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„Katzenhilfe Salzachtal“ brachte neue Verordnung ins Rollen

Laufen ein „Hotspot an kranken Katzen“ - Schluss mit Elend und „Tierquälerei“

„Katzenhilfe Salzachtal“ hilft verwilderten Katzen
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Verwilderte und abgemagerte Katzen greift der Verein „Katzenhilfe Salzachtal“ regelmäßig rund um Laufen auf. Eine neue Verordnung des Landratsamts Berchtesgadener Land soll Abhilfe schaffen - zum Wohl der Tiere. Die Katzen auf den Bildern haben am Ende nicht überlebt.

Die Stadt Laufen bekommt als erste Kommune in Bayern eine Katzenschutzverordnung. Angestoßen hat dies die „Katzenhilfe Salzachtal“. Sie wollen so dem Leid der kranken, verwilderten und verwahrlosten Tiere ein Ende bereiten.

Laufen - „Seit Erlass der Verordnung zum August 2022 geht ein richtiger Aufschrei durch die Tierschutzorganisationen - die Resonanzen auch von Privatleuten sind durch die Bank positiv“, erklärt Silvia Rottmair.

Neue Katzenschutzverordnung zum Februar 2023

Als erste Vorsitzende des ehrenamtlichen Vereins „Katzenhilfe Salzachtal“ war sie es, die mit einem Antrag an das Landratsamt und die Bayerische Staatsregierung herangetreten ist, damit sich etwas zugunsten der Katzen und gemäß Paragraph 13 b des Tierschutzgesetzes ändert.

Mit Erfolg: Das kleine Team, das sich primär auf die Gebiete rund um Tittmoning, Fridolfing, Kirchanschöring und Laufen beschränkt, begrüßt die Entscheidung der Regierung und des Landratsamts Berchtesgadener Land für die Stadt Laufen und bedankt sich bei den Behörden für die Zusammenarbeit.

900 Katzen in fünf Jahren aufgegriffen

„Der Katzenbestand läuft aus dem Ruder, wir kommen oft gar nicht hinterher mit dem Kastrieren. Die Tiere vermehren sich irrsinnig schnell und bekommen das ganze Jahr hindurch Junge. Gerade auf den Höfen häuft sich der Nachwuchs und auf den Landwirten lastet eine hohe Verantwortung. Letztlich ist es auch eine Kostenfrage, die Tiere zu versorgen. Vielen wächst das über den Kopf“, weiß Rottmair.

Diese Babykatze hat nicht überlebt. Die „Katzenhilfe Salzachtal“ greift rund 200 Katzen pro Jahr rund um Laufen auf. Mehr sei für die Ehrenamtlichen zeitlich nicht drin.

Immer wieder greifen die Vereinsmitglieder in ihrer Freizeit im gesamten Gebiet verwahrloste, verwilderte und kranke Tiere in einem erbärmlichen Zustand auf - darunter sehr viele Jungtiere und neugeborene Katzen. Seit Gründung des Vereins wurden in den vergangenen fünf Jahren 900 Katzen dokumentiert, behandelt und kastriert.

Katzenschutzverordnung soll Abhilfe schaffen - „Alles andere ist Tierquälerei“

„Teils sind sie blind, oft sehr abgemagert. Viele überleben die ersten Wochen gar nicht. Wir sehen so viel Elend und kranke Katzen und sind daher wirklich erleichtert, dass nun mit der Verordnung zum Wohle der Katzen eine Verbesserung eintreten kann - eine Win-Win-Situation für alle“, unterstreicht Rottmair.

„Trotzdem wäre es uns lieb gewesen, wir hätten diese Verordnung und das Leid, das dahinter steht nicht gebraucht, sondern die Katzenhalter hätten sich vernünftig und verantwortungsvoll verhalten.“ Nun haben sie bis Februar 2023 Zeit, ihre freilaufenden Katzen mit einem Mikrochip zu kennzeichnen, in einem Haustierregister registrieren und kastrieren zu lassen.

Laufens Bürgermeister Hans Feil erklärt auf Nachfrage von BGLand24.de, die Stadt sei mit der Katzenschutzverordnung nun Vorreiter: „Der ‚Katzenhilfe‘ war es wichtig, dass es in Bayern die erste rechtskräftige Katzenschutzverordnung gibt. Bislang gab es im Freistaat immer nur Versuche, aber nichts was Hand und Fuß hat. Wer die teils wirklich grausamen Bilddokumentationen des Vereins gesehen hat, kann diese neue Verordnung nur gut heißen.“

Das Hauptargument in den Augen Feils: Es müsse etwas getan werden. „Am Ende muss sich für die Katzen die Situation zum Positiven ändern. Alles andere ist Tierquälerei.“

Allgemeine Kastrationspflicht beste Lösung?

Auch die Leiterin des Tierschutzvereins Freilassing, Christine von Hake, begrüßt die Katzenschutzverordnung und hofft sehr, dass weitere Kommunen folgen: „Ich bin heilfroh, dass ein Anfang gemacht wurde. Gerade in Laufen und Umgebung haben wir einen regelrechten Hotspot an kranken Katzen, die entweder herrenlos sind oder sich selbst ein Zuhause gesucht haben und sich unkontrolliert vermehren.“

Durchgreifen können die Ehrenamtlichen nur durch großflächige Kastrationen, doch es sei ein Teufelskreis, wenn von überall neue unkastrierte Katzen kommen. Von Hake prangert daher seit Jahren an, dass es einer Verbesserung bedarf.

„Die Tiere verenden jämmerlich, wenn wir sie nicht rechtzeitig auffinden und behandeln können. Langfristig wäre eine allgemeine Kastrationspflicht wie Österreich sie hat wohl das allerbeste. Mit der neuen Katzenschutzverordnung für Laufen aber sind wir schon auf einem guten Weg“, schließt sie ihre Ausführungen.

mb 

 

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