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Über 500 Kartoffelsammler auf dem Acker

Aktion der JVA Laufen-Lebenau ein voller Erfolg: „Erdäpfel selber klauben“ begeistert Jung und Alt

Am Samstag (24. September) war auf dem Kartoffelacker der Justizvollzugsanstalt (JVA) Laufen-Lebenau bei Osing einiges los. Über 500 Personen, darunter viele Kinder, waren zum Sammeln der frisch ausgehobenen Erdäpfel gekommen.

Laufen – Selbst der Waldkindergarten Weildorf war mit Betreuerinnen und Eltern angereist, um beim Sammeln dabei zu sein. Die Sammler kamen aus der ganzen Region von Salzburg bis Berchtesgaden und von Traunstein bis Tittmoning. Peter Forster, Betriebsleiter an der JVA, freute sich über das große Interesse an den Kartoffeln aus dem heimischen Betrieb.

Die Kundschaft werde von Jahr zu Jahr mehr, so Forster. Es spreche sich herum, dass die Qualität passt und die Erdäpfel gut lagerfähig seien, weil sie sehr schonend behandelt werden, nicht herabfallen oder gereinigt werden, sondern mit Erde behaftet sind. Er habe aber auch den Eindruck, dass die Verbraucher bewusster auf Geschmack, Farbe und Qualität achten.

Biozertifizierter Betrieb

Dazu gehört natürlich auch, dass es sich hier um Bio-Ware handelt. Denn der landwirtschaftliche Betrieb der JVA mit Ackerbau und Tierhaltung, Mutterkühen, Masttieren, Schafen und Hühnern ist seit 2006 als Naturlandbetrieb biozertifiziert. Er war übrigens der erste Biobetrieb von Laufen und arbeitet sehr gut mit der Ökomodellregion Waginger See Rupertiwinkel zusammen.

Auch die Aktion „Erdäpfel selber klauben“ wurde im Rahmen der Bioerlebnistage der Ökomodellregion durchgeführt. In Zusammenarbeit mit der Biosphärenregion Berchtesgadener Land wird hier auch der „Berchtesgadener Vogel“, eine alte, historische Landweizensorte angebaut. Die Biosphärenregion hilft bei der Vermarktung.

Kartoffeln bis nach Stuttgart verschickt

Aber zurück zu den Kartoffeln: Auf dem Acker wurden die Erdäpfel von Betriebsangestellten mit einem Schleuderroder aus der Erde gehoben. Die Sammler kauften am Stand 12,5-Kilo-Säcke, die sie dann am Feld mit großen oder kleinen Erdäpfeln befüllen konnten – je nach Geschmack.

Aufgrund des großen Andrangs kam es bei der Ausgabe der Säcke zu Wartezeiten, letztendlich aber konnte jeder seinen Sack füllen und keiner musste leer ausgehen. Für die Stammkundschaft ist der letzte Samstag im September als „Tag zum Erdäpfel klauben“ ein fester Termin im Jahreskalender. Eine Sammlerin erzählt, dass ihr Enkel diese Erdäpfel besonders liebt. Immer wenn er zu Besuch kommt muss sie sie für ihn kochen. Andere schicken die selbst geklaubten Erdäpfel sogar bis Stuttgart.

Positives Fazit

Peter Forster ist mit der Ernte und dem Ergebnis der diesjährigen Sammelaktion hochzufrieden. Vor allem die Kinder, die beim Sammeln mit Spaß und Begeisterung dabei waren, haben ihn gefreut. Denn natürlich ist sein erstes Ziel, möglichst viele Erdäpfel zu verkaufen und seine Ware an die Frau oder den Mann zu bringen.

Genauso wichtig ist es ihm aber, seiner Kundschaft, vor allem auch den Kindern zu zeigen, wie Erdäpfel wachsen und geerntet werden, um so das Bewusstsein für qualitativ gute Lebensmittel zu steigern. Selber von Hand geerntete Erdäpfel schmecken eben viel besser. Von den vielen Sammlern, die nach Osing gekommen waren, wird ihm wohl niemand widersprechen.

kon

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa (Symbolbild)

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