Gemeinde Laufen meldet Rekordeinnahmen

Gewerbesteuer spült Millionen in die Kasse

Laufens Bürgermeister Hans Feil warf in der Bürgerversammlung unter anderen einen Blick in die Stadtkasse.
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Laufens Bürgermeister Hans Feil warf in der Bürgerversammlung unter anderen einen Blick in die Stadtkasse.

Laufen - Mit einem einstündigen Rechenschaftsbericht begann Bürgermeister Hans Feil die jährliche Bürgersammlung vor rund 70 Besuchern aus Laufen und seinen Stadtteilen.

Er schilderte darin die finanzielle Lage der Stadt, die seiner Meinung nach sehr erfreulich ist, so sei man bei der Gewerbesteuer für 2018 von Einnahmen von 1,8 Millionen Euro ausgegangen, tatsächlich spülten die Betriebe am Ende des Jahres „unvorstellbare“ 2,3 Millionen Euro in die Stadtkasse. „Das ist die höchste Gewerbesteuereinnahme der Stadt aller Zeiten“, so Feil, und das werde auch die Schulden der Stadt auf unter 8 Millionen Euro drücken.


Der Gesamthaushalt der Stadt für 2019 beträgt 21,8 Millionen Euro, davon 15,8 Mio. Euro im Verwaltungshaushalt, das ist de facto das Girokonto der Stadt, also Einnahmen aus Steuern und Ausgaben zum Beispiel für Personal und Sozialhilfe. Der Vermögenshaushalt 2019 hat einen Ansatz von knapp 6 Mio. Euro, damit bezahlen die Kommunen zum Beispiel den Bau von Straßen oder Kindergärten.

Diese 6 Millionen sind der niedrigste Ansatz seit 2011, 2014 war der Vermögenshaushalt fast doppelt so groß. In den nächsten Jahren dürfte der Vermögenshaushalt aber wieder steigen, „denn bereits im nächsten Jahr sollen die Bauarbeiten für die Generalsanierung und Teilneubau der Grundschule in Leobendorf beginnen, sowie der Neubau der Feuerwehr, ebenfalls in Leobendorf“.


Rund 70 Besucher waren nach Leobendorf-Dorfen gekommen, um den jährlichen Rechenschaftsbericht des Bürgermeisters und der Verwaltung zu hören.

Geradezu euphorisch berichtete Feil über die Gewerbesteuereinnahmen 2018, die mit 2,3 Millionen Euro einen neuen Rekordwert erreicht hatten, geplant waren 1,8 Millionen. Feil, seit 2008 Bürgermeister, erinnerte an die Einnahmen zu Beginn seiner Amtszeit, „2010 hatten wir zum Beispiel gerade einmal Einnahmen von 541.000 Euro, schon damals war uns klar, so kann das nicht weitergehen“.

Die jetzt hohen Gewerbesteuereinnahmen führen auch dazu, dass man den Schuldenberg am Ende dieses Jahres von geplant 8,5 Millionen Euro – das sind 1.183 Euro pro Kopf – weiter abbauen will. Trotz der geplanten, großen Investitionen in den nächsten Jahren will Feil aber die 10-Millionen-Grenze bei der Verschuldung nicht überschreiten, auch wenn die Zinsen derzeit sehr niedrig sind.

Er erinnerte bei dieser Gelegenheit an Investitionen in Höhe von 23,5 Millionen Euro in den Jahren 2011 bis 2018, dazu zählte zum Beispiel der Neubau der Feuerwehr Laufen, die Umgestaltung des Stadtparks oder der Bau von Kinderkrippe, Kindergarten und Kinderhort. „Und das Schöne ist, keine dieser Bauten war umstritten, die allermeisten wurden einstimmig beschlossen“.

Für alle Neubauten bis 2018 habe die Stadt Darlehen in Höhe von 8,5 Millionen Euro aufgenommen, „und von diesen 8,5 Millionen Euro waren Anfang 2019 bereits knapp 3,5 Millionen Euro durch Abgaben und Gebühren refinanziert“, sagte Feil, sodass eigentlich zu Jahresbeginn tatsächlich 5 Millionen Euro nicht gedeckt waren, „zum Jahresende werden es wahrscheinlich nur mehr 4,6 Millionen Euro sein“.

hud

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