Umzug in das neue Feuerwehrhaus und ein neues Einsatzfahrzeug für die Wasserwacht Laufen

Große Pläne für 2017

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Kreis-Wasserwacht-Chef Rudolf Schiergofer, Jugendwart Christian Pollhamer, Kassier Alexander Schug, die Technische Leiterin Sabrina Schauer, Jugendwart Andreas Herner (15 Jahre aktiver Dienst), Ortsgruppenvorsitzender Christoph Scharf und Matthias Scharf (10 Jahre aktiver Dienst; von links).

Laufen – Die BRK-Wasserwacht-Ortsgruppe Laufen-Leobendorf hat bei ihrer Jahreshauptversammlung auf ein ruhiges Einsatzjahr 2016 zurückgeblickt.

Bei den Neuwahlen wurden Ortsgruppenvorsitzender Christoph Scharf und die Technische Leiterin Sabrina Schauer einstimmig für weitere vier Jahre im Amt bestätigt. Neuer stellvertretender Technischer Leiter ist Hannes Schnappinger. Alexander Schug bleibt Kassier, Ralf Heigermoser weiterhin Wasserwacht-Arzt.

Geprägt war 2016 vor allem von der endgültigen Inbetriebnahme des Digitalfunks und den einhergehenden Schulungen. „Mit den neuen Geräten haben wir gerade vom Boot aus auf den Gewässern eine viel bessere Verbindung zur Leitstelle“, schwärmt Scharf, der die neue Technik nicht mehr missen will.

Das neue Fahrzeug für die mobile Schnell-Einsatz-Gruppe (SEG) wurde noch Ende des alten Jahres bestellt und wird im Mai endlich ausgeliefert. 

Das Zugfahrzeug für Anhänger samt Rettungsboot, welches gleichzeitig als Transportmittel für die Einsatzkräfte samt Ausrüstung dient, kann auch abseits des Abtsees eingesetzt  werden, ebenso kann an der Salzach rasch geholfen werden.

Im September wird die Wasserwacht dann mit in das neue Feuerwehrhaus einziehen.

Wetterbedingt nur wenige Einsätze in 2016

Die Technische Leiterin der Ortsgruppe, Sabrina Schauer berichtete von wetterbedingt nur 485 Wachstunden am Abtsee; weitere 650 Stunden wurden in Aus- und Fortbildungen investiert, 300 weitere im Rettungsdienst geleistet.

Im Wachdienst leisteten die ehrenamtlichen Wasserretter zwölf Mal Erste Hilfe, wobei fünf Patienten durch den Landrettungsdienst abtransportiert werden mussten.

Die SEG war lediglich bei drei Einsätzen gefordert: Am 5. Januar wurde eine angeblich ertrinkende Person im Thumsee  bei Bad Reichenhall gemeldet, wobei es sich um einen Notruf-Missbrauch handelte.

Am 22. Mai rückten die Laufener zu einer vermeintlich gebrochenen Staumauer am Saalachsee aus, wobei zunächst alle Badegäste gewarnt wurden, aber schnell Entwarnung gegeben werden konnte, da lediglich eine Gummiwalze automatisch zusammengeklappt war und keine Gefahr bestand.

Am 7. Juli suchten die Einsatzkräfte nach einem vermissten Schwimmer, da ein Badegast seine Kleidung am Ufer vergessen hatte. Fünfmal rückten die Laufener als Hausnotruf-Hintergrunddienst aus.

Aktuell besteht die Ortsgruppe aus 43 aktiven Mitgliedern, darunter zwei Ärzte, vier Rettungsassistenten, vier Rettungssanitäter, zwei Rettungsdiensthelfer, acht Wach- und Einsatzleiter, drei Taucher, elf Bootsführer, 17 Wasserretter und fünf Mädchen in der Jugendgruppe.

Sie waren bei drei Sanitätsdiensten gefordert: Am 28. Mai zur Absicherung der THW-Regatta, am 29. Mai beim Festzug des Burschenvereins und am 26. Juni beim historischen Marktfest in Laufen.

Jugendleiter Andreas Herner und seine fünf Mädels würden sich freuen, wenn neue interessierte Jugendliche zu den Gruppenstunden kommen würden. 2016 sind zwei Mitglieder in den aktiven Dienst übergewechselt. Der Verlust des Freilassinger Badylons ist ein großes Problem, da die Wasserwacht nun bis nach Burghausen zum Training fahren muss.

Kreis-Wasserwacht-Chef Rudolf Schierghofer zeichnete Matthias Scharf für zehnjährigen aktiven Dienst und Andreas Herner für 15-Jahre Wasserwacht-Arbeit aus. Saaldorf-Surheims dritter Bürgermeister Franz Hagenauer lobte die Wasserwacht für ihren enormen ehrenamtlichen Einsatz und dankte im Namen aller Gemeinden im Zuständigkeitsgebiet für den freiwilligen Dienst am Nächsten.

Pressemitteilung BRK Berchtesgadener Land

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