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Diskussion im Stadtrat Laufen

Neue Asylunterkunft: Regierung will Container an der Seethalerstraße errichten

Neue Asylunterkunft: Regierung will Container an der Seethalerstraße
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Für neu aufzunehmende Asylbewerber will die Regierung von Oberbayern nun doch eine Gemeinschaftsunterkunft in der Seethalerstraße zur Verfügung stellen, um den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt nicht noch weiter zu belasten.
  • Michael Hudelist
    VonMichael Hudelist
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Derzeit sind rund 80 Asylbewerber in Laufen gemeldet, alle wohnen dezentral, also nicht in einer Gemeinschaftsunterkunft. Das soll sich nun ändern.

Laufen - Für neu aufzunehmende Asylbewerber will die Regierung von Oberbayern nun doch eine Gemeinschaftsunterkunft in der Seethalerstraße zur Verfügung stellen, um den ohnehin angespannten Wohnungsmarkt nicht noch weiter zu belasten. Bis zu 80 Flüchtlinge könnten hier unterkommen, darunter aber nicht nur neu ankommende Asylbewerber, sondern auch Asylberechtigte, die es schwer haben, auf dem freien Markt eine Wohnung zu finden.

Bei der Neuankunft in Deutschland werden Männer, Frauen und Kinder nach einem Aufenthalt in einem sogenannten Ankerzentrum auf die Bundesländer und damit auch auf die Landkreise verteilt, dort wohnen sie dann entweder in mehr oder weniger großen Gemeinschaftsunterkünften, oder, wie in Laufen, in angemieteten Wohnungen oder Häusern. „Zum Beispiel vermietet auch die Stadt Laufen eine Wohnung für diese Zwecke an das Landratsamt“, so Christian Reiter, Geschäftsführer der Stadtverwaltung.

Die Regierung von Oberbayern will nun auf einer Fläche in der Seethalerstraße, die dem Freistaat gehört, eine neue, zentrale Unterkunft für Flüchtlinge bauen, geplant ist eine Modulbauweise, also Container, die ineinander gehen und nach außen wie ein Fertigteilhaus aussehen.

In der neuen Unterkunft sollen bis zu 80 Männer, Frauen und Kinder Platz finden, „in Frage kommen dann nicht nur neue Asylbewerber, die noch im Verfahren sind, sondern auch Asylberechtigte, die schon einen positiven Asylbescheid haben aber nicht auf die Schnelle selbst eine Wohnung finden“, so Reiter. Auch abgewiesene Asylbewerber, deren Aufenthalt nur geduldet wird, weil eben derzeit zum Beispiel keine Abschiebungen nach Afghanistan möglich sind, werden in der neuen Unterkunft eine Bleibe finden können.

Sachliche Stimmung im Stadtrat

Der Stadtrat hatte am Dienstagabend im Schulungsraum des Feuerwehrhauses allerdings noch keinen Beschluss zu fassen, „es war lediglich eine Information der Regierung von Oberbayern, die von Anfang an mit der Stadt konstruktiv zusammenarbeiten will“, so Reiter. Bereits 2015 sollte auf dem Grundstück an der Seethalerstraße eine Gemeinschaftsunterkunft entstehen, damals entschied sich die Regierung allerdings für die dezentrale Lösung, also das Anmieten von Wohnungen und kleineren, meist älteren Häusern. Jetzt will die Regierung allerdings für neu ankommende Flüchtlinge das Konzept der zentralen Unterkunft reaktivieren, wobei es für die Seethalerstraße noch keine konkreten Baupläne gibt.

Wünsche des Stadtrates

Der Stadtrat stellte am Dienstag nicht den Bedarf einer solchen Unterkunft in Frage, sondern wollte nur Details wissen, ob es statt 80 Plätzen nicht auch weniger sein könnten, zum Beispiel 60, und ob eine gute Durchmischung für das Haus möglich sei, also neben meist jungen Männern eben auch Familien mit Kindern. „Auch die Frage, ob die Bewohner des Hauses von staatlichen Stellen besser betreut werden können, wurde schon gestellt“, bisher sei die Integrationsarbeit fast ausschließlich von Mitgliedern eines ehrenamtlichen Helferkreises bewerkstelligt worden.

In einer der nächsten Sitzungen wird der Stadtrat dann über konkrete Baupläne abstimmen und dann auch eine politische Aussage zur geplanten Asylunterkunft treffen.

hud

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