Polizeiliche Kriminalstatistik 2014

Diebstahl und Einbruch: Deutlich mehr Straftaten!

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Laufen - Im Jahr 2014 stellte sich eine signifikante Zunahme von Straftaten heraus. Besonders die Zahl von Diebstählen und Einbrüchen stieg immens. Das rät die Polizei:

Im Jahr 2014 setzte sich der Trend zu sinkenden Straftatenzahlen im Bereich der Polizeiinspektion Laufen nicht fort. Im Vergleich zu 2013 stiegen die registrierten Straftaten um 84 auf konkret 1055 Fälle.

Trotz dem Anstieg der angezeigten Straftaten konnte auch das Aufklärungsergebnis noch geringfügig um 0,4 Prozent auf 67,2 Prozent angehoben werden. Damit liegt die PI Laufen um 2,8 Prozent über dem bayernweiten Durchschnitt.

Bei den Einzeltaten ist feststellbar, dass es bei den Rohheitsdelikten , hier werden z.B. Raub, Körperverletzungsdelikte und Straftaten gegen die persönliche Freiheit erfasst, eine Steigerung von 163 im Jahr 2013 auf 195 im Jahr 2014 ergab. Deutliche Steigerungen gab es in Teilbereichen bei den Diebstählen. So stieg die Zahl der einfachen Diebstähle von 182 auf 210 und die Zahl der Fahrraddiebstähle von 46 auf 68. Der milde Winter macht sich hier wohl bemerkbar. Noch nicht zu Buche schlagen in der Statistik 2014 die vermehrt aufgenommen Haus bzw. Wohnungseinbrüche. Die Zahlen blieben hier im Verhältnis zu 2013 annähernd gleich (16 bzw. 15). Für das Jahr 2015 ist eine Steigerung voraussehbar. Leicht gestiegen von 76 auf 80 Fälle sind Anzeigen aus dem Betäubungsmittelbereich. Die Zahl der gemeldeten Sachbeschädigungen ist insgesamt zwar leicht rückläufig (von 123 auf 117) gestiegen sind in diesem Bereich jedoch die Sachbeschädigungen an Fahrzeugen von 33 auf 51. Im Arbeitsfeld Betrug gab es einen Rückgang der bearbeitenden Vorgänge von 91 im Jahr 2013 auf 78 im Jahr 2014. Im Prinzip fallen hierunter auch Computerbetrügereien. Hierzu muss aber angeführt werden, dass in vielen Betrugsfällen der Tatort im Ausland liegt und somit von der örtlichen Straftatenstatistik nicht erfasst wird. Die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung stieg um ein Delikt von 10 auf 11. Straftaten gegen das Ausländergesetz fallen im Bereich der Polizeiinspektion Laufen nicht ins Gewicht.

Insgesamt konnten von den Beamten der Polizei Laufen 513 Tatverdächtige ermittelt werden. 110 Personen waren weiblich, 403 männlich. Von den 513 Tatverdächtigen waren 9 Personen Kinder, d.h. zur Tatzeit jünger als 14 Jahre. Jugendlich, zwischen 14 und 18 Jahren, waren 38 Tatverdächtige. 47 Personen waren im Alten von 18 bis 21 Jahren. Die restlichen 419 waren älter als 21 Jahre. In der Tendenz ist in diesem Bereich feststellbar, dass Personen bis 21 Jahre deutlich weniger als im Jahr 2013 zur Anzeige gebracht wurden (130 im Jahr 2013 – 94 im Jahr 2014). Die Zahl im Bereich der Personen über 21 Jahren ist um zwei gestiegen.

In den Städten und Gemeinden entwickelten sich die Zahlen erfahrungsgemäß unterschiedlich. So konnte sich der positive Trend in der Stadt Laufen nicht fortsetzen. Die Straftaten stiegen hier von 265 auf 337. In Waging am See gingen die Straftaten leicht zurück (191 gegenüber 196), in der Stadt Tittmoning war ein Anstieg, von 162 auf 188 Delikte, festzustellen. In den weiteren Gemeinden im Dienstbereich der Polizeiinspektion Laufen schwankte die Zahl der angezeigten Straftaten teilweise deutlich nach oben oder unten. In Fridolfing wurden 111 Straftaten (+8,8 Prozent) , in Taching am See 51 Straftaten (+ 37,8 Prozent) , in Petting 37 Straftaten (+23,3 Prozent) und in Wonneberg 21 Straftaten (+16,7 Prozent) zur Anzeige gebracht. In Kirchanschöring fiel die Zahl um 24 Prozent auf 75 Delikte und in Palling um 37 Prozent auf 33 Delikte. Zu beachten ist jedoch, dass bei einem geringen Straftatenaufkommen bereits wenige Fälle eine deutliche prozentuale Änderung bedeuten.

Fazit der Polizeiinspektion

Die leichte Steigerung der Gesamtzahlen liegt im bayernweiten Trend. Das Aufklärungsergebnis konnte nochmals leicht gesteigert werden, wobei Delikte nach dem Ausländergesetz bei der Statistik der PI Laufen (noch) keine Rolle spielen. Trotz der leichten Steigerung liegt die Häufigkeitszahl, d.h. Straftaten je eintausend Einwohner, mit 29,4 deutlich unter dem Landesdurchschnitt von 51,6.

Wie bereits oben angeführt, haben sich die vermehrten Einbrüche in Wohnungen/Häuser in der Statistik 2014 noch nicht niedergeschlagen. Um den Tätern keine Gelegenheit zu geben, solche Einbrüche auszuführen, nachfolgend einige Hinweise, wie Sie vorbeugen können.

Einen optimalen Schutz erhalten Sie durch ein aufeinander abgestimmtes Zusammenwirken von mechanischer und elektronischer Sicherungstechnik, sicherheitsbewusstem Verhalten sowie einer aufmerksamen Nachbarschaft. Das richtige sicherheitsbewusste Verhalten kostet kein Geld:

- Wenn Sie Ihr Haus verlassen – auch nur für kurze Zeit – schließen Sie unbedingt Ihre Haustür ab!

- Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren. Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster!

- Verstecken Sie Ihren Schlüssel niemals draußen. Einbrecher finden jedes Versteck!

- Wenn Sie Ihren Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus!

- Achten Sie auf Fremde in Ihrer Wohnanlage oder auf dem Nachbargrundstück!

- Informieren Sie bei verdächtigen Beobachtungen sofort die Polizei!

- Geben Sie keine Hinweise auf Ihre Abwesenheit bspw. in sozialen Netzwerken oder auf Ihrem Anrufbeantworter! Zusätzlich empfiehlt die Polizei eine mechanische Sicherung aller Fenster und Türen.

Für eine detaillierte kostenlose Beratung wenden Sie sich bitte an die Kriminalpolizeiliche Beratungsstelle, Polizeihauptkommissar Pickelmann, den Sie unter der Telefonnummer 08651/970-230 erreichen können.

Pressemeldung der Polizeiinspektion Laufen

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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