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Im Zuge von Klinikschließungen, Personalengpässen und Co.

Medizinische Notfälle in Laufen: Wohin mit den Patienten?

Krankenhaus in Oberndorf von Süden und medizinisches Personal mit Handschuhen
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Das Oberndorfer Krankenhaus hat Kapazität. Wenn es eng wird könnte die benachbarte Klinik einspringen.

Wenn die Notfallversorgung zum Problem wird: In Laufen gibt es Gesprächsbedarf zum Thema. Ein Blick auf die anderen Teile des Landkreises gäbe Grund zur Sorge. Warum die besondere Lage der Grenzstadt eine wichtige Rolle spielen könnte.

Laufen – Die Sorgen in Teilen des Berchtesgadener Landes sind groß: Wie geht es weiter mit den Krankenhäusern und der Notfallversorgung? Einer, der in Laufen warnende Stimmen vermisst, ist Stadtrat Dr. Klaus Hellenschmidt. Der Altstadtreferent fragte daher in der Sitzung des Bau-, Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses nach dem Standpunkt von Bürgermeister und Verwaltung. Die Probleme seien doch hier dieselben wie in anderen Landkreisen.

Dieser Sicht widersprach Bürgermeister Hans Feil. „Wir dürfen hier nicht nur den Halbkreis sehen.“ Denn Laufen sei in der günstigen Lage, dass deren Bürger sowohl nach Oberndorf als auch nach Fridolfing gebracht werden können. Und auch – noch – nach Freilassing. In Oberndorf sei ein Krankenbesuch sogar zu Fuß oder per Rad möglich. Feil dazu: „Welche Kommune hat schon diese Möglichkeit?“ Für eine Beunruhigung der Bevölkerung sieht Feil jedenfalls keinen Anlass.

Der Bürgerantrag von rund 8000 Bürgern aus Freilassing und Berchtesgaden werde am 28. Oktober im Kreistag behandelt, gegebenenfalls werde es zu einem Bürgerentscheid kommen. „Bei einem Notfall: wohin geht’s dann?“, fragte Erich Althammer (Grüne), „ins österreichische Ausland oder ins Inland?“ Geschäftsleiter Christian Reiter mutmaßte, es gehe hierbei wohl um die „Zuteilung“, worauf Althammer fragte, ob Oberndorf überhaupt „im Pool“ möglicher Anlaufstellen sei. 

Bauamtsleiter Werner Mitteregger gab zu bedenken, dass das Krankenhaus der Schwesterstadt nicht für alle medizinischen Fälle ausgerichtet sei und von Notarzt und Sanitäter abgefragt werde, wohin ein Patient idealerweise gebracht werden sollte. Positiv aus Feils Sicht ist, dass deutsche Patienten auch ohne Notfall dort behandelt würden, was andersrum nicht möglich sei. Für ihn persönlich sei es jetzt nicht an der Zeit, seine Meinung zur Situation im Kreis zu äußern, doch werde es dies „zu gegebener Zeit“ tun.

Hannes Höfer

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