Solidarität in der städtischen Gemeinschaft

Für eine bunte und lebhafte Laufener Geschäftswelt

Ingo Hufnagl mit Tochter (links) bei einer Gutscheinübergabe an einen Auktionsgewin-ner vor dem Rathaus der Stadt Laufen.
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Ingo Hufnagl mit Tochter (links) bei einer Gutscheinübergabe an einen Auktionsgewin-ner vor dem Rathaus der Stadt Laufen.

Laufen - Auktionen und Versteigerungen zugunsten der Laufener Geschäftswelt und des Sozialfonds der Stadt Laufen. Die Idee der Facebookgruppe „Du kommst aus Laufen, wenn…“ trägt von Beginn an Früchte, von denen viele profitieren. 

Um die Wirtschaft in der Stadt Laufen zu unterstützen, haben sich im Februar diesen Jahres die vier Administratoren der Facebook-Gruppe „Du kommst aus Laufen, wenn…“ überlegt, wie die Vielfalt der Laufener Gewerbetreibenden und Vereine erhalten werden kann, trotz der derzeitigen Pandemiesituation. Christine Eder aus dem Administratoren-Team: „Wir wollten auch unseren Beitrag leisten, die heimischen Betriebe zu unterstützen, denen es teilweise nicht mehr so gut geht.“ 

„Nach unserem intensiven Online-Brainstorming wurde die Idee entwickelt, die durchaus beträchtliche Reichweite der Gruppe mit fast 3.000 Mitgliedern der heimischen Geschäftswelt kostenlos für Werbemaßnahmen zur Verfügung zu stellen.“ so Initiator Ingo Hufnagl. Aber anstatt die Mitglieder mit einfachen „Werbeflyern“ zu versorgen, baten die vier Administratoren die Selbstständigen der Stadt um kreative Ideen und „Erlebnismomente“ für die Gruppe, welche sie in normalen Zeiten nicht kaufen können. Heraus kamen tolle Gutscheine wie ein Workshop bei einem Laufener Juwelier, in dessen Werkstatt man sich seinen eigenen Ring mitbringen und gravieren kann oder ein spannender Besuch im Eislabor einer bekannten Laufener Eisdiele, um die neuesten Eiskreationen für den Sommer 2021 kennenzulernen.

Diese Gutscheine werden in der Facebook-Gruppe versteigert. Damit jedoch nicht genug, wurde die Idee geboren, dass auch mehr Solidarität in der städtischen Gemeinschaft gelebt werden sollte. Gerade in diesen schwierigen Zeiten gibt es nicht nur Verlierer sondern auch Gewinner der Pandemie. Damit die Betriebe, welche gut durch die Pandemie gekommen sind, auch an diesen Versteigerungen teilnehmen können, wurde mit dem Sozialfonds der Stadt Laufen gesprochen. Somit kann jeder Gewerbetreibende nun bei der Versteigerung seines Gutscheins wählen, ob er den Betrag für sich selber benötigt oder ob er es dem Sozialfonds für wirtschaftlich in Not geratene Laufener-/innen spendet.  

So sind in den ersten vier Wochen dieser neuen Kampagne bereits 881 Euro eingenommen worden, wovon 650 Euro an den Sozialfonds gespendet wurden.   

Diese Aktion reiht sich ein in die vorangegangene Serie der Facebook-Gruppe, in der viele Laufener Betriebe mit einem kurzen Foto und Steckbrief in der Gruppe vorgestellt wurden. So wissen alle Gruppenmitglieder, welche Branchen und Betriebe in Laufen ansässig sind. Christian Schmidbauer, ebenfalls Teil des Administratoren-Teams der Facebook-Gruppe: „Wir brauchen Arbeitsplätze vor Ort. Dies ist nicht nur für die gesellschaftliche Entwicklung einer Stadt wichtig, sondern auch für eine lebhafte Geschäftswelt. Hier werden Steuern bezahlt, um die öffentlichen Einrichtungen in all der Vielfalt auch weiterhin finanzieren zu können.“

Die vier Administratoren freuen sich weiterhin über Ideen der Gewerbetreibenden und über Gutscheine, welche ein Erlebnis beinhalten und versteigert werden können. „Die Aktion werden wir sicherlich das ganze Jahr anbieten und ist nicht abhängig von der derzeitigen Situation.“ stellte Sabrina Moriggl, die Vierte im Bunde des Administratoren-Teams, klar. „Lasst uns alle ein wenig solidarischer in dieser herausfordernden Zeit sein und uns gemeinsam weiterhelfen!“ appellierte Moriggl. 

Bewerbungen für die Versteigerung werden gerne unter email: dukommstauslaufen@gmx.de oder über die Facebook-Seite „Du kommst aus Laufen, wenn…“ entgegengenommen. 

Christian Schmidbauer

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