Amüsante Unterhaltung bei Festspielen

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Laufen - "Da Huawa, da Meier & I" - Wo sie auch auftreten, windet sich das Publikum vor Lachen - so wurden sie für die Salzachfestspiele in Laufen angekündigt und sie hielten Wort:

Christian Maier („da Huawa“) bedankte sich sichtlich erfreut für den langanhaltenden Begrüßungsapplaus: „Mir stinkt, dass wir hier arbeiten müssen!“. Dem echten Niederbayern glaubte man die Worte, die er lobend über den Hof von Schloss Triebenbach fand.

Seit 2000 steht er mit Matthias Meier ("da Meier") und Siegi Mühlbauer ("I") aus der Oberpfalz gemeinsam auf den Bühnen Bayerns und Österreichs und sie füllen Säle, Hallen und Plätze mit ihrem frech-bayerischen Programm.

Außerdem beherrschen die drei Mimik und Komik, die besonders Siegi Mühlbauer in ihrer Perfektion sichtlich auskostet. „Ist das die Einflugschneise von Red Bull“, wollte Christian wissen, als einer der in Salzburg gestarteten Flugzeuge gleich zu Beginn des Konzerts über Triebenbach hinwegdonnert. „Dann können wir uns darauf einstellen.“

In das in seinen Abschnitten harmonisch abgestimmte Programm bezogen sie hochprofessionell und auf die Situation eingehend das Publikum mit ein und hatten die Lacher schnell auf ihrer Seite. Mit einem Intelligenztest, bei dem die Zuschauer mitsingen und mitreimen mussten, brach das Eis endgültig.

 „Da Huawa, da Meier & I“ spielten sichtlich mit dem Publikum, hatten Freude daran, ihr Können zu zeigen und taten dies in lebendiger Lockerheit.

Sie nahmen sich der „erneuerbaren Energien“ an, erklären das Wort „Strawanzer“ und fanden den Ausdruck nach allerlei Erklärungsversuchen im Endeffekt für sie mehr als zutreffend, da sie durch die vielen Auftritte, Land auf Land ab, viel auf der „Straße“ seien. Im „Jammerlied“ konnten sie nicht verstehen, wieso die Deutschen so unzufrieden sind. „Wir ham a Glück ghabt mit unserer Standortwahl Bayern“, so ihr Résumé.

Sie nahmen das Gesundheitswesen aufs Korn und konnten mit dem gar nicht tiergerechten Umgang auf dem Gnadenhof Gut Eiderbichl nichts anfangen. Mit ihrer Parodie auf nicht unbedingt viel Intelligenz erfordernde ganz bestimmten Fernseh-Abendsendungen kamen sie nach der Pause im silbernen Jacket auf die, inzwischen stimmungsvoll im Abendlicht liegende, Bühne zurück und hatten dabei besonders das so beliebte Playback im Visier, das sie gekonnt imitierten: „…aber bittschön sag net allwei tschüß…“ oder „…und soid da Schweinsbratn schmecka, dann sag net, der war lecka…“.

Immer wieder betonten sie in Texten und Liedern ihre Liebe zur Muttersprache – dem Bayerischen – und sie behielten als einen Höhepunkt die Parodie auf die Traktoren „Fendt, John Deere und Lanz“ vor.

Wohlverdienter, lang anhaltender Applaus verabschiedete die drei, die mit ihrem Programm „Die Würfel sind rund“ voll und ganz den Geschmack des Publikums getroffen hatten.

RoHa-Fotothek Fürmann

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