Lilamarie: Sachen, die man sonst nicht findet

Salzburg - "Kreativ waren wir beide schon immer", geben Lisi Vogt und Marie-Christine Bauer zu. An Silvester 2009 ist dann aber eine ganz besondere Idee geboren...

"Wir haben alles genäht, was man zuhause so brauchen kann", lacht Marie-Christine. Die 28-Jährige ist eigentlich Kindergärtnerin. Nähen hat ihr schon immer Spaß gemacht. Vor zweieinhalb Jahren hat sie dann Lisi Vogt kennengelernt. Die zwei haben sofort ihre gemeinsame Leidenschaft entdeckt.

An Silvester 2009 war es dann soweit. "Wir haben beschlossen, es zu versuchen, unsere selbstgeschneiderten Sachen an den Mann bzw. die Frau zu bringen", erzählen die beiden von ihrer Firmengründung.

Seit ein paar Monaten gibt es jetzt "Lilamarie". "Wir schneidern, nähen und sticken Unikate", erklärt Lisi ihre Arbeit. Von Dirndltaschen über Babysachen bis zu Hundehalsbänder bieten "Lilamarie" alles an. "Die Sachen entstehen aus alten Stoffen von Omas Dachboden und neuen Stoffen, die Mischung macht es."

Das sehen auch die Kunden so. Im August waren Lisi und Marie-Christine das erste Mal auf einem Markt, dem Kunsthandwerksmarkt an der Salzach in Salzburg. "Die Resonanz ist gut", freut sich die 30-jährige Lisi. Die Kinderkrankenschwester ist mehr als zufrieden mit ihrem zweiten Standbein. "Die Kunden betonen immer, dass es Sachen sind, die man sonst nirgends findet."

Lilamarie - nur Unikate

"Für uns haben vor allem die Taschen eine Geschichte", strahlt Marie-Christine. "Wenn wir wissen, wo der Stoff herkommt, ist das schon was besonderes." Der Renner sind aber nicht nur die Dirndltaschen. Vor allem die Hundehalsbänder haben es den Kunden angetan. "Die sind zum Teil trachtig bestickt", zeigt Lisi ein Beispiel. "Das haben nur wir."

"Lilamarie" ist derzeit für die beiden Kreativen noch ein zweites Standbein. "Wir arbeiten im Schichtdienst, an den freien Tagen wird genäht, für die Märkte nehmen wir Urlaub." Der Verkauf erfolgt noch über Mundpropaganda und eben auf Märkten. Von 17. bis 19. Dezember sind die beiden im Jagdhof in Fuschl zu finden. Alle Termine werden auch auf der Homepage www.lilamarie.at angekündigt. Dort können Interessierte auch Kontakt zu den Salzburgerinnen aufnehmen. Sie verkaufen nämlich nicht nur ihre Sachen, sondern freuen sich auch über alte Stoffe, die sonst auf Dachböden vermodern würden.

Und vermodern wollen Lisi und Marie-Christine nicht. Deshalb arbeiten sie fleißig an ihren Unikaten, um sie dann zu verkaufen. Ihr Ziel ist klar: "Vielleicht gibt es in ein paar Jahren einen Laden, das wäre der Plan."

Christine Zigon

Rubriklistenbild: © cz

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