Hick-Hack mit den Verkehrsbehörden

Die Tempo-Anzeige wirkt - und trotzdem muss sie wieder weg

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Die Anwohner sind zufrieden: Die Geschwindigkeitsanzeige von Schönram kommend wirkt. Doch unter anderem wegen eines möglichen Gewöhnungseffekts ist das Landratsamt gegen ein dauerhaftes Aufstellen. 
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Laufen - Sie sind der Notnagel, wenn zu schnell gefahren wird: Mobile Geschwindigkeitsanzeigen mit Smiley. In Leobendorf zeigt sie Wirkung - und doch muss die Anzeige wieder weg. Warum?

"Die Anwohner meinen: Es hat sich wirklich verbessert", so Stadträtin Dorothea Leistner in der jüngsten Sitzung. Nach Wünschen auf der vorigen Bürgerversammlung installierte die Stadt am Leobendorfer Ortseingang von Schönram kommend eine Geschwindigkeitsanzeige. "Aber warum kann die Anzeige nicht dauerhaft bleiben?", fragte Leistner. 

Gewöhnungseffekt, zu wenig Verkehr, kein Unfallschwerpunkt

Dahinter steckt ein längeres Hin und Her mit der unteren Verkehrsbehörde im Landratsamt. Schon bei der Bürgerversammlung gab Bürgermeister Hans Feil einen Einblick: "Das Landratsamt wollte keine dauerhafte Aufstellung, weil dort zu wenig Verkehr und die Stelle kein Unfallschwerpunkt sei", so Feil damals. Die Behörde stimmte schließlich nur zu, wenn die Anzeige nach zwei Monaten Betriebe wieder für zwei Monate wegkommt: "Um einen Gewöhnungseffekt zu vermeiden", so der Bürgermeister zur Argumentation des Landratsamtes. 

Auch auf die jetzige Nachfrage von Stadträtin Leistner reagierte Feil zurückhaltend: "Dauerhaft geht das wohl nicht", doch Feil versprach, sich erneut im Landratsamt zu erkundigen. Ihm und der Stadtverwaltung wäre eine Querungshilfe für Fußgänger und ein Abflachen der Kuppe ohnehin am liebsten, um den Verkehr einzubremsen und die Stelle für Fußgänger sicherer zu machen - doch hier liegt die Zuständigkeit bei der nächsten Behörde: dem Staatlichen Bauamt. 

xe

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