Pressemitteilung ÖDP Laufen

Stadtrundgang zeigt: ÖDP macht, was sie sagt

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Die drei Spitzenkandidaten Agnes Thanbichler, Willi Winkler, Barbara Paiva (von links): Keine leeren Versprechen, sondern realistische Ziele.

Laufen - Die ÖDP lud am Freitag zum informativen Stadtrundgang ein und zeigte dabei, dass sie in ihren politischen Aktivitäten stets so agierten und abstimmten wie sie auch vorab sagten.

Nicht ohne Grund begannen die Laufener ÖDP-Kandidaten, die sich bei der Wahl für den Stadtrat und den Kreistag bewerben, den Rundgang beim "Haus für Kinder" neben der Grund- und Mittelschule. "In den letzten Jahren sind sehr viele Investitionen in das Kinderzentrum geflossen", berichteten die amtierenden Stadträte Willi Winkler und Agnes Thanbichler. "Als besonders positiv sehen wir dabei, dass wir in der Stadt einen Personalschlüssel haben, der über den gesetzlichen Anforderungen liegt. Das ist etwas, das den Kindern direkt zugutekommt." Weitere Maßnahmen stehen an wie ein attraktiver Jugendtreff und umfangreiche Bauten im Schulbereich. "Einen guten Weg hat die Stadt mit dem erarbeiteten Familienkonzept beschritten", betonte Barbara Paiva, die auf dem ersten Platz für den Stadtrat in Laufen kandidiert. Diesen wolle die ÖDP nach Kräften unterstützen. Und die Listenführerin auf der ÖDP - Kreistagsliste Agnes Thanbichler ergänzte: "Auf der Kreisebene sind die sozialen Aufgaben äußerst umfangreich, sowohl an Kosten wie an Personal. Uns ist es dabei wichtig, die präventiven Maßnahmen auszubauen. Der Handlungsbedarf ist gegeben."


Der Gang in die Altstadt führte dann vorbei am Amtsgericht. "Dieses Gebäude", so Stadt- und Kreisrat Willi Winkler, "ist ein gelungenes Beispiel dafür, wie die bestehende Bausubstanz zu erhalten und sehr wohl für die Zukunft fit zu machen ist. Wir bedauern sehr, dass auf Kreisebene beim Landratsamt und beim Laufener Gymnasium der Kreistag mehrheitlich anders entschieden hat. Man kann anderer Ansicht sein, aber für uns zählt, dass man in einer Zeit, wo akuter Handlungsbedarf bei Klima, Rohstoffen und Energie besteht, sich die Prioritäten daran ausrichten müssen." "Wo, wenn nicht auf der kommunalen Ebene sollen denn all die hehren Ziele verwirklicht werden, wenn wir da weitermachen wie bisher," fügte Agnes Thanbichler dazu an.

Um dann bei der Energie zu bleiben: Gleich gegenüber konnte auf den Neubau der örtlichen Genossenschaft verwiesen werden, der vorbildlich energetisch ausgestattet ist, gut sichtbar die Sonnenkollektoren an Front und Dach. "Wir fordern in unserem Wahlprogramm die konsequente Ausstattung der städtischen Gebäude mit energetischen Anlagen. Dies sollen ein Baustein der örtlichen Energiewende und im Regionalwerk der Region sein", so Winkler.


Weiter ging es in Richtung Rathaus. Barbara Paiva verwies dabei auf das Wahlprogramm der ÖDP, das sich auf dem Rathausplatz einen attraktiven und erweiterten Wochenmarkt vorstellen kann: "Hier wären die Voraussetzungen gut, ein entspanntes Einkaufen möglich und auch alle Geschäfte sehr gut erreichbar. Regionales liegt uns am Herzen." Die amtierenden Räte konnten dazu berichten, dass sie sowohl im Kreistag wie auch im Stadtrat beantragt haben, die Vorgaben des Gesetzes zum Volksbegehren Artenschutz umzusetzen und den Verbrauch in den eigenen Einrichtungen auf regionale und ökologische Lebensmittel umzustellen. Gefordert ist dabei ein Anteil von min. 25% bis 2025 und von mind. 30% bis 2030. "Die Kommunen sind angehalten, hier zu handeln, damit der Anteil der Betriebe, die biologisch wirtschaften wollen, gesteigert und bäuerliche Existenzen gesichert werden" ,betonte Kreisrätin Thanbichler.

