Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Laufens Bürgermeister Feil bedankt sich beim Helferkreis

Landkreis Berchtesgadener Land will zentral strukturierte Helferkreise für Flüchtlinge

Mit einem Geschenkkorb bedankte sich Laufens Bürgermeister Hans Feil bei Stadtratsmitglied Barbara Winkler, die bisher die Leitung des Helferkreises der Stadt innehatte.
+
Mit einem Geschenkkorb bedankte sich Laufens Bürgermeister Hans Feil bei Stadtratsmitglied Barbara Winkler, die bisher die Leitung des Helferkreises der Stadt innehatte.

Bereits Ende Mai hat das Landratsamt die ehrenamtliche Flüchtlingshilfe im Landkreis Berchtesgadener Land neu organisiert. Offizieller Hintergrund für die Ablöse von Freiwilligen durch hauptamtliche Helfer ist, dass sich nach dem ersten Eintreffen von Flüchtlingen aus der Ukraine viele neue Helfer gemeldet hätten.

Laufen – Daher wollte der Landkreis die so genannten Helferkreise neu beleben und bei der Gelegenheit auch gleich unter ein Dach bringen. Laufens Bürgermeister Hans Feil zeigte sich überrascht, auch er habe die neue Struktur erst aus den Medien erfahren. Im Rahmen der Stadtratssitzung am Montag (1. August) bedankte er sich bei Barbara Winkler, die somit als Leiterin des Laufener Helferkreises abgelöst wurde.

In der Vergangenheit waren die Helferkreise selbstständig organisiert, die Leitung hatten entweder ein Flüchtlingsberater oder eben freiwillige Helfer vor Ort. Hier will das Landratsamt nun ein einheitliches Vorgehen in den einzelnen Gemeinden. Deshalb wird zukünftig die Ansprechpartnerin für alle ehrenamtlichen Belange Verena Seel von der Caritas sein. „Sie übernimmt sowohl die Leitung der gesamten Helferkreise im Landkreis, als auch die Leitung des Helferkreises in der Stadt Laufen“, so Hans Feil.

Der bedankte sich bei der bisherigen Leiterin des Helferkreises Laufen, Barbara Winkler, ausdrücklich „für die großartige Arbeit der letzten mittlerweile acht Jahre“. Winkler sei eher zufällig zu dieser Aufgabe gekommen, als im Sommer 2014 eine Familie aus Eritrea nach Laufen zog und die Kinder der beiden Familien bald miteinander spielten. Durch diese Bekanntschaft habe sich eine Art Nachbarschaftshilfe entwickelt, „also Unterstützung der Flüchtlingsfamilie bei Fragen im Alltag und Hilfe beim Lernen der deutschen Sprache“, damals habe es noch keine entsprechenden Angebote gegeben.

Nachdem in dieser Zeit immer mehr Flüchtlingsfamilien nach Laufen gekommen seien erfolgte im November 2014 das erste Treffen von Freiwilligen im Pfarrheim, anfangs noch in Koordination gemeinsam mit Anita Zimmermann. „Die Ziele waren von Beginn an die Hilfe zur Selbsthilfe und Integration“, so der Bürgermeister in seiner kurzen Laudatio.

Knapp 100 Flüchtlinge in der Turnhalle

Im Mai 2015 startete als erste Aktion des Helferkreises das gemeinsame Kochen im Pfarrheim. Eine der größten Leistungen sei die Mithilfe bei der Betreuung von 94 Personen gewesen, die knapp vier Wochen in der Turnhalle des Rottmayr-Gymnasiums in Laufen untergebracht waren. Danach baute der Helferkreis seine Angebote weiter aus: Freizeitgestaltung, Begleitung bei Behördengängen und Fahrdienste, sowie Deutschkurse, Spaziergänge und das Herstellen von Kontakten mit Vereinen.

Die Herausforderung für Winkler und die zum Teil bis zu 15 Mitglieder des Helferkreises sei naturgemäß das Überbrücken von Sprachbarrieren gewesen, aber auch die Bündelung verschiedenster Interessen, Ideen und Qualifikationen. „Außerdem ging es darum, eine Art Gleichgewicht zu halten zwischen den motivieren Ehrenamtlichen, den Vorgaben der Behörden und den Wünschen und Vorstellungen der Neu-Laufener“, so Feil weiter.

Es sei eine Mammutaufgabe unter der Leitung von Barbara Winkler gewesen, „ohne die die vorbildliche Integration der Flüchtlinge in der Stadt Laufen so wohl nicht möglich gewesen wäre“.

hud

Kommentare