Jetzt drohen Bußgelder

Musik am Karfreitag: Laufener Polizei erwischt Kneipenbetreiber

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Laufen - Der Karfreitag gehört zu den sogenannten "Stillen Tagen": Tanzveranstaltungen sind genauso verboten wie Musik in der Gastronomie. In Laufen hielten sich nun zwei Kneipen nicht daran.

Zwei Laufener Wirte wurden am Karfreitag bei Routinekontrollen der Polizei erwischt, wie in ihren Kneipen Musik lief, berichtet die Südostbayerische Rundschau. Sie gingen laut dem Zeitungsbericht davon aus, dass zumindest leise Musik erlaubt wäre. Doch das stimmt nicht. Bei vier weiteren Kneipen in Laufen gab es nach der Südostbayerischen Rundschau nichts zu beanstanden. 

Bei Verstößen drohen Bußgelder in Höhe von bis zu 10.000 Euro. Diskussionen um Sinn und Unsinn des Tanz- und Musikverbots an den "Stillen Tagen" gibt es schon lange. Die einen Verweisen auf die christliche Tradition: Die Einschränkungen verbieten Veranstaltungen, die nicht der "geistig-seelischen Erhebung oder einem höheren Interesse der Kunst, Wissenschaft oder Volksbildung dienen und auf den ernsten Charakter des Tages Rücksicht nehmen". Kritiker argumentieren mit der schwindenden Bedeutung der Kirche und dass der Staat keine religiösen Vorschriften machen dürfe.

Dementsprechend wird auch schon in der lokalen Facebook-Gruppe "Du kommst aus Laufen, wenn du..." diskutiert. "Jamei des des san hald moi Gesetze, daheim kann jeder sei Musik hören aber da hald ned", heißt es auf der einen Seite. Aber es wird auch dagegengehalten: "So eine antiquierte und verstaubte Regelung gehört abgeschafft. Wer geht denn bitte zum stillen Gedenken in eine Bar? Jeder kann den Karfreitag so begehen wie er möchte."

xe

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa

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