Bürgermeister Feil äußert sich zur Situation

Neue Salzachbrücke bei Laufen „sehr schwer realisierbar“

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Die Salzachbrücke von 1902 ist derzeit die einzige Straßenverbindung über die Salzach zwischen Laufen und der 18 Kilometer entfernten Autobahnbrücke in der Stadt Salzburg. 
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Laufen - Wann wird es eine neue Brücke über die Salzach bei Triebenbach geben? Das war eine der Fragen an Bürgermeister Hans Feil am Dienstagabend auf der Bürgerversammlung im Ortsteil Leobendorf.

Sowohl die Stadt Laufen und der Landkreis, als auch das Land Salzburg möchten eine zusätzliche Brücke über die Salzach zwischen Laufen und Salzburg, doch während Bayern eine neue Brücke möglichst nahe an Laufen favorisiert um die 117 Jahre alte Brücke nach Oberndorf zu entlasten, will sie Salzburg möglichst nahe an Freilassing. 

"hohes, ökologisches Risiko"

„Im Bereich Triebenbach war die Brücke schon einmal im Bundesverkehrswegeplan, allerdings hätte man nur mit einem hohen, ökologischen Risiko planen können“, so Bürgermeister Hans Feil mit einem Blick zurück. 

Denn, an jedem möglichen Bauplatz hätte man FFH-Gebiet, also Naturschutzgebiet durchschnitten, „und da ist unsere Bevölkerung hoch sensibel, verstärkt auch durch einzelne Parteien“. Aber auch auf österreichischer Seite einer möglichen Brücke wartet ein geschütztes Gebiet, dort "Natura 2000" genannt, und schon die frühere Umwelt-Landesrätin Astrid Rössler hatte klar gemacht, dass es dort keine Brücke geben wird.

Freier Korridor wurde nachgemeldet

Feil hält daher die Brücke für „sehr schwer realisierbar“, noch dazu weil der Gesetzgeber die Vorschriften laufend verschärfe. Der Bürgermeister erinnerte die rund 70 Besucher der Bürgerversammlung daran, dass es unter seinem Vorgänger Ludwig Herzog noch einen Korridor in Triebenbach gab, der für eine mögliche Brücke vom FFH-Gebiet freigehalten wurde. 

„Aber dann kam man drauf, dass insgesamt zu wenig FFH-Flächen gemeldet waren, in der Folge hatten auch Umweltverbände die Möglichkeit, schützenswerte Flächen zu melden“, und diese hätten diese Chance naturgemäß genutzt. „Der Korridor wurde nachgemeldet, seitdem ist er Vergangenheit“, so Feil. Er wolle niemandem Hoffnungen machen, dass das FFH-Gebiet zum Bau einer Brücke aufgeweicht werde.

Schwierige Situation

„Wo dann?“ wollte ein Besucher wissen. Auch diese Frage ist nicht leicht zu beantworten, denn, je weiter weg von Triebenbach und damit dem FFH- Gebiet desto geringer ist die Entlastung für die Stadt, „und eine Brücke macht auch nur dann Sinn wenn sie auf Salzburger Seite vor Anthering aufschlägt, danach gibt es immer Stau auf Salzburger Seite in Richtung Innenstadt. 

Aber je weiter wir umgekehrt mit der Brücke in Richtung Stadt Laufen gehen desto mehr Schwerverkehr haben wir mitten in der Stadt, auch von den neuen Gewerbegebieten kommend."

hud

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