Pressemitteilung Tobias Gotthardt, MdL

Über Grenzen hinweg von der Freundschaft profitieren

Brigitte Rudholzer, Dr. Sebastian Huber, Tobias Gotthardt und Michael Koller am Europasteg in Laufen.
+
Tauschten sich gemeinsam am Europasteg in Laufen aus (von links nach rechts): Laufens zweite Bürgermeisterin Brigitte Rudholzer, Zweiter Präsident des Salzburger Landtags Dr. Sebastian Huber, Bayerns Europaausschussvorsitzender Tobias Gotthardt und stellvertretender Landrat Michael Koller.

Laufen - Grenzschließungen zwischen Freunden dürfen sich nicht wiederholen.

Darin waren sich Dr. Sebastian Huber, Zweiter Präsident sowie Europasprecher des Salzburger Landtags, und Bayerns Europaausschussvorsitzender und Abgeordneter Tobias Gotthardt einig. Die beiden Politiker hatten sich im bayerischen Laufen (Landkreis Berchtesgardener Land) und österreichischem Oberndorf (Bundesland Salzburg) zu einem europapolitischen Spitzentreffen in der bayerisch-österreichischen Grenzregion getroffen. Die Salzach fließt zwischen den beiden Orten, der Europasteg verbindet die deutsche und österreichische Seite. Symbolisch schritten die Europapolitiker gemeinsam über den Europasteg an der Salzach und befestigten am Geländer des Stegs, direkt an der Grenzlinie, ein bayerisch-österreichisches „Freundschaftsschloss“.


Mit dem befestigten Freundschaftsschloss sei eine klare Botschaft verbunden, betonte der bayerische Europaausschussvorsitzende Tobias Gotthardt: „Bayern und Österreich sind seit jeher Freunde im Herzen Europas. Eine Verbindung, die auch über die Corona-Krise hinweg getragen hat – und weiterhin tragen soll.“ Dr. Sebastian Huber teilt diese Ansicht und unterstreicht, dass auch die Gespräche mit Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitikern vor Ort dies deutlich zum Ausdruck gebracht hätten. Gerade in der aktuellen Corona-Pandemie gelte es, die Beziehungen zwischen beiden Ländern weiter auf hohem Niveau zu halten und von der engen Freundschaft zu profitieren.

Für Gotthardt kommt dabei dem Miteinander gerade auf kommunaler Ebene ein Schlüsselrolle zu: „Hier wird vor Ort vorbildliche Arbeit geleistet. Die Politiker vor Ort sind mit ihrem unermüdlichen Engagement tragende Brückenpfeiler dieser Freundschaft.“ Dr. Sebastian Huber hob hervor, dass beide Seiten vom gelebten freundschaftlichen Dialog massiv profitieren: „Wir haben viele Themen und Herausforderungen, die wir nur gemeinsam lösen werden.“


Deutliche Kritik übte Dr. Huber an den nicht-coronabedingten Grenzkontrollen. Gerade im grenzüberschreitenden Raum dürfen keine Hürden oder Hemmnisse aufgebaut werden. Sein bayerischer Kollege Gotthardt bezeichnete Schengen „zweifellos als ein Herzstück der europäischen Idee“. Die Ressourcen der Grenzpolizei seien „nachweisbar effektiver in die bewährte Schleierfahndung investiert“.

Das Spitzentreffen in der Grenzregion nutzten Zweiter Präsident Dr. Huber und Ausschussvorsitzender Gotthardt auch zu einem fast zweistündigen Kommunaldialog im Laufener Rathaus unter anderem mit Landrat Bernhard Kern, welcher die engen und konstruktiven Beziehungen zwischen beiden Regionen hervorhob. „Diese grenzüberschreitende, für beide Seiten bereichernde Zusammenarbeit ist für uns seit jeher eine Selbstverständlichkeit.“ Eines seiner Herzensanliegen sei es, die bewährte Zusammenarbeit in allen Lebensbereichen weiterhin zu forcieren. Stellvertretender Landrat Michael Koller unterstrich, dass es eine fortwährende Verpflichtung sei, in engem Dialog zu stehen. „Unser Ziel ist ein Europa der Regionen und hierfür stehen wir auch.“ Laufens Bürgermeister Hans Feil und stellvertretende Bürgermeisterin Brigitte Rudholzer freuten sich, die hochkarätigen Gäste zu internen Gesprächen im örtlichen Rathaus begrüßen zu dürfen.

Wichtig waren Dr. Huber und Gotthardt hierbei insbesondere Verkehrsthemen und die Potenziale der Wasserkraft. Die beiden Europapolitiker betonten, dass es unabdingbar sei, die Regionalparlamente als starke und aktive Stimme der Regionen zu stärken. Die Landtage seien die „natürlichen Denkfabriken eines bürgernahen Europas“, sagte Gotthardt. Ihnen komme die bedeutsame Rolle zu, so Dr. Huber, koordinierender Treffpunkt eines essentiellen Bürgerdialogs zu sein.

Stellvertretender Landrat Michael Koller begleitete die Europapolitiker nach dem Kommunaldialog zum Europasteg und zeigte ihnen auch die Stille Nacht Kapelle in Oberndorf, welche Menschen aus der gesamten Welt anzieht. Für Dr. Huber und Gotthardt waren die Begegnungen und Gespräche „ein höchst motivierender inhaltlicher Austausch, der wieder einmal deutlich machte, wie wichtig das gemeinsame Miteinander in der Grenzregion ist und wie beide Seiten hiervon wirksam profitieren“.

Pressemitteilung Tobias Gotthardt, MdL

Kommentare