Solidaritätsmarsch in Laufen

Laufener "laufen" für den guten Zweck

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Der Solidaritätsmarsch in Laufen ist bei Jung und Alt sehr beliebt.

Laufen - Bereits zum 12. Mal findet der "Solidaritätsmarsch" statt. In diesem Jahr werden mit den Spendengeldern zwei Schulprojekte in Madagaskar und Bangladesch unterstützt.

Wenn es in Laufen am Sonntag, den 6. April, zum 12. Mal heißt "gehn wir mit beim Solimarsch", dann ist keine Kundgebung gemeint, sondern eine Aktion unter dem Mantel von Misereor zur Finanzierung von zwei Schulprojekten in Madagaskar und Bangladesch.

Groß und Klein versucht Sponsoren anzuwerben und geht mit um die Dorfschulen VOZAMA und die Meti-Schule zu unterstützen.

In den letzten Jahren ist immer ein schöner Geldbetrag zusammen gekommen. Die Wanderer und Radler haben im Durchschnitt etwa 3400 Euro im Jahr erlaufen und erradelt. Das lässt sich sehen! Auch in diesem Jahr hoffen die Organisatoren von Agenda21 in Laufen und dem Pfarrgemeinderat der Pfarrei Marie Himmelfahrt auf eine große Schar an Teilnehmern.

Wie funktioniert es?

Jeder Teilnehmer sucht sich einen Sponsor, der pro Kilometer eine bestimmte Summe bezahlt (z.B. einen Euro). Es können auch mehrere Sponsoren angeworben werden! (Eltern, Großeltern, Nachbarn, Freunde, Firmen etc.)

Nach einem Gottesdienst um 10.00 Uhr in der Stiftskirche, geht es auf die Strecke. Es gibt zwei Strecken mit 14 Kilometern und 10 Kilometern Länge. Nach dem Gottesdienst - um ca. 10.45 Uhr - beginnt der „Soli-Marsch“ vor der Kirche; flussaufwärts entlang der Salzach führt die längere Strecke zum Surspitz über Triebenbach nach Niederheining. Die kürzere Strecke zweigt in Richtung Lepperting ab und führt auch nach Niederheining, wo beide Strecken dann gemeinsam zurück nach Laufen führen. Auf dem Geh- und Radweg führt der Weg in Richtung Laufen. Am Sportplatz angekommen, geht es über die Birkenallee, den Aschkatzgraben und die Salzburger Allee zurück zur Klosterkirche. Die Strecken sind mit Bodenpfeilen markiert. Nach der Rückkehr wird vom Organisationsteam bestätigt, wer wie viele Kilometer gegangen ist. Damit wird der Sponsor über den Betrag informiert, den er einzahlen oder überweisen darf.

VOZOMA Projekt:

Das Projekt „VOZAMA“ ist die Abkürzung für "Vonjeo ny Zaza Malagasy" und heißt soviel wie "Retten wir die madagassischen Kinder". 1995 begann der 2006 verstorbene Jesuitenpater André Boltz aus dem elsässischen Mühlhausen, in Dörfern des südlichen Zentralmadagaskar rund um das Holzschnitzerzentrum Ambositra mit einem Alphabetisierungsprogramm für Kinder aus armen Verhältnissen, die nicht eingeschult wurden. Die Eltern werden von Beginn an in hohem Maße in die Gestaltung und Durchführung aktiv eingebunden.

„VOZAMA“ verfolgt vier Hauptziele: Die nicht eingeschulten Kinder zu alphabetisieren, sie bis zum Ende der Grundschule zu begleiten, die Familienmitglieder für die Bedeutung der schulischen Erziehung und ihre Vorteilen zu sensibilisieren; Die Familie ist der Schlüssel des Erfolges. Dies erlaubt, die Erwachsenen gedanklich anzustoßen und sie zu „Beteiligten der Entwicklung ihrer Kinder“ zu machen.

Heute besuchen rund 11.000 Kinder die 740 Dorfschulen. Über 50.000 Kinder haben die Dorfschulen bereits absolviert. Fast alle haben sich anschließend in die 2. Klasse der Grundschule integriert. Ein besonders schöner Effekt, rund 8.000 Eltern nehmen alle zwei Monate an Elternkursen zu Umweltschutz, ökologischem Wirtschaften und Aufforstung teil.

METI Projekt:

METI“ ist die Abkürzung für „Modern Education and Training Institute“. Sie bietet den Kindern aus der Region eine achtjährige Schulbildung sowie eine handwerkliche Ausbildung. Die Elektriker, die letztes Jahr ihre Ausbildung beendet haben, konnten alle eine Anstellung finden. Weitere Ausbildungen gibt es in den Bereichen Schneiderei, Tischlerei, Bambus- und Lehmbau.

Mit dem Beitrag zum Solimarsch werden dringend notwendige Geldmittel für den Aufbau des Schulgartens, Schulgeld für mittellose Kinder und für Lehrergehälter bereitgestellt.

Die METI-Schule besuchen etwa 200 Schüler, wobei einigen Schülern das Schulgeld erlassen wird, weitere müssen nur die Hälfte zahlen. Viele Kinder haben Angst auf die staatlichen Schulen zu gehen und kaum eines der Dorfkinder erreichte dort den Abschluss zum Ende der 10. Klasse. Fast alle Erwachsenen im Ort haben keinen Schulabschluss. Die Familien leben vom Ertrag ihrer Reisfelder oder vom Mais- und Juteanbau. In die Meti-Schule gehen die Kinder gern, sie fühlen sich dort wohl. Sie werden von den Lehrern unterstützt und arbeiten in Gruppen. Die Abschlussprüfung wird an der öffentlichen Schule in „Rudapur“ abgelegt. Angst vor den Aufgaben haben die Jungen und Mädchen der Abschussklasse nicht. Kinder aus besonders armen Familien erhalten ein Schulstipendium, damit auch sie die Schulausbildung bis zur 10. Klasse fortsetzen können.

In diesem Jahr war die Laufenerin Anna Heringer wieder in Bangladesh, um an der METI-Schule die Renovierungsarbeiten zu leiten. Dank der Bauweise mit heimischen und natürlichen Materialien ist dies ohne hohen Kostenaufwand möglich.

Spenden

Es kann natürlich auch gespendet werden, ohne einen "Marschierer" zu haben. Die Überweisung sollte dann auf folgendes Konto überwiesen werden: IBAN: DE24 7105 0000 0000 0516 56 BIC: BYLADEM1BGL bei der Sparkasse Laufen, mit dem Kennwort „Solidaritätsmarsch“. Bei Beträgen über 25 Euro wird auch gerne eine Spendenquittung ausgestellt. Bitte auf der Überweisung vermerken.

Als Unterstützer der Aktion konnten auch in diesem Jahr wieder die Pfarrer Eberhard Zeh und Simon Eibl, sowie die Schulleiter Helmut Fürle und Dr. Alfred Kotter gewonnen werden.

Pressemitteilung Agenda21

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