Pressemeldung Polizeiinspektion Laufen

Schüler wollen "Sauba bleim"

Laufen - Mit den Schüler/-innen der 9. Klassen des Rottmayrgymnasium Laufen wurde in der letzten Schulwoche vor den Schulschließungen, noch das Präventionsprojekt "Sauba bleim" durchgeführt.

Die Pressemeldung im Wortlaut

Durch Übungen, Spiele, Kurzvorträge und eine gemeinsame Diskussion wurden insgesamtüber 30 Schüler zum Thema "Probleme mit Sucht und Drogen" sensibilisiert. Das polizeiliche Präventionsprogramm "Sauba bleim", welches auf dem sogenannten "Lebenskompetenzmodell" basiert, bildete den inhaltlichen Rahmen für den Vormittag.


Zu den Akteuren des Projekts "Sauba bleim" zählte die Sozialpädagogin Susanne Lehnart (Caritas Berchtesgadener Land), die Jugendsozialarbeiterin Ramona Mühlbacher (Landratsamt Berchtesgadener Land), die Polizeibeamtin Manuela Krammer und der Polizeibeamte Florian Lebesmühlbacher (beide Polizeiinspektion Laufen).

Spaß war freilich das Eine, jedoch ging es bei den Themen "Mediensucht, Alkohol, Medikamente, Drogen und Tabak" um ernstzunehmende Gefahren, mit denen sich so manche Schüler in naheliegender Zukunft konfrontiert sehen. Dass es beispielsweise laut Drogen- und Suchtbericht der Drogenbeauftragten der Bundesregierung über 2,7 Millionen Alkoholabhängige, 16 Millionen Nikotinabhängige, 600.000 Cannabisabhängige und 275.000 Abhängige sonstiger Drogen gibt, untermauert dies.


"Zur eigenen Meinung stehen", so lautete die Überschrift der ersten Übung. Für den Übergang in die Adoleszenz ist es für die Mädchen und Jungen enorm wichtig, dem Gegenüber seine Haltung und Meinung auf richtige Art und Weise mitzuteilen. Bei der Übung trug jeder der Schüler ein Hobby oder Interesse vor. Ob die anderen Schüler dieses teilten, wurde durch Aufstehen oder Sitzenbleiben dargestellt. Es wurde deutlich, dass man durch nonverbales Verhalten den Mitmenschen so einiges mitteilen kann.

"Was ist Sucht und was ist Genuss?" Diese Frage galt es vor der Pause zu beantworten. Dazu durften die Schüler je einen Begriff ihrer Wahl aufschreiben. So wurde "Tabak", "Alkohol" oder auch "Schokolade" oft der Sucht zugeordnet. Auf der anderen Seite wurde "Kaffee", "PC-Spiele" oder auch wieder "Schokolade" als Genussmittel genannt. Da "Schokolade" bei beiden Seiten betitelt wurde, konnte verdeutlicht werden, dass "Sucht" und "Genuss" oft als sehr subjektiv wahrgenommen wird.

Die Polizeibeamten ergänzten hierzu durch einschlägige rechtliche Vorschriften und Gesetze, wie mögliche Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten Auswirkungen auf das Berufsleben oder auch den Erwerb des Führerscheins haben können.

Auch eine Gruppenarbeit war Teil des Vormittags.Hierbei erarbeiteten einzelne Kleingruppen Vor- und Nachteile, sowie Alternativen zu den verschiedenen Themen wie z. B. Cannabis, Alkohol oder Zocken auf einem Plakat, welches anschließend gemeinsam der Klasse vorgestellt wurde.

Auch wurde ein "Tankmodell" erarbeitet, welches aufzeigte, welche Gefühle und Grundbedürfnisse bestehen und wie man dieses befriedigen kann. Als Beispiel findet man Freude und Ausgeglichenheit bei Freunden oder im Verein.

"Bestimme dein Leben selbst" und "Steh zu dir selbst und zu deiner Meinung" waren die abschließenden Worte, mit denen die Schüler in den sonnigen und hausaufgabenfreien Nachmittag entlassen wurden.

Das gleiche Projekt in etwas abgewandelter Form wurde bereits vor den Faschingsferien in der 8. Klasse der Mittelschule Laufen in Zusammenarbeit mit der Jugendsozialarbeiterin Jennifer Busch (Landratsamt Berchtesgadener Land) und der Sozialpädagogin Julia Schmied (Carias Berchtesgadener Land) durchgeführt.

Die gemeinsamen Vormittage zeigten zusätzlich, dass institutionsübergreifende Präventionsarbeit Erfolg haben kann. Bislang erhielten die Referenten von den Schülern und deren Eltern ein durchwegs positives Feedback.

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