Pressemitteilung CSU Laufen/Leobendorf 

Laufen und Oberndorf brauchen einander - Coronavirus im Fokus

Screenshot von der Onlinekonferenz bei der CSU Laufen.
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Screenshot der Onlinekonferenz

Laufen - Zur Onlinekonferenz traf sich kürzlich die CSU Laufen/Leobendorf. In dieser Konferenz ging es natürlich auch um die Corona-Pandemie, aber andere für Laufen wichtige Themen waren ebenso im Fokus.

So war man sich einig, dass die beiden Nachbarstädte Laufen und Oberndorf sich einander brauchen. Dies zeige sich in dieser Krise vor allem im Einzelhandel und Gastgewerbe. Sinnvolle Grenzlösungen forderten die Teilnehmer von den jeweiligen Bundesministerien.


ans Feil, Bürgermeister der Stadt Laufen, machte die Situation deutlich: „Die Absprachen der beiden Bundesministerien in Berlin und Wien sind alles andere als optimal. Gemeinsame Lösungen eher selten gesät.“ Was er und sein Kollege aus Oberndorf im besten Maße praktizieren, werde in den Hauptstädten der beiden Länder nicht gelebt. Nicht nur der Bürgermeister auch die Teilnehmer der Onlinekonferenz fordern eine gangbare gemeinsame Lösung an der Grenze. Auch in Krisenzeiten sei ein Grenzverkehr von dreht nach herent nötig, um den Einzelhandel, das Gewerbe aber auch Familien am Laufen zu halten. „Österreichische Kunden fehlen hier in Laufen, deutsche Kunden in Österreich. Dies hat teils erhebliche Auswirkungen in der Kundenfrequenz und spiegelt sich auch in den Umsatzzahlen. Ich hoffe, dass die beiden Ministerien bei der weiter vorherrschenden Pandemielage diese Tatsache besser in den Fokus und in den Griff bekommen, “ so Laufens Ortsvorsitzender Bernhard Salomon. Stephan Schwindt schloss damit an, dass die Grenzkontrollen in Freilassing/Salzburg für viele Berufspendler eine Zumutung wären. „Bis zu 2 Stunden Wartezeit hat nichts mit guter Organisation seitens der Behörden zu tun“, so Schwindt weiter. Auch wenn sich alle Beteiligten einig waren, dass es Maßnahmen im Grenzverkehr benötige, so waren sie sich auch sicher, dass dies besser zu organisieren und zu praktizieren wäre.

Das Thema Homeschooling beschäftigte vor allem die Familienväter und –mütter. Kritisiert wurden hier nicht die technischen Vorgaben oder die Portale, sondern der Inhalt der Homeschooling-Maßnahmen. Hier scheinen sich laut CSU zu wenige Leute Gedanken zu machen, um die Kinder und Jugendlichen adäquat aus der Distanz zu unterrichten. Daher hoffe die CSU, dass der Präsenzunterricht an allen Schulen sobald als möglich wieder stattfinden könne, natürlich mit etwaigen Maßnahmen, die aber nicht übers Ziel hinausschießen. Präsenzunterricht könne eben nicht durch Distanzunterricht in voller Zufriedenheit umgesetzt werden. „Mit wieder stattfindendem Präsenzunterricht können auch die Familien wieder entlastet werden, die dann wieder ihrer Arbeit geregelt nachgehen können“, so Bernhard Salomon.


Landrat Bernhard Kern stieg ebenfalls in die Diskussion der CSU Laufen-Leobendorf ein und erläuterte anhand der aktuellen Zahlen die Lage im Landkreis. Er sehe hier deutliche Verbesserungen in den Werten, hatte der Lockdown doch auch gute Auswirkungen, bei allem was einem selbst oder Betriebe betroffen macht. Er appellierte an alle Anwesenden trotz Einschränkungen weiterhin gemeinsam daran zu arbeiten, dass der Landkreis Berchtesgadener Land seine Zahlen nach unten drücken könne.

Ebenso wie Landrat Kern war auch Staatsministerin Michaela Kaniber Gast der CSU Onlinekonferenz. Sie erläuterte den Teilnehmern augenscheinlich die aktuellen Maßnahmen des Freistaates Bayern und bat ebenso wie Landrat Kern um Gemeinsamkeit und Unterstützung. Bayern sei durchaus schwerer getroffen wie andere Bundesländer und müsse hier auch teils anders handeln. Dennoch sei man in Bayern und Deutschland im Gegensatz zu anderen europäischen Regionen bisher gut durch die Krise gekommen und man werde hoffentlich im Frühjahr weitere Lockerungen vornehmen können. Dies hoffe auch Bernhard Salomon, der das Vereinsleben im Niedergang sah. „Von schwindenden Mitgliedszahlen zu sprechen ist meist zu kurz gesprungen und trifft nur einen Teil der Wahrheit. Geselligkeit, gemeinsame Veranstaltungen oder einfach nur gemeinsam Sport treiben, seien wichtige Anker unserer so durchgetakteten Gesellschaft.“ Salomon wünsche sich im Frühjahr die nötigen Lockerungen, um die Gesellschaft in ihrem Vereinsleben wieder anzukurbeln.

Große Kritik gab es für die Demonstration am Grenzübergang Freilassing/Salzburg. Ein Großteil der Demonstranten wäre, so Ortsvorsitzender Bernhard Salomon, von auswärts angekarrt worden, teils in Bussen. „Sie stellten mit Sicherheit die Mehrheit der Demonstranten. Sowas in solchen Zeiten zu praktizieren halte ich für höchst bedenkenswert, unangebracht und verantwortungslos. Dass dabei auch noch viele gegen die Maskenpflicht verstießen und den Abstand nicht einhielten, setze diesem noch die Krone auf, “ wurde Salomon deutlich. Er habe nichts gegen Demonstrationen und sehe hier das Recht auf Demonstration, dennoch sollte man in solchen Zeiten sich erstmal überlegen, welche Auswirkungen solch ein Verhalten nach sich ziehen könne. „Im Grunde schneiden sie sich ins eigene Fleisch. Wenn durch dieses Verhalten die Zahlen steigen, werde die Grenze sicher nicht früher geöffnet, “ so Laufens CSU-Vorsitzender, der anfügte, dass dies mit Gemeinsamkeit gegen die Pandemie nichts zu tun hätte.

Schlussendlich konnten die Verantwortlichen noch bekannt geben, dass auch die Stadt Laufen nun beim Forschungsprojekt der Abwasseranalysen dabei wäre. Großflächig wurde schon darüber berichtet, dass das Berchtesgadener Land nun im Kampf gegen den Coronavirus auf Abwasseranalysen setze. Zehn Kommunen haben sich dem angeschlossen, so auch die Stadt Laufen. Bei diesem „Abwasser-Monitoring“ untersuchen die Forscher das Abwasser der dementsprechend zur Verfügung gestellten Proben. „Bei uns in Laufen erledigen dies unsere tatkräftigen Bauhofmitarbeiter zur vollsten Zufriedenheit“, informierte Laufens Bürgermeister Hans Feil. Erste Ergebnisse hatte es laut TU München, die das Forschungsprojekt leitet, schon gegeben. Bei diesem Forschungsprogramm wird regelmäßig anhand der Fäkalien überwacht, ob die Zahl der Infizierten in den Gemeinden steige oder falle und das mit einigen Tagen Vorsprung, bevor sich Menschen testen ließen und die Fallzahlen an die Gesundheitsbehörden übermittelt werden. Auch Mutationen könnten hier festgestellt werden. Landrat Kern ergänzte Laufens Bürgermeister. „Dieses Forschungsprogramm der TU München ist ein wichtiger Baustein des Landkreises Berchtesgadener Land im Kampf gegen den Corona-Virus und dessen Mutationen.“

Ortsvorsitzender Bernhard Salomon bedankte sich am Ende für die rege Diskussion und wünsche sich für die Zukunft wieder Präsenzveranstaltungen, wo man sich wieder persönlich sehen könne und in guter Runde einen Abend verbringen könne. Weiterst dankte Salomon den Gästen, vorrangig Staatsministerin Michaela Kaniber, Landrat Bernhard Kern und Laufens 1. Bürgermeister Hans Feil, die sich für diese Onlinekonferenz der CSU Laufen-Leobendorf Zeit nahmen.

Pressemitteilung CSU Laufen/Leobendorf 

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