LUDWIG W. MÜLLER: „Geehrt und gefedert“

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Laufen - In Seekirchen am Wallersee soll ein neues Krebs-Nachsorge-Zentrum für Kinder entstehen. Ein Grund für den Lions Club Salzach Oberndorf-Laufen und den Kabarettisten Ludwig W. Müller zu helfen.

Ludwig W. Müller, seit einigen Jahren glücklich verheirateter Wahlmünchner, ist praktisch auf allen wichtigen Kabarettbühnen des deutschen Sprachraums unterwegs. Von der Lach-und Schießgesellschaft bis zum Unterhaus in Mainz hat der sprachwitzige Österreicher auch in Deutschland Zuseher und Kritiker zum Lachen und Weinen gebracht. Vom Passauer Scharfrichterbeil bis zum Salzburger Stier wurde er mittlerweile mit allen nötigen und unnötigen Ehrungen und Auszeichnungen überhäuft.

Aus zahlreichen seiner Erfolgsprogramme kramt der Gastronomiepoet und oftmaliger Gast an Otti Fischer’s Stammtisch nun längst vergessen Geglaubtes hervor, rezitiert, improvisiert, verdreht, verballhornt, zerlegt und setzt wieder neu zusammen, nimmt unseren Sprachschatz aus wie ein Grillhendl, um ihn wieder neu zu befüllen, mit oft kurz zuvor auf Servietten und Bierdeckel gekritzelten Kreationen. Dialekt und Fremdsprachenimitationen haben es ihm ebenso angetan, wie die abstrusesten Kreuz-, Quer- und Schüttelreime.

Aber nicht nur aus alten Truhen wird hier hervorgezaubert (Müller ist schließlich Alttruhist!), das Repertoire ist u.a. um den erstmaligen Auftritt des Pinsdorfer Tourismusverbandschefs oder etwa den Überblick über den Variantenreichtum des Flatus Austriacus (sprich: Schas mit Quasteln) angereichert. Ludwig Müller’s kabarettistisches Potpourri ist ein Muss für all jene, die angesichts der derzeitigen Scherzüberflutung vom Comedyfliessband noch immer nicht das Lachen verlernt haben.

Davon ist auch Laufens Bürgermeister Hans Feil überzeugt. Er ist Mitglied im Lions Club und freut sich schon sehr auf die Veranstaltung am 18. Juni um 20 Uhr in der Laufener Salzachhalle. "Wer Ludwig Müller kennt, weiß, dass er sich insbesondere auch auf Schüttelreime sehr sehr gut versteht, wo man also wirklich die Bauchmuskeln sehr sehr strapaziert bekommt."

Ludwig W. Müller tritt bereits zum dritten Mal für den Lions Club auf: "Ich habe natürlich zugesagt, denn dem österreichisch-bayerischen Lions Club in Laufen bzw. Oberndorf bin ich schon lange freundschaftlich und künstlerisch verbunden. Das Publikum hat sich bislang nach jedem Mal verdoppelt. Und natürlich profitiert auch der Künstler von solchen Auftritten ausserhalb der typischen Kabarettbühnen. Ich kann hier auch mal was Neues ausprobieren oder einen hübschen, fast vergessenen Oldie bringen. Und genau das wird auch der Abend am Freitag in Laufen sein: ein Quer durch und Best of, wie immer man will. Ein bunter Abend, der vor allem eines bringen soll: pointenreiche Unterhaltung für ein Kulturpublikum, das meinen Wortwitz schätzt."

Zu schätzen weiß der Kabarettist das Engagement des Clubs: "Eine ernste Sache ist ja schon das Projekt Sonneninsel selbst. Und zwar eine wirklich ganz großartige. Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, dann ist das für die Eltern ein kaum vorstellbarer Schicksalschlag. Jetzt, wo ich selbst Vater bin, kann ich das noch viel besser nachfühlen. Das jetzt für die Betroffenen ein echtes Nachsorge- und Erholungszentrum geschaffen wird, ist ein Projekt, das viele andere Projekte von sogenannten Round-Tables und Charity-Gesellschaften in den Schatten stellt."

red-bgl24/cz

Rubriklistenbild: © Müller

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