Pressemitteilung CSU Laufen/Leobendorf 

Biosphärenprojekt aktiv angepackt

Umweltreferent Bernhard Salomon und Biosphärenreferent Christian Sichert
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Umweltreferent Bernhard Salomon und Biosphärenreferent Christian Sichert bei der Besichtigung der Biosphärenwiese am angesprochenen Ort.

Laufen - In Zusammenarbeit mit der Biosphärenregion Berchtesgadener Land hat die Stadt Laufen das Biosphärenthema aktiv angegangen, welches in großen Teilen Anklang in der Bevölkerung und im Stadtrat findet.

Jedoch gibt es immer und überall etwas zu verbessern und zu verschönern. Auf Initiative des Biosphärenreferenten Christian Sichert und des Umweltreferenten Bernhard Salomon wurde in Rücksprache mit Dr. Peter Loreth ein Projekt angepackt.


Der Ansatz, durch nachhaltige Wirtschaftsweisen Mensch und Natur in Einklang zu bringen, ist unter anderem der Auftrag der Biosphärenregion Berchtesgadener Land. Dafür gibt es im Stadtrat von Laufen auch einen Referenten mit Christian Sichert. Selbst die UNESCO-Fahne der Biosphärenregion weht vor dem Rathaus, schließlich müsse man so eine hochwertige Auszeichnung für die Stadt nicht verstecken. Unterstützt wird die Verwaltungsstelle bei ihrem Vorhaben auch durch den genannten Referenten. Mit dem Kauf von Biosphären-Produkten fördert man die regionale Wertschöpfung, den Erhalt der Kulturlandschaft und stärkt somit die heimischen Familienbetriebe, welche mit ihrem Fachwissen sich aktiv einbringen.

Ebenfalls kümmern sich die Referenten um die Sorgen und Nöte der Bevölkerung im Hinblick auf dieses Thema. So geschehen auf der Wiesenfläche an der Einmündung Adalbert-Stifter-Straße in die Goethestraße in Laufen. Auf Hinweis seines Stadtratskollegen Christian Schmidbauer nahm der Referent Christian Sichert sofort Kontakt mit der Verwaltung auf. An dieser Straßeneinmündung wurde im Frühjahr 2019 eine Biosphärenwiese mit Unterstützung der DAV-Jugend und der Biosphärenverwaltung angelegt. In diesem Herbst zeigte sich diese Wiese jedoch nur noch wenig blütenreich. „Zugegeben ist das nicht gerade das attraktivste Stadium“, sagt dazu Dr. Peter Loreth, Leiter der Biosphärenregion, „aber prinzipiell haben wir hier die zu erwartende Entwicklung.“ Denn zunächst muss auf einer solchen Blühfläche über die sogenannte „Entwicklungspflege“ der Bestand gestärkt werden, bis sich im Laufe der Zeit ein für den Standort passendes Gleichgewicht der Pflanzengesellschaft einstellt. Die Anlage einer artenreichen Wiese brauche eben Zeit, man muss zwei, drei Jahre abwarten und man dürfe dies nicht mit einer Blühmischung verwechseln, die einen schnellen Blüherfolg mit sich bringe, aber jedes Jahr neu angelegt werden muss. Eine artenreiche Wiese aus heimischen Pflanzen ist dagegen nach anfänglicher Entwicklungspflege in weiterer Folge sehr pflegeleicht. Eine Mahd im Sommer und eine weitere im Herbst reichen an so einem mageren Standort laut Peter Loreth aus. Nur bei der Anlage seien zu Beginn mehr Aufwand und wenig Geduld notwendig. 2019 wurde auf dieser Fläche ein Teil der vorhandenen Grasnarbe entfernt und vom städtischen Bauhof ein nährstoffarmes Substrat ausgebraucht, denn je magerer der Untergrund, desto besser können sich regionale Wildpflanzen von heimischen Wiesen gegen sogenannte „Allerweltsarten“ durchsetzen. „Die regionalen Wildblumen bilden in den ersten ein, zwei Jahren nur die Blattrosette aus und beginnen erst im Folgejahr zu blühen“, erklärte Loreth weiter. „In dieser Anfangsphase kommen zunächst auch viele andere Blütenpflanzen, die den offenen Boden suchen, vor. Das sieht dann gerade zum Ende des zweiten Jahres durchaus etwas wild und ungepflegt aus.“


Genau diese Sorge brachte Stadtrat Christian Schmidbauer, selbst Anwohner dieser Biosphärenwiese bei seinen Kollegen Sichert und Salomon an. Nach Rücksprache mit den Fachleuten gab die Biosphärenregion nun aber dem Bauhof grünes Licht für das Mähen. Dabei wurden die Königskerzen bewusst stehen gelassen, denn in markhaltigen Stängeln kann die eine oder andere Wildbienenart den Winter überdauern. Solche Strukturen sind für unsere heimischen Insekten genauso wichtig wie ein ausreichendes Blütenangebot, so Sichert. Gemeinsam kam man bei der Begehung mit den genannten Stadträte auf die Idee, auch den städtischen Kinderhort in die Aktion einzubinden, um gemeinsam mit der Biosphärenregion Wildbienen-Nisthilfen zu basteln. Denn städtische Grünflächen und Naturschutz sind alles andere als ein Widerspruch, im Gegenteil bieten sich hier viele Möglichkeiten, Maßnahmen gegen den Artenrückgang durchzuführen. „So glauben wir, dass wir sowohl für die Anwohner aber auch für die vorbeiflanierenden Spaziergänger im Sinne des Arten- und Naturschutzes Verbesserungen und Verschönerungen herbeizuführen, “ so die Referenten einhellig.

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