Trennung der Abwasser in Fisching, Thannberg, Seethal und Lauterbrunn notwendig

Plan zur Abwasser-Trennung schreitet voran: Zeitplan für Sanierung wird aufgestellt

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Laufen/Saaldorf-Surheim - Die verschiedenen Abwasser in Laufen sollen getrennt werden. Dazu wurden im ersten Schritt die betroffenen Gewässer auf Schäden untersucht und nun im weiteren Schritt ein Plan zur zukünftigen Vorgehensweise erstellt.

Die Pressemeldung im Wortlaut: 

Die beiden Kommunen sind in Sachen Abwasser keineswegs untätig, so die beiden Bürgermeister Bernhard Kern und Hans Feil. „Der Ringkanal am Abtsee ist zwar über 40 Jahre alt, aber voll funktionsfähig und weist keine gravierenden Schäden auf. Festgestellte kleinere Schäden werden im Herbst 2019 saniert.“ 

Gemeinsam mit dem Staatlichen Bauamt, das in Person von Martin Bambach den Landkreis Berchtesgadener Land vertritt, Projektleiter Franz Knogler im Dienste des Amtes für ländliche Entwicklung bei der Regierung von Oberbayern und Horst Hummelberger vom Freilassinger Ingenieurbüro Richter wollen die beiden am Abtsee gelegenen Kommunen, die Gemeinde Saaldorf-Surheim und die Stadt Laufen den Ringkanal im Bereich der Kreisstraße (BGL 3) genauer unter die Lupe nehmen, Fehlentwicklungen der damaligen Planungen beseitigen und längerfristig auf die Trennung der Abwässer in Schmutz- und Regenwasser hinarbeiten. 

Bürgermeister Hans Feil hatte alle Beteiligten ins Laufener Rathaus eingeladen, um eine gemeinsame Vorgehensweise zu besprechen. Kürzlich wurden alle Kanäle im Bereich des Ortes Abtsdorf und im Bereich des Ringkanals an der BGL 3 mit einer Kamera befahren, größere Schäden konnten derzeit nicht ermittelt werden. 

Da der Ringkanal am See aus den 70er Jahren als Mischwasserkanal, also für die Aufnahme aller anfallenden Abwässer konzipiert war, ist er baldmöglichst dem Stand der Technik, also der Trennung der Abwässer in Schmutz- und Regenwasser, anzupassen. Laut Aussage des Bürgermeisters Bernhard Kern wird für den Ortsteil Abtsdorf das anfallende Abwasser bereits im Trennsystem (Abwasser und Regenwasser getrennt) abgeleitet. Auch für die Ortsteile Fisching, Thannberg, Lauterbrunn und Seethal sowie die Kreisstraße samt Besucherparkplatz ist beabsichtigt, ebenso ein getrenntes System herzustellen. 

Horst Hummelberger vom Ingenieurbüro Richter führte dazu aus, daß die beiden vorhandenen Rückhaltebecken, eines auf dem Freizeitgelände des Landkreises bei Fisching und das andere unterhalb der Kreisstraße bei Seethal, in ihren Aufnahmekapazitäten überprüft und gegebenenfalls dem neuen Stand der Technik und den erforderlichen Rückhaltemengen angepasst werden müssen. 

Der Wassermeister der Stadt Laufen, Thomas Streitwieser, kündigt in diesem Zusammenhang an, dass 2019 in den Ortsteilen Moosham und Oberheining das Trennsystem eingeführt wird, der Ringkanal am See also vom dort anfallenden Abwasser entlastet werden wird.

Martin Bambach vom Staatlichen Bauamt sagte für alle erforderlichen Maßnahmen seine volle Unterstützung zu, stellte aber zugleich dar, daß die bestehende Entwässerung der Kreisstraße mit Sicherheit nicht als alleiniger Verursacher von Verunreinigungen des Abtsee in diesem Bereich anzusehen sei. 

Auch bezüglich möglicher Abschwemmungen auf der zum See hinfallenden landwirtschaftlichen Flächen müssen geeignete Maßnahmen getroffen werden, stellte Martin Bambach dar. Man einigte sich daher auf folgende Vorgehensweise: Die Vermessung der bestehenden Kanäle, die Abwassermengen und die Höhenquoten eines erforderlichen Umbaus des Kanals im Einzugsbereich der Kreisstraße am Ostufer des Abtsees werden vom Ingenieurbüro Richter bis zum Herbst dieses Jahres ermittelt, um in einem neuerlichen gemeinsamen Gespräch im November eine Verbesserung abzustimmen. 

Bis zum Frühjahr 2020 sollen in einer Vorplanung Varianten einer Sanierung und eines Umbaus des Kanals mit einer entsprechenden Kostenermittlung vorliegen. Sie dienen dann als Grundlage einer noch abschließenden Vereinbarung aller am Bau Beteiligten.

Pressemeldung der Stadt Laufen 

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