Presseinformation Biosphärenregion Berchtesgadener Land

Brotbacken mit Laufener Landweizen

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Gemeinsam werden die Brotlaibe geformt.

Laufen - Beim Brotbackkurs, im Rahmen des Interreg-Projekts "Grenzenlos Nachhaltigkeit lernen", ging es um die besonderheiten des Laufener Landweizen.

Als der Landschaftsplaner und Landschaftsökologe Heinz Marschalek von der Hochschule Weihenstephan 1996 aus nur 40 Körnern den Laufener Landweizen vermehrte, hätte er sich sicherlich nicht träumen lassen, dass 22 Jahre später ein Brotbackkurs mit eben dieser besonderen Weizenart auf so großes Interesse in der Bevölkerung stößt. 

Beim Brotbackkurs, der im Rahmen des Interreg-Projekts "Grenzenlos Nachhaltigkeit lernen" stattgefunden hat, zeigte Meike KrebsFehrmann, Bildungsreferentin der Biosphärenregion Berchtesgadener Land, den Teilnehmenden einige Getreidehalme und der Unterschied zu den meisten anderen Weizenarten wurde sofort klar. Der Laufener Landweizen hat lange Grannen und wird bis zu zwei Metern hoch. Ein weiter Pflanzabstand sorgt auf den Feldern für gute Durchlüftung, sodass Pestizide gegen Pilze nicht notwendig sind. Außerdem haben buntblühende Ackerwildkräuter Platz. Martin Unterreiner berichtete den Teilnehmenden sehr anschaulich vom Insektenkonzert, das aufgrund dessen auf den Feldern zu hören ist.

In der großen Backstube ging man dann zum praktischen Teil über. In großen Schüsseln wurden die Zutaten für zwei verschiedene Brotsorten gezeigt, die es in der Bäckerei Unterreiner auch fertig zu kaufen gibt. Tatkräftig unterstützt wurden Ludwig und Martin Unterreiner von ihren beiden Mitarbeitern Markus Winkler und Andreas Schiebelsberger. Laufener Landweizen ist eine alte unverzüchtete Weizensorte mit einem hohen Anteil an wichtigen Mineralien, Spurenelementen und Vitaminen. Ein traditionell hergestelltes Brot aus Laufener Landweizen - wie es bei der Bäckerei Unterreiner produziert wird - ist sehr schmackhaft und bekömmlich. 

Der ökologische Anbau, die regionale Wertschöpfung und der Handel zu fairen Preisen führen dazu, dass beim Laufener Landweizen Bauern, Müller, Bäcker, Brauer und Umweltschützer Hand in Hand arbeiten. Während der Teig gehen musste, erfuhren die Teilnehmenden von Meike Krebs-Fehrmann weitere Besonderheiten rund um den Laufener Landweizen. Beispielsweise wurden in einem gemeinsamen Interreg-Projekt zwischen ANL, Biosphärenregion und BIO AUSTRIA ("Laufener Landweizen - Entwicklung eines Markenkerns") von 2016 bis 2017 die besonderen Eigenschaften und die Anbaumöglichkeiten des Laufener Landweizens in der Region weiter untersucht und gefördert.

Die nächste Veranstaltung des Interreg-Projekts "Grenzenlos Nachhaltigkeit lernen" findet am 30. März von 19-22 Uhr in Laufen statt. Bei dem literarischen Nachtspaziergang zur "Earth Hour" wird Meike Krebs-Fehrmann von Mitgliedern der "Astronomischen Arbeitsgruppe Laufen e.V." begleitet. Es wird um die Themen Lichtverschmutzung, Klimaschutz und Sternenbilder gehen. Wir bitten um Anmeldung unter: 08654-30946-14 oder per Mail an: Meike.KrebsFehrmann@reg-ob.bayern.de.

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