Salzachbrücke: anderswo oder gar nicht?

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Gemeinsam bei kaltem Wetter über der Salzach (von links nach rechts): Anita Zimmermann, Isabella Zuckschwerdt, Hans Müller, Adelheid Rupp, Manfred Fuchs.

Laufen - SPD-Landtagsabgeordnete Adelheid Rupp traf sich jetzt mit Vertretern örtlicher Bürgerinitiativen - die Themen: Ortsumfahrung und Salzachbrücke.

Einen Überblick über die schwierige Verkehrssituation in der Stadt und den aktuellen Stand der Diskussion über Ortsumfahrung und Salzachbrücke wollte sich die SPD-Landtagsabgeordnete Adelheid Rupp bei einem Termin in Laufen verschaffen. Gemeinsam mit Stadträtin Isabella Zuckschwerdt und dem SPD-Kreisvorsitzenden Roman Niederberger traf sie sich mit Vertretern von örtlichen Bürgerinitiativen.

Bei einem Durchgang durch die Altstadt und einem Besuch an der Brücke nach Oberndorf war man sich in einem Punkt schnell einig: die Innenstadt benötigt dringend und zeitnah eine Verkehrsentlastung. Die Vorstellungen, wie diese zu verwirklichen ist, gingen allerdings bei den örtlichen Bürgerinitiativen deutlich auseinander. Während die Initiative für bürgerfreundliche Verkehrsplanung (IBV) aufgrund von Terminschwierigkeiten keinen Vertreter entsenden konnte, wurden die Gegner der Salzachbrücke in Triebenbach von Anita Zimmermann und Manfred Fuchs vertreten. Für die Gegner der Naturlandtrasse bei der Ortsumfahrung nahm Hans Müller an dem Termin teil.

Einig waren sich die beiden Initiativen darin, dass der Standort Triebenbach sich für eine echte Verkehrsentlastung nicht eignet. Doch bei der Suche nach anderen Möglichkeiten gingen die Meinungen auseinander: „Die Österreicher sollen ihre Verkehrsprobleme auf eigenem Gebiet lösen“, meinte Manfred Fuchs. Dann könne man auch komplett auf einen weiteren Brückenbau über die Salzach verzichten oder für die Belange der Wirtschaft eine Brücke bei Freilassing planen.

Die nunmehr in Auftrag gegebenen Gutachten für mögliche Standorte der Salzachbrücke sieht Hans Müller als Chance für eine andere Trassenführung bei der Ortsumfahrung. Er sprach sich für eine Brücke über die Salzach möglichst nah bei Laufen und eine entsprechende Planung der Umfahrung aus. Dem widersprach Anita Zimmermann, die auch einen ortsnahen Standort als ökologisch fragwürdig bezeichnete.

Die Sozialdemokraten versuchten in dem Gespräch, den gemeinsamen Nenner herauszuarbeiten. Einig waren sich alle Teilnehmer, dass einer der Schlüssel für eine echte Entlastung die Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene darstellt. „Leider sind wir von einem wirklich attraktiven Angebot sowohl im öffentlichen Nahverkehr als auch beim Transport von Gütern über die Schiene noch weit entfernt“, stellte Isabella Zuckschwerdt fest. Hier sei vor allem die überregionale Politik gefordert. „Außerdem können wir die Verkehrsproblematik so oder so nicht auf die lange Bank schieben – es muss eine Lösung kommen und zwar möglichst schnell“, ergänzte sie und erinnerte an die Vorschläge der SPD-Stadtratsfraktion für Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung.

Adelheid Rupp zeigte sich überrascht, dass die bisherigen Vorstöße in eine solche Richtung allesamt ohne Erfolg blieben. „Selbst wenn man die handfesten ökologischen Bedenken bei einer Brücke im FFH-Gebiet ausblendet, dauert es unabhängig vom Standort auf alle Fälle noch viele Jahre bis zu einer Realisierung“, meinte sie. Sie sprach sich für ein Treffen aller Laufener Bürgerinitiativen an, um gemeinsame Ziele zu definieren. „Wenn man sich über Trassenführungen und Brückenstandort nicht einig ist, muss man den gemeinsamen Nenner bei konkreten und zeitnahen Maßnahmen zugunsten der Bürger suchen“, regte sie zum Schluss des Treffens an.

Pressemitteilung SPD-Kreisverband Berchtesgadener Land

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