Pressemitteilung CSU Laufen/Leobendorf

Zu viel des Guten?

Der Laufener CSU-Orts- und Fraktionsvorsitzender Bernhard Salomon (links)
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CSU-Orts- und Fraktionsvorsitzender Bernhard Salomon (links) wünscht sich mit Sportreferent/Stadtrat Christian Schmidbauer und der Laufener CSU einige Nachbesserungen im Maßnahmenpaket des Bundes und der Landesregierung.

Laufen - Covid-19 ist gefährlich und die Langzeitfolgen dürfen nicht übersehen werden. Darum steht die CSU Laufen/Leobendorf in weiten Teilen zu den Maßnahmenpaketen der Bundes- und Staatsregierung.

Dennoch sieht die Laufner CSU Korrekturbedarf bei einigen dieser Maßnahmen. In einer Online-Konferenz man sich über den bevorstehenden Lockdown aus, und besprach dabei vereinzelte Themen.


Ausdrücklich begrüßten die CSU‘ler die Öffnung der Schulen und Kindergärten. Wichtig sei, den Jugendlichen und Kindern einen einigermaßen sicheren Alltag zu gewährleisten und den damit verbundenen Bildungsauftrag zu erfüllen. Homeschooling und digitale Angebote könnten einen Präsenzunterricht nicht in Gänze ersetzen.

Die Schließung der Gaststätten und das Verbieten von Freizeitaktivitäten, vor allem im sportlichen Bereich, sah man jedoch kritisch. „Viele Gaststätten als auch Vereine haben in den vergangenen Monaten penibel Hygienekonzepte erarbeitet und achten auf strikte Einhaltung. Dies führte zu sicheren Veranstaltungen und Risikominimierung, “ so Christian Schmidbauer, Sportreferent im Laufener Stadtrat. Ein Verbieten oder Schließen dieser Einrichtungen wirke dem entgegen und sei nicht im vollen Maße nachvollziehbar. Vor allem die Bewegung an frischer Luft würde den Gesundheitszustand positiv beeinflussen. Als Kompromiss hätte man laut Schmidbauer den internen Trainingsbetrieb, streng nach Hygienekonzept mit festen Trainingsgruppen, aufrechterhalten können, vor allem im Hinblick auf die Wiederöffnung der Schulen und Kindergärten. Den Wettkampfsport zu unterbrechen sei jedoch nachvollziehbar.


Ebenso nicht ganz glücklich war Ortsvorsitzender Bernhard Salomon über die Schließung von Betrieben für Körperpflege (z.B. Massagepraxen). Hier hätte er sich eine Gleichbehandlung mit Frisören erwartet. Auch hier habe man in den vergangenen Monaten mit teils immensen finanziellen Aufwand Hygienekonzepte erarbeitet, die aus seiner Sicht auch greifen würden. Klar ist laut Angaben der CSU auch, dass hier den Betrieben die Möglichkeit gegeben werden soll, selbst eine Entscheidung über die Öffnung oder Schließung zu treffen. „Wenn der jeweilige Betrieb ein stichhaltiges Hygienekonzept, welches von den Behörden überprüft wurde, vorlegen kann, könne dieser aus meiner Sicht auch öffnen“, so Salomon. Für ihn sei klar, dass alleine schon bei der vorliegenden Haftung und Verantwortung mit den Hygienekonzepten die Betriebe sorgfältig arbeiten würden und penibel die Vorgaben einhalten würden. Klarer wurde der Laufener Ortsvorsitzende dann noch in Sachen Gaststätten. „Wir können uns nicht über Jahrzehnte auf die Fahnen schreiben, eine gute Wirtshauskultur zu haben, diese loben, dann aber trotz zuvor eingeforderten Hygienekonzepten, eine Schließung erwirken.“

Das Verständnis fehle den Verantwortlichen aber auch gegenüber Sorglosigkeit im privaten Bereich. Die Zahlen würden belegen, dass die höchste Infektionsgefahr im privaten Bereich, bei privaten Feiern etc. vorherrsche. Hier appelliert die CSU an alle Bürger, sich wie die Betriebe und Vereine, strikt an die Regeln zu halten und hier nicht nachlässig oder sorglos zu agieren. Grundsätzlich appellierte man auch an die Eigenverantwortung der Bürger. „Jeder fordert immer mehr Eigenverantwortung und Menschenverstand. Jetzt sind die Bürger aus unserer Sicht gefordert, diese Eigenverantwortung zu beweisen und im Sinne der gesamten Bevölkerung zu handeln, “ so Bernhard Salomon abschließend.

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