenzende Grundstückseigentümer bauliche Maßnahmen am dortigen Doppelhaus ergreift, blieb offen, die Chancen zum Aufstocken stünden jedenfalls nicht schlecht. Da städtebaulich längerfristig geplant werden muss, soll auch für diese Parzellen eine großzügige städtebauliche Lösung mit Entwicklungspotential ermöglicht werden. Dies ist in dem vorliegenden Planungsentwurf, der von Flori Magg im Detail erläutert wurde, erkennbar.

In der folgenden Beratung kam es unter allen Ausschussmitgliedern zu Diskussionen hinsichtlich des Zwischenbaus beim jetzigen Abrissgebäude. Einige Räte rieten, dem Planungsentwurf anders zu gestalten. Grundsätzlich erklärte sich jedoch der Bauausschuss bereit, die Neuaufstellung des Bebauungsplanes Mitterfelden Süd-Ost in mehreren Teilabschnitten durchzuführen. Der Entwurf Teilabschnitt A umfasst das Areal der Salzburger Straße 17 (Auer/Scharl) sowie die anschließenden Doppelhäuser.

Die Meinung von Planungsbüro und einem Teil der Mandatare gingen nicht konform, was die 3:3-Abstimmung verdeutlichte, denn mit dem Pattergebnis war die Planung in der vorliegenden Form abgelehnt.

In einem zweiten - und diesmal einstimmigen Beschluss - soll nunmehr versucht werden, auf Bauwerber Scharl einzuwirken, dass dieser auf die Planung des Zwischenbaus zwischen den Anwesen Salzburger Straße 17 und dem östlichen Nachbarn verzichtet. Protokollarisch wurde festgehalten: „Wenn der Bauwerber diesem Verzicht zustimmt, erklärt der Bauausschuss seine Zustimmung zu dem Bauleitverfahren."

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