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Laufen trauert um Lutz Feiler

Wegen fehlender Turnhalle in die Politik gegangen - „Die Kultur war seins“

Im Alter von 82 Jahren verstarb am Sonntag Lutz Feiler, er war 18 Jahre im Stadtrat Laufen und im Kreistag unter anderem Stellvertreter des ehemaligen Landrates Georg Grabner.
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Im Alter von 82 Jahren verstarb am Sonntag Lutz Feiler, er war 18 Jahre im Stadtrat Laufen und im Kreistag unter anderem Stellvertreter des ehemaligen Landrates Georg Grabner.
  • Christine Stanggassinger
    VonChristine Stanggassinger
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  • Michael Hudelist
    Michael Hudelist
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Im Alter von 82 Jahren ist am Sonntag (25. Juli) der langjährige Stadtrat und Kreisrat Lutz Feiler verstorben, die Beisetzung findet am Freitag statt.

Laufen - Der am 17. Februar 1939 geborene Feiler startete erst nach seiner beruflichen Laufbahn als Lehrer am Rottmayr-Gymnasium in Laufen und später Direktor des Karlsgymnasium in Bad Reichenhall seine politische Karriere, als Stadtrat in Laufen und als Kreisrat. Auslöser für die Entscheidung in die Politik zu gehen war der Kampf um eine Turnhalle für das Gymnasium. 

Laufens Bürgermeister Hans Feil erinnert sich, dass Lutz Feiler erst sein berufliches Leben abschließen wollte, bevor er in die Politik ging. Als Kulturreferent der Stadt habe er in seiner Zeit im Stadtrat von 2002 bis 2020 viel Positives bewirkt, sein Meisterwerk sei zweifelsohne die Finanzierung der Rottmayr-Bilder im gleichnamigen Saal im alten Rathaus gewesen.

Die Bilder waren von einem Privatmann ersteigert und im Anschluss der Stadt Laufen zum Kauf angeboten worden, unter Bürgermeister Ludwig Herzog habe Feiler dafür gesorgt dass die Stadt einen Großteil der Summe locker machte. „Er war ein hervorragender Kulturreferent über die Jahre hinweg und hat sich zum Beispiel für die Salzach-Festspiele stark gemacht und sogar die Gründung eines eigenen Festspiel-Vereines initiiert“, so Feil.

Lutz Feiler sei „die Verkörperung dessen gewesen was man sich als Kulturreferent vorstellt“, er habe auch bei Kulturveranstaltungen außerhalb Laufens die Stadt immer sehr gut vertreten. „Bei den Haushaltsberatungen hatte er immer ein Auge darauf dass die Kultur nicht zu kurz kam“. 

Bezirksmedaille für „weit unten“

Im Oktober 2020 erhielt er die Bezirksmedaille des Bezirks Oberbayern, „das ist eine Anerkennung meiner Leistungen, die mich sehr freut“, so Feiler damals gegenüber BGLand24. Er war aber der Meinung, dass er „zu weit unten“ sei, um wirklich geehrt zu werden. „Alltagsarbeit“ werde selten gewürdigt, so der Laufener 2010. 

Diese „Alltagsarbeit“ leistete Feiler seit seinem zehnten Lebensjahr. „Damals bin ich zu den Pfadfindern gegangen. Und fragen sie mich nicht warum, aber dort hat man mich gleich zum Wölflingsführer gemacht.“ Dabei sollte es nicht bleiben. Und nicht nur bei den Pfadfindern machte der ehemalige Englisch- und Sportlehrer Karriere. 1966 kam er als erster Englisch- und Sportlehrer an das heutige Rottmayr-Gymnasium in Laufen.

Dort lernte er auch seine Frau kennen. Feiler engagierte sich im Kirchenvorstand der evangelisch-lutherischen Kirche in Laufen, saß im Gefängnisbeirat der JVA Laufen-Lebenau und kümmerte sich - als vom Gericht bestimmter Betreuer - um eine behinderte 55-Jährige, die alleine zu Hause lebt. Seiner Studentenverbindung, der Landsmannschaft Teutonia München, war er ebenfalls ein Leben lang treu, er sorgte dafür, dass die Verbindungszeitung regelmäßig erschien. 

Ein entscheidender Erfolg in seinem Leben war für ihn die Turnhalle des Karlsgymnasiums in Bad Reichenhall. Zu seiner Zeit als Direktor gab es dort noch keine. Als er in den Ruhestand ging, ließ er sich deshalb in den Laufener Stadtrat und den Kreistag Berchtesgadener Land wählen. Dann machte er Druck, mit Erfolg, mittlerweile hat das Karlsgymnasium eine eigene Turnhalle.

hud, cz

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