Schüler der Klasse 7a der Mittelschule in Laufen besuchten  polizeiliches Präventionsprogramm

„Sauba bleim“

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Das Bild zeigt die eifrigen Schüler bei der Mitarbeit. Bei der Frage, wer das Chatportal „Whats App“ benutzt, gingen fast alle Finger nach oben.

Laufen - „Des hat scho Spaß gmacht“, so ein Schüler der Klasse 7a der Mittelschule Laufen am Ende des ersten Schultages nach den Ferien. Dies mag möglicherweise auch daran liegen, dass es keine Hausaufgaben zu erledigen gab.

Durch Übungen, Spiele, Kurzvorträge und eine gemeinsame Diskussion wurden 19 Schüler zum Thema „Probleme mit Sucht und Drogen“ sensibilisiert.

Das polizeiliche Präventionsprogramm „Sauba bleim“, welches auf dem sogenannten „Lebenskompetenzmodell“ basiert, bildete den inhaltlichen Rahmen für den Vormittag. Zu den Akteuren des Projekts „Sauba bleim“ zählten die Sozialpädagoginnen Julia Schmied und Susanne Lehnart (Caritas Berchtesgadener Land), die Jugendsozialarbeiterin und Pädagogin Jennifer Busch (Landratsamt Berchtesgadener Land), die Polizeibeamtin Manuela Krammer und der Pädagoge und Polizeibeamte Manuel Buckel (Polizeiinspektion Laufen).

Der gemeinsame Vormittag zeigte zusätzlich, dass institutionsübergreifende Präventionsarbeit Erfolg haben kann. Spaß war freilich das Eine, jedoch ging es bei den Themen „Mediensucht, Alkohol, Medikamente, Drogen und Tabak“ um ernstzunehmende Gefahren, mit denen sich so manche Schüler in naheliegender Zukunft konfrontiert sehen.

Dass es beispielsweise laut Drogen- und Suchtbericht der Drogenbeauftragten der Bundesregierung über 2,7 Millionen Alkoholabhängige, 16 Millionen Nikotinabhängige, 600.000 Cannabisabhängige und 275.000 Abhängige sonstiger Drogen gibt, untermauert dies.

"Zur eigenen Meinung stehen"

So lautete die Überschrift der ersten Übung. Für den Übergang in die Adoleszenz ist es für die Mädchen und Jungen enorm wichtig, dem Gegenüber seine Haltung und Meinung auf richtige Art und Weise mitzuteilen.

Jeder der Schüler brachte ein Hobby oder Interesse an und lediglich durch Aufstehen oder Sitzenbleiben zeigten sich die Schüler gegenseitig auf, ob sie gleicher Meinung sind. Es wurde deutlich, dass man durch nonverbales Verhalten dem Mitmenschen so einiges mitteilen kann.

"Was ist Sucht und was ist Genuss?"

Diese Frage galt es nach der ersten Pause zu beantworten. Dazu durften die Schüler je einen Begriff ihrer Wahl verschriftlichen. Im Anschluss wurde mit den Wörtern eine „Konsumprofil“ erstellt und durch Frau Schmied die Suchtformen in Deutschland erläutert.

Nicht wenig erstaunlich wurde festgestellt, dass beinahe alle Schüler bereits ein Smartphone nutzen  und auch in sozialen Netzwerken vertreten sind. Die Polizeibeamten ergänzten hierzu durch einschlägige rechtliche Vorschriften und Gesetze, wie mögliche Straftaten oder Ordnungswidrigkeiten Auswirkungen auf das Berufsleben  oder auch den Erwerb des Führerscheins haben können.

Das "Tankmodell"

Nach Stärkung mit Pausenbrot und Jause ging es nach der zweiten Pause mit dem „Tankmodell“ weiter. In Form von Gruppenarbeit beschrieben sich die Schüler gegenseitig ihre Grundbedürfnisse, die erfüllt werden sollten.

Im Anschluss stellten sie im Plenum ihr eigenes Tankmodell vor. Abgerundet wurde der ereignisreiche Vormittag durch das Aushändigen einer Urkunde, die sich die Schüler durch ihr bemerkenswertes Interesse redlich verdient haben. „Bestimme dein Leben selbst“ und „Das Leben ist vielfältig - wecke was in dir steckt“ waren die abschließenden Worte, mit denen die Schüler in den sonnigen und hausaufgabenfreien Nachmittag entlassen wurden.

Pressemeldung Polizeiinspektion Laufen

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