Angelangt auf dem Marienplatz war dann natürlich der geplante Kreisverkehr ein Thema: "Die zeitgleiche Umgestaltung des Marienplatzes mit Umfeld, barrierefrei und fußgängerfreundlich, werte die Altstadt maßgeblich auf. Das, was die Stadt noch weiter tun könne, sei z. B. das Verlangsamen des Verkehrs und das Umsetzen des geplanten Fahrradkonzepts, zusammen mit Oberndorf."

Auf Stadt-und Kreisebene betrachte man ein regionales Verbundticket mit bürgerfreundlicher Taktung als Grundlage, um dem Nahverkehr wirklich zum Durchbruch zu verhelfen. Dazu brauche es in der Fläche auch barrierefreie und ausreichende Haltestellen. "Die wirtschaftliche Situation in der Altstadt hat noch Luft nach oben", meinte die Laufener Listenführerin. "Wir setzen da auch auf Hilfe von der BGLW des Landkreises."

Bei der nächsten Station unten an der Salzach, verwies Kreisrat Winkler auf die Haltung der ÖDP, die eventuelle Staustufen an der Salzach ablehnt. Der Gewinn an Energie stünde im keinem Verhältnis zum Schaden an der Natur und dem Artenschutz. "Wirtschaftlich darzustellen ist das bei der Salzach mit extremen Niedrig- und Hochwässern sowieso nicht und diesbezügliche Forderungen sind reiner Populismus", ergänzte Agnes Thanbichler.

Nachfolgend in der Steinernen Gasse wurde auf das Vorhaben verwiesen, am Stadtbach auf Vorschlag des Wasserwirtschaftsamtes einen wirksamen und ökologischen Hochwasserschutz zu verwirklichen. Das, so waren sich alle einig, müsste möglichst bald und naturschonend verwirklicht werden, denn in Zeiten des Klimawandels werde das nächste Hochwasser womöglich nicht lange auf sich warten lassen.

Am Schluss des informativen Rundgangs beim Fischer-Huber-Parkplatz angekommen, sprachen sich die Anwesenden ausdrücklich gegen einen Brückenstandort im Stadtgebiet auf der Höhe des Sportplatzes aus. Den Verkehr ein paar hundert Meter weiter zu verlagern, löse keines der Verkehrsprobleme in Laufen, sondern verlagere nur die Betroffenheiten. Auch wäre interessant, welche Meinung dazu in Oberndorf herrsche.

Es sei eine Tatsache, dass viele Verkehrsprobleme nur gemeinsam mit der Nachbargemeinde gelöst werden können. Auch wenn, wie von den Kandidat/innen bedauert wurde, derzeit wegen der Sperre der B156 in Österreich die gedeihliche Kommunikation erschwert werde.

Und zur Umgehungsstraße wurde angemerkt, es sei schön, wenn jetzt fast zum Schluss der Planfeststellung bei manchen ein Umdenken komme. "Allerdings", so Agnes Thanbichler, "wäre das bei der entscheidenden Abstimmung notwendig gewesen. Wir haben uns von Anfang an für eine verträgliche Lösung mit der Bahn ausgesprochen, da die sich abzeichnende doppelte massive Durchschneidung fast des gesamten Stadtgebiets einer weitsichtigen Ortsentwicklung nicht dienlich ist." Beim Rundgang wurde deutlich, dass die ÖDP-Kandidaten bei Entscheidungen ihrer Linie treu bleiben und sich für verantwortungsbewussten und zukunftsfähigen Umgang mit den Ressourcen wie Energie, Natur und Gemeinwohl stets einsetzen.

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