Kirchlicher Segen für neues Einsatzfahrzeug

Wasserwacht Laufen erhält erstes eigenes Fahrzeug

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Laufen - Nachdem die Wasserwacht Laufen-Leobendorf im Juni ihr erstes eigenes Fahrzeug bekommen hat, bekam dies nun den kirchlichen Segen. Der Vorsitzende bedankt sich bei allen, die diese Anschaffung möglich machten.

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Laufen-Leobendorf haben in der letzten Juni-Woche mit ihrem neuen Mercedes-Sprinter mit Allrad-Antrieb ihr erstes eigenes Einsatz-Fahrzeug in Betrieb genommen und sind damit nach jahrelanger Durststrecke ohne eigenes Auto endlich eine vollwertige mobile Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) im Wasserrettungsdienst des Berchtesgadener Landes. Vergangenes Wochenende spendete Gemeindereferentin Ursula Kirchhofer bei einer Feierstunde an der Wachstation am Abtsee den kirchlichen Segen für das Auto und das vor rund drei Jahren neu beschaffte zweite Rettungsboot samt Anhänger.

Nach der kirchlichen Zeremonie lobten Bürgermeister Bernhard Kern aus Saaldorf-Surheim und Bürgermeister Hans Feil aus Laufen sowie Kreis-Wasserwacht-Chef Rudi Schierghofer die ehrenamtlichen Wasserretter für ihre hervorragende Arbeit und dankten dem Ortsgruppenvorsitzendem Christoph Scharf und seinem jungen, dynamischen Team für ihre große Motivation und ihren unermüdlichen Dienst am Nächsten.

Scharf bedankt sich bei Unterstützung

Zum Schluss bedankte sich die komplette Wasserwacht-Mannschaft bei ihrem Ortsgruppenvorsitzenden Christoph Scharf für seinen unermüdlichen Einsatz für die Ortsgruppe. Scharf kümmerte sich mit viel Zeitaufwand um die Planung und Beschaffung des Spezialfahrzeugs, das zum größten Teil vom Freistaat Bayern als Rettungsdienst-Fahrzeug finanziert wurde. Die Ortsgruppe stellt seit rund vier Jahren eine mobile SEG für den Wasserrettungsdienst im nördlichen Landkreis, hatte aber bisher kein eigenes Fahrzeug, weshalb sie auf ein Auto der BRK-Bereitschaften zurückgreifen konnte. Durch das auf die Bedürfnisse der Wasserretter zugeschnittene Fahrzeug hat sich der Einsatzradius der ehrenamtlichen Wasserretter erheblich vergrößert, die zuvor mit ihrem Boot lediglich eine stationäre SEG am Abtsee gestellt hatten.

Scharf bedankte sich bei allen Unterstützern und Gönnern, die die Beschaffung des neuen Fahrzeuges möglich gemacht hatten und lud anschließend nach den Feierlichkeiten zu Kaffee und Kuchen in die Bootshütte ein. Zehn Prozent der Anschaffungskosten muss jede Ortsgruppe aus eigenen Mitteln stemmen, wobei Scharf und sein Team auf finanzielle Unterstützung und Spenden von der Stadt Laufen und der Gemeinde Saaldorf-Surheim, der Firmen Interhyp und Hörl-Kunststofftechnik und privater Gönner zählen konnten.

Genügend Platz für die Ausrüstung

Aufgrund steigender Einsatzzahlen (im Durchschnitt zwölf bis 15 jährlich) beschloss die BRK-Wasserwacht Bayern im Einvernehmen mit dem Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehralarmierung Traunstein (ZRF), der Ortsgruppe ein eigenes Fahrzeug zuzuordnen. Das neue Spezialfahrzeug zieht einen Bootsanhänger mit Motorrettungsboot und verfügt aufgrund der oft steilen Ufer-Zufahrten und Feld- und Forstwege rund um den Abtsee und die Salzach über einen Allrad-Antrieb. Der Mercedes Sprinter mit Automatik bietet den Ehrenamtlichen genügend Stauraum für ihre umfangreiche Ausrüstung. Es wurde von der Firma Binz in Ilmenau nach den Richtlinien der Wasserwacht Bayern und der speziellen Vorgaben der Laufener Ortsgruppe ausgebaut. Im Innenraum sind unter anderem die vollständigen Wasserretter-Ausrüstungen, drei Tauch-Ausrüstungen, ein Notfall-Rucksack, eine Sauerstoff-Flasche, ein Rettungsbrett und zwei Überlebensanzüge fürs Eiswasser, ein fest eingebautes Funkgerät sowie sechs Hand-Funkgeräte verstaut. Platz ist auch für das einzige im Landkreis verfügbare mobile Sonar zur Ortung von Menschen und Gegenständen unter Wasser.

Pressemitteilung BRK Kreisverband Berchtesgadener Land

